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Tucson, Arizona steht eigentlich nicht unbedingt für düstere Klänge aus dem Gothic Metal-Universum. Hier denkt man mehr an staubtrockenen Boogie, Blues oder Southern Rock, aber Gothic wäre nicht unbedingt der erste Gedanke, der einem in den Sinn kommt.
Insatia sind bis jetzt noch ohne Vertrag mit irgendeinem Label und schieben uns daher ihren Erstling aus eigener Produktion, eine EP mit 4 Tracks, in den Player. Die Gründer sind die beiden Gitarristen Jon und Duck, die nach dem Ableben ihrer alten Formation Atomic Revolution einen Neuanfang suchten.
Die Vorbilder sind ausschließlich im europäischen Bereich zu finden. Nightwish, Epica, Within Temptation und In Flames sowie viele andere Gothic- und Metal-angehauchten Bands, deren Spuren ebenfalls auf dieser Demo-CD zu finden sind. Alle haben zumindest eines gemeinsam, eine Frontfrau, die der Formation Gesicht und Stimme verleiht.
Der Opener "Torn Asunder" steht daher stellvertretend für die Richtung, in die sich der Fünfer bewegt. Gothic Metal mit leicht progressiver Schlagseite und melodischen Hooklines, die nicht nur zufällig an ihre Sangeskollegen aus dem fernen Europa erinnern. Genre-Scheuklappen darf man keinesfalls anlegen, wenn die Klänge teilweise ambivalent an melodiöse Ufer schwappen oder progressive Attacken in die romantische Ruhezone platzen.
Harte Gitarren wechseln in ein gefälliges Destillat verschiedener schwarzer Stile, ohne in wütende Vokalausbrüche zu münden. Alle Tracks zeichnen sich durch Uptempo-Dynamik aus. Schnelle Gesangspassagen mit ebensolchem Riffing jagen die Tonleitern rauf und runter. Bis auf den Titelsong "Left Behind", der allerdings im totalen Gegensatz zu den Vollgasgebern steht, ist Geschwindigkeit der dominante Tonangeber. Hier jedoch haben die Songschreiber eine Ruhepause eingelegt, die Insatia mit gefühlvollen Passagen und betonter filigraner Folkorientierung durchaus gefällig eingespielt haben.
Eigentlich ist es zu früh, nach nur vier Tracks ein abschließendes Urteil zu fällen. Von einer Demo-Aufnahme kann man nicht erwarten, dass die Arrangements perfekt sitzen oder die Kompositionen den letzten Schliff haben. In der Gesamtbetrachtung hat die 'Female Fronted Band' jedoch einige gute Momente. Ob dies ausreicht, eine komplette CD zu füllen, => wird sich spätestens nach dem ersten Longplayer zeigen.
Line-up:
Karri (lead vocals)
Conrad (bass)
Jon (rhythm guitar)
Duck (lead guitar, backing vocals)
Brenton (drums)
| Tracklist |
01:Torn Asunder
02:Let Yourself Be
03:In Exile
04:Left Behind
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Externe Links:
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