Yagull, das ist ein Duo, bestehend aus der Pianistin Kana Kamitsubo und dem Gitarristen Sasha Markovic. Die Japanerin und der Serbe haben mit "Yuna" ihr drittes Album veröffentlicht. Im Gegensatz zu den Vorgängern sind die Beiden auf dieser Platte ganz allein, nur auf dem neunten Stück werden sie gesanglich von Ayumi Ueda unterstützt.
Das Ehepaar hat somit ein Album frei von allen 'Fremdgeräuschen', sprich: Mitmusikern, vorgelegt. Entstanden ist ein Quell der Ruhe, der zur Meditation anregen kann. Und so ist es eine Mischung aus Elementen der Klassik, der Weltmusik, ein wenig Jazz und dazu die Stimmung der New Age-Bewegung.
Stark ausgeprägt ist die Melodik, die Stimmung der Musik ist mithin als schön zu bezeichnen, da kann sogar ein Hit aus der Hard Rock-Szene nicht stören. Wie bereits auf dem Debüt-Album, hat man sich erneut des Klassikers von Black Sabbath aus 1973 angenommen, "Sabbath Bloody Sabbath". Und der beginnt dann auch noch mit Vogelgezwitscher. Kana bearbeitet ihr Piano, neben dem ganz weich gespielten Thema, ein wenig kraftvoller und nach etwas über zwei Minuten wird es im Tempo sogar etwas heftiger. Aber letztlich reiht sich der Song ein in den Gesamteindruck mit einem hohen Grad an Melancholie und verschieden gefärbten Emotionen.
Nun, wie zu lesen ist, gab es während der etwa zweijährigen Aufnahmezeit des Albums zwei Fehlgeburten für die Pianistin. Sicher wird sich diese Tragik ebenfalls in der Gestaltung der Musik ausgedrückt haben. Yuna, das sollte zudem der Name für das Kind gewesen sein.
Ayumi Ueda singt hier jedoch keinen Text, der sich darauf bezieht, sondern trägt lediglich wortlosen Background-Gesang bei, der aber stark in der Wirkung ist.
Ja, Schönheit ist es, die uns während der gesamten Laufzeit begleitet, aber nicht ohne uns – angesichts des hohen Melancholie-Faktors – auch einmal sehr nachdenklich werden zu lassen, das zu reflektieren, was sich beim Hören an so vielen Gefühlen öffnet. Das macht die Musik zu einem persönlich individuellen Album für jede einzelne Hörerin/jeden einzelnen Hörer. Spirituell, emotional, weich und warm, voller hoher Intensität, so können diese Klänge sehr stark berühren, wenn man es zulässt.
Line-up Yagull:
Sasha Markovic (guitar, mandolin)
Kana Kamitsubo (piano)
Ayumi Ueda (vocals – #9)
Tracklist "Yuna":
- Searching For The Moon (2:32)
- Dawn (4:13)
- Sabbath Bloody Sabbath (4:04)
- Muse (3:55)
- 101 (5:34)
- Fall Winter (2:53)
- Riverwas (3:39)
- Mori (Forest Song) (4:06)
- Yuna (4:17)
- Kiri (5:08)
- Searching For The Moon (Reprise) (0:45)
Gesamtspielzeit: 41:07, Erscheinungsjahr: 2018



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