Neues Jahr, neue Location.
Die Butze by Falko ist Geschichte.
Am 05.01.2026 machte Martin Engeliens Go Music Station im ehemaligen Kolpinghaus, jetzt Kemp Inn, Kempen.
Gegründet 1996, markiert das Jahr 2026 auch das dreißigjährige Jubiläum der Go Music.
Die Überschrift dieser Go Music lautet:
»[…] Neue Tour – neue Power – neue Gesichter! […]«
Weiter heißt es im Newsletter:
»[…] Die erste Go Music Tour 2026 bringt gleich zwei fantastische Neuzugänge auf die Bühnen NRWs:
Mél Germain – eine Stimme wie pures Feuer!
Rock, Funk, Soul & internationale Bühnenpräsenz von Kanada bis Hawaii. Energiegeladen, emotional, außergewöhnlich.
James Ford (UK) – der perlig-quirlige Gitarrenmagier.
Bekannt aus Mel Gaynors Band Risk und internationalen Projekten. Ein Virtuose, der Funken sprüht.
Werner Groisz (AT) – Timing, Punch und Spielfreude in neuen Dimensionen.
Der Tiroler Ausnahme-Drummer bringt Groove, Humor und absolute Weltklasse.
Und wie immer:
Martin Engelien – Bass-Legende & Go Music Mastermind, der diese explosive Mischung zusammenführt! […]
Keine Proben. Keine Routine. Keine Grenzen. Nur Musik – live, ehrlich, unvorherhörbar. […]«
Das Kemp Inn beeindruckt schon durch die Größe des Saals und die ausladende Bühne. Da können sich die Musiker und Musikerinnen nicht nur auf ihren Instrumenten so richtig austoben. Tolle Location!
In internationaler Besetzung bot dieses Konzert eine fantastische Reise mit Liedern, die man bisher nicht alle Tage bei einer Go Music erleben durfte.
Das Quartett interpretierte zum Beispiel »[…] unvorherhörbar […]«, wie Martin Engelien beliebt zu sagen, "Why Do You Lie?", ein Song von Liv Warfield, die man aus dem Umfeld von Prince kennt.
Ein weiterer Vertreter der bisher bei einer Go Music noch nicht gehörten Tracks war "Paris Ooh La La" aus der Feder von Grace Potter.
Zu dieser Gruppe gehörte unter anderem auch Rihannas "Russian Roulett", die Nummer "Thank U, Next" von Ariana Grande oder Pinks "Who Knew". Pink wird später noch Erwähnung finden.
Zunächst ohne die Sängerin Mél Germain eröffnete das Trio aus Gitarrist James Ford, Bassist Martin Engelien sowie Werner Groisz (Schlagzeug) den Gig mit dem Instrumental "Footprint". In einer sphärisch-ruhigen und ziemlich entspannten Auslegung der Komposition bot James Ford ein exquisites Vorstellungs-Solo. Werner Groisz' Alleingang war auch von jazziger Taktung geprägt und Martin Engelien servierte dem Publikum ein Bass-Solo der zurückhaltenden Art. In dieser Weise hatte man das Stück innerhalb von sechzehn Minuten quasi aus einer ganz anderen Herangehensweise als bei den letzten Auftritten beleuchtet.
- Martin Engelien (bass)
- Mél Germain (vocals)
- James Ford (guitar)
- Werner Groisz (drums, percussion)
Martin Engelien verzierte seine Alleingänge durch melodische Saitenläufe, funky Slapping, Wah Wah-Pedal-Fantasien sowie feinsten Sound-Effekte. Der Go Music-Gründer sorgte bei den Uptempo-Stücken gemeinsam mit Werner Groisz für Drive und in den ruhigeren Phasen für dezente Begleitung, bei der der Schlagzeuger auch die Jazzbesen einsetzte.
Bei einem Martin Engelien-Solo versammelten sich die anderen drei Go Music-Mitglieder in einer Reihe auf der linken Bühnenseite und hatte, genauso wie das Publikum, richtigen Spaß an der Action des Bassisten. James Ford zückte sein Handy und machte davon ein Video.
Es ging richtig rund.
