Auch The Betty Fox Band gehört zu den Gruppen/Künstlern, die sich bis zum Finale einer International Blues Challenge gespielt hat. Dort belegte man, bei einem Feld von einhundertfünfzig Teilnehmern, einen bemerkenswerten achten Platz.
Unter anderem für Jimmy Thackery, Robben Ford, Victor Wainwright, Mavis Staples oder Ana Popovic hat man Konzerte eröffnet.
Schon als Kind übte sich Betty Fox im Singen innerhalb der Familie und auf diversen Bühnen.
2012 sah das Debütalbum "Too Far Gone" das Licht des Musikmarktes und kam bei den Kritikern sehr gut an. "Slow Burn" ist der Nachfolger.
Hinzu kommt, dass sie bis auf zwei Songs alle anderen für die vorliegende Platte (auch zusammen mit Bandmitgliedern) komponiert hat. Handverlesen tauchen in der Tracklist Otis Reddings "Remember Me" und "Angel Flyin' Too Close To The Ground" von Willie Nelson auf.
Beim heftig funkenden Opener "Think About It" hat man nach den ersten Takten mit Gesang den Eindruck, dass hier so ziemlich alles im normalen Lot ist. Aber irgendwo in der Mitte des Tracks serviert Betty Fox Gesangseinlagen, die einen ein Gitarrensolo vergessen lassen. Es gibt dann aber doch einen ersten Alleingang. Das Zentrum des Interesses liegt allerdings eindeutig auf den Stimmband-Eskapaden der Frontfrau.
Der Druck wird für "Sweet Memories" zurückgeschraubt. Phasenweise luftig-locker schwebt das Stück dahin und hier schimmern erste Shouter-Qualitäten eines Joe Cocker durch. Betty Fox hat Rauheit und Sanftmut in ihrer Stimme vertraglich gesichert.
Mit der Blues-Ballade "Slow Burn" steigt der Neugierde-Faktor erheblich an. In dieser Nummer zeigt Kid Royal, was er auf den sechs Saiten seines Arbeitsgeräts drauf hat. Man hat das Gefühl, als hätte er nur auf dieses Lied gewartet und sich vorher etwas zurückgehalten. Beeindruckend!
Vier Songs, viermal Blues. Neben ihrer extremen Flexibilität in der Stimme (auch Janis Joplin lässt grüßen) offenbart man dem Hörer mit "Please Come Home" eine ziemlich andere musikalische Seite der Betty Fox. Swinging Jazz ist in dem über zweiminütigen Intermezzo angesagt und man sollte es kaum glauben, aber dieser Ausreißer kommt verdammt gut an. Locker macht Betty Fox auch in Scat-Gesang. Klasse! In diesem Zusammenhang hätte man ihr auch einen Jodler abgekauft.
Mit "Our Love" hat die Band den farbigen Blues-Faden mit Groove wieder aufgegriffen und das Otis Redding-Stück "Remember Me" ist das nächste Highlight der Scheibe. Fast siebeneinhalb Minuten Hochklassiges. Kid Royal in überzeugender Hochform! Er hat den Freiraum eines Baumwollfeldes, um sich in Szene zu setzen. Fantastisch! Mit ihrem Gesang steht ihm Betty Fox in nichts nach. Hammer, selbst die vokalen Höhen werden ohne Anstrengungen erreicht.
Am Ende der CD begibt sich Betty Fox in die Chill-out-Zone der Platte. Die Protagonistin erleben wir hier solo zur akustischen Gitarrenbegleitung singend. Ergreifend! Ein wunderschöner Album-Ausklang.
Die Hochform in "Remember Me" überträgt man ohne Probleme auf die Slow Blues-Eigenkomposition "Baby Please". Dieses Stück ist Hingabe im Höhenflug! Kid Royal mit seinem emotionalen Sechssaiter-Ausbruch muss man erlebt haben.
Im Allgemeinen und Besonderen darf "Slow Burn" von The Betty Fox Band mit den Daumen hoch weiter empfohlen werden. Klasse Platte!
Line-up:
Betty Fox (vocals, acoustic guitar)
Kid Royal (guitar, backing vocals)
Barry Williams (bass)
Sam Farmer (drums)
Shawn Brown (keyboards)
| Tracklist |
01:Think About It (3:12)
02:Sweet Memories (5:07)
03:Slow Burn (5:52)
04:Solid Ground (3:24)
05:Please Come Home (2:21)
06:Our Love (4:26)
07:Remember Me (7:22)
08:Take A Walk With Me (4:03)
09:Let The Light Shine (2:58)
10:Baby Please (5:12)
11:Who's Holdin'? (2:33)
12:Goodbye (3:43)
13:Angel Flyin' Too Close To The Ground (2:53)
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