Vega / Stereo Messiah
Stereo Messiah Spielzeit: 52:14
Medium: CD
Label: Frontiers Records, 2014
Stil: Rock

Review vom 12.11.2014


Jochen v. Arnim
"Stereo Messiah" ist bereits das dritte Album der Briten von Vega, die sich vor rund fünf Jahren in Britannien gründeten. Zum Line-up gehören die Brüder Tom und James Martin, die sich für Gitarre, Bass und Keyboards verantwortlich zeigen. Dazu kommen noch Dan Chantrey an den Drums, Nick Workman am Mikro sowie Marcus Thurston als Gitarrist/Lead Gitarrist. Letzterer ist dem Rezensenten noch als Touring Guitarist von Eden's Curse beim Dokk'em Open Air bekannt.
Vega haben sich dem melodischen Hard Rock verschrieben, der ab und zu gerne auch mal härter als das sein darf und legen mit ihrem neusten Output, der gerade erst in die Regale der Läden gekommen ist, zwölf saftige Tracks auf etwas mehr als fünfzig Minuten vor. Das Scheibchen wird direkt mit dem Titelsong, "Stereo Messiah", angenehm melodisch rockend eröffnet und legt, wenngleich die Nummer schon gut abgeht, aber erst im Anschluss richtig an Dampf zu. Die Tracks werden besser, rockiger und vor allen Dingen eingängiger, so dass es schwer fällt, nicht unmittelbar mitzusummen. Songs wie "Wherever We Are" oder "Ballad Of The Broken Hearted" stechen aus dem Rest des Dutzends durchaus hervor, sollen diesen jedoch nicht im Ansatz schlecht machen.
Die Band hat es durchweg verstanden, mit professioneller Umsetzung ein wirklich, wirklich gutes Album zu kreieren, das zu anderen Zeiten wahrscheinlich den Markt hätte aufmischen können. Da gibt es nicht so richtig Ansatzpunkte, um ein nachhaltiges Mäkeln zu rechtfertigen, außer vielleicht den Faktor des bereits Bekannten. Denn - und ich scheue mich eigentlich, diesen mehr als abgedroschenen Satz zu bringen - Vega erfinden das Rad nicht neu. Wir haben vor vielen, vielen Jahren großartige Bands mit noch großartigeren Songs im Genre des Melodic Rock kennenlernen dürfen. Und Vega bringen uns davon einfach noch etwas mehr.
Das soll ihren Verdienst natürlich nicht schmälern, denn die Jungs haben es drauf, Punkt! Handwerklich perfekt in Szene gesetzt, gibt man uns zehn Rocker und zwei Balladen, die natürlich auf so eine Scheibe gehören (und vorhersehbarer Weise ist der Rausschmeißer eine davonů). Für die andere hat die Band Joe Elliott gewinnen können, der ja hinlänglich als Gründer und noch immer aktiver Frontmann Def Leppards bekannt ist. Hier singt er auf "10 x Bigger Than Love" im sehr wohl funktionierenden Duett mit Workman und er hat diesen Song auch selbst geschrieben, während der Rest aus der Feder der Martin-Brüder und von Workman stammt.
A propos Def Leppard: So ganz kann eine gewisse Affinität zu deren früheren Werken nicht verheimlicht werden (was natürlich nicht schlimm ist), aber man sagt ihnen z. B. auch Referenzen zu den britischen Kollegen von Thunder nach. Ungeachtet dessen, haben wir mit "Stereo Messiah" ein Album, das auf gar keinen Fall im Regal verstauben darf. Ich empfehle dringlichst: Hört es Euch an, hört es mehrmals, entscheidet selbst - mir macht es auf jeden Fall Spaß, eine Menge Spaß!
Line-up:
Nick Workman (vocals)
Tom Martin (guitars, bass, keyboards)
Marcus Thurston (guitars)
James Martin (keyboards)
Dan Chantrey (drums)

Joe Elliott (vocals - #9)
John Mitchell (additional guitars, keyboards, bass, backings)
Tracklist:
01:Stereo Messiah
02:All Or Nothing
03:Wherever We Are
04:Ballad Of The Broken Hearted
05:Gonna Need Some Love Tonight
06:The Fall
07:Neon Heart
08:With Both Hands
09:10 x Bigger Than Love
10:My Anarchy
11:The Wild, The Weird, The Wonderful
12:Tears Never Dry
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