Martin Engelien sowie James Ford aktivierten zeitgleich die von Pete Townshend bekannte Windmühlen-Rotation und nicht nur einmal trafen sich die beiden Saiten-Experten zum gemeinschaftlichen Jammen.
"(Sittin' On) The Dock Of The Bay" von Otis Redding war die Basis für Stefan Gwildis' deutschsprachige Version mit dem Titel "Mitten vorm Dock Nr. 10".
Neben Rock, Funk und Soul machte die Combo jetzt auch einen Ausflug in die Gefilde des Reggae. Super! Highlight!
Mél Germain. Eine gewaltige Stimme. Einfühlsam und expressiv. Eine Performance voller Emotionen. Mél Germain konnte durch Soul, Funk sowie Rock voll und ganz überzeugen.
Mimik und Körpersprache verschärften diesen Eindruck und auch sie traf sich mit dem Bassist zu Seite an Seite-Aktionen. Die Sängerin brillierte ein ums andere Mal durch den aus dem Jazz bekannten Scat-Gesang und Martin Engelien übersetzte ihre diversen, ganz unterschiedlichen vokalen Improvisationen, in tiefe Töne, ebenfalls Jazz-Metrik.
Bei "Paris Ooh La La" brachte sie den Kemp Inn-Publikums-Chor ins Spiel und in "Why Do You Lie?" sorgte die Frontfrau durch ihre Rock-Röhre für Begeisterung und Applaus.
Mél Germain sang so, als wären die Lyrics nur für sie geschrieben worden. Ihre beeindruckende Stimme verursachte die eine oder andere Gänsehaut. Authentizität pur!
Werner Groisz, der Schlagzeuger mit einer Vielzahl an infizierenden Beats und Grooves.
Die Intros zu vielen Songs und seinen mehreren Alleingänge waren rhythmische Faszinationen. Die Drumstick-Fahrten über Felle und Becken sorgten für große Freude bei den Anwesenden und auch ihn belohnte man mit reichlich Szeneapplaus für seine Taten. Beide Daumen hoch für einen Drummer der Extraklasse.
Extraklasse war auch der englische Gitarrist James Ford.
Ein Magier, ein Irrwisch auf seiner feuerroten Ibanez-E-Gitarre. Atemberaubend, mit welcher Kreativität er durch seine Finger-Akrobatik auf dem Fretboard aufhorchen ließ. Alle seine Soli verfügten über einen Wow-Effekt. Auch er bekam reichlich Szenenapplaus.
Es war nicht "Like The way I Do" von Melissa Etheridge, sondern ihre Komposition "Your Little Secret", die beim Publikum für Aufsehen sowie spitze Ohren sorgte. James Fords Rock-Riffs züngelten förmlich durch den Saal des Kemp Inn.
Bei einem cool interpretierten Lied von Buffalo Springfield integrierte der Gitarrist ein herrlich arrangiertes Jimi Hendrix-Statement.
Für die Zugabe ging es bei diesem einhundertvierunddreißig Minuten langen Gig zurück zu Pink. Die nachdenklich stimmende Ballade "Dear Mr. President" in einer Go Music-Band-Version sorgte für einen geradezu besinnlichen Abschluss des Gigs.
Durch die individuelle Klasse von James, Martin, Mél und Werner wurde auch diese Go Music zu einem tollen Konzert-Erlebnis.
RockTimes schließt sich dem Dank von Martin Engelien an Dominique Röwer (Sound) sowie Tyler Engelhardt für die Lightshow an.
Wir bedanken uns bei Christoph Wefers für den Platz auf der Gästeliste.
Am 28. Februar wird die Band Dreamer, ein Supertramp-Tribute, im Kemp Inn, Kempen, erwartet.
Für die Go Music im Februar wurden von Martin Engelien Gee-K, Simon Novsky und Thomas Lieven angekündigt.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Martin Engeliens Go Music im Januar 2026:
Mél Germain (vocals)
James Ford (guitar)
Martin Engelien (bass)
Werner Groisz (drums)

































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