Marillion / Sounds That Can't Be Made Special Edition
Sounds That Can't Be Made Special Edition Spielzeiten: 74:21 (CD 1); 33:15 (CD 2)
Medium: Do-CD
Label: earMUSIC, 2013 (Vertrieb über Edel)
Stil: (New Artrock) Rock

Review vom 10.12.2013


Jochen v. Arnim
Ein gutes Jahr nach der Veröffentlichung des 17. Studioalbums schieben die Briten dieselbe Scheibe noch einmal hinterher. Sounds That Can't Be Made konnte mit guten Verkaufszahlen aufwarten und lief/läuft so gut, dass man in der Entscheidungsträgeretage dachte, eine Special Edition Doppel-CD würde sich bestimmt gut unterm Weihnachtsbaum machen - honi soit qui mal y pense.
Die Aufmachung kommt als durchaus ansprechendes Werk daher: Gatefold-Digipak mit zwei CDs und einem optisch ebenso ansprechenden dicken Booklet inkl. aller Texte und Liner Notes - einzig die Schrift ist so klein, dass man fast eine Lupe braucht; entspanntes Lesen geht anders. Die erste CD, gleichzeitig das aktuelle Werk, wurde bereits ausführlich besprochen und soll an dieser Stelle nicht weiter erwähnt werden. Allerdings möchte ich einflechten, dass die Scheibe in der Zwischenzeit doch noch so einige Male den Weg in meinen Player gefunden und sich mir noch mehr eröffnet hat. Dazu zähle ich besonders den Opener "Gaza", der mir auch vor einem Jahr schon außerordentlich gut gefiel.
Scheibe 2 bietet sechs Bonustracks unterschiedlicher Machart. Da haben wir einerseits die drei Stücke "Wrapped Up In Time" (aus dem fünf Jahre alten Happiness Is The Road-Album), "Power" und "Pour My Love" (aus der aktuellen "Sounds…"), die in akustischer Aufmachung als Radio Session-Einspielungen daherkommen. Bei der sehr verhaltenen Instrumentierung muss die Stimme brillieren und Steve Hogarth weiß durchaus, sein Organ gut einzusetzen.
Bleiben zwei Live-Versionen von einer Show in den Niederlanden aus dem aktuellen Jahr. Ebenso aktuell ist auch das Album, von dem dieses Duo stammt, es wurden nämlich "Sounds…" und "Invisible Ink" aus "Sounds…" ausgesucht. Eine gute Wahl, die Band performte offensichtlich in bester Verfassung und die beiden Songs bieten sicherlich einen guten Mehrwert, der für diese Ausgabe des Albums spricht.
Dazwischen gibt es noch ein Demo-Arrangement von "Lucky Man", das sich anfangs extrem reduziert in Geschwindigkeit und Instrumentierung präsentiert, einzig von Gesang mit etwas Tastenwerk getragen, und erst gegen Ende mit den einsetzenden Kollegen Fahrt aufnimmt.
War/ist die eigentliche "Sounds…" mit fast 75 Minuten noch picke-packe voll, so kommen die Boni gerade mal auf etwas mehr als eine halbe Stunde Spielzeit.
Ob das in Zusammenschau aller positiven Aspekte reicht, sich das Album erneut zuzulegen und von dem Bonusmaterial zu profitieren, mag der einzelne Fan selber entscheiden. Schön sind die Tracks allemal und wer noch nicht Herr über die 'Sounds' ist, dem sei der Griff zur Special Edition angeraten.
Line-up:
Steve Hogarth (vocals)
Steve Rothery (guitar)
Pete Trewavas (bass)
Mark Kelly (keyboards)
Ian Mosley (drums)
Tracklist
CD 1 - Sounds That Can't Be Made:
01:Gaza
02:Sounds That Can't Be Made
03:Pour My Love
04:Power
05:Montreal
06:Invisible Ink
07:Lucky Man
08:The Sky Above The Rain
CD 2 - Bonus Tracks:
01:Wrapped Up In Time (Radio Session)
02:Power (Radio Session)
03:Pour My Love (Radio Session)
04:Lucky Man (Demo Arrangement)
05:Sounds That Can't Be Made (Live in Holland 2013)
06:Invisible Ink (Live In Holland 2013)
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