Vielleicht findet man eine Erklärung für das doch etwas ungewöhnliche, herausfordernde Coverbild und die drei Fotos im Inneren des Digpaks von Ally Venables "Money & Power", wenn man sich einen Teil des Pressetextes zu Gemüte führt:
»[…] Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden. Erwartungen sind da, um ihnen zu trotzen. Gläserne Decken sind dazu da, um zerschmettert zu werden. Ally Venable […] fordert auf ihrem kämpferischen sechsten Album "Money & Power" mehr von beidem – für sich selbst, für Frauen auf der ganzen Welt und für alle anderen, die denken, sie seien es wert, einen Platz am Tisch zu bekommen. […] Geld und Macht regieren die Welt. Aber in den richtigen Händen kann die Musik genauso mächtig sein! […]«
Ally Vanable sagt: »[…] "Money & Power" ist ein starkes Statement, vor allem für Frauen. […] Alle Songs auf diesem Album handeln davon, was es wirklich bedeutet, eine Karft zu sein, mit der man rechenen muss. Ich möchte, dass diese Platte die Leute aufweckt. […]«
So beinhalten das Coverbild und die anderen Fotos aus meiner Sicht etwas von einer Art Kampfansage an die Welt der Männer.
Kann die amerikanische Künstlerin den großen Erfolg ihres Albums Real Gone, »[…] einem Album, das auf Platz 1 der Billboard Blues Charts landete […]«, wiederholen?
Zwölf Songs, in denen wir eine aufbegehrende Ally Venable erleben.
Wenn Ally Venable sagt, dass diese Platte die Leute aufwecken soll, dann sie ihr das bereits mit dem ersten Track "Brown Liquor" sehr gut gelungen. Zur Verschärfung der an sich schon aufgeheizten Stimmung sorgt Christone 'Kingfish' Ingram mit seinem Gitarren-Solo. Klasse!
Shemekia Copeland vervollständigt das Duo der Gäste. Sie erleben wir als Duett-Partnerin bei "Unbreakable". In dieser Nummer ist Power angesagt. Neben der Wah Wah-Pedal-Action ist es natürlich die bedeutende Shemekia Copeland, die mit ihrem gewohnt überragenden Gesang Stimmband-Feuer in den Track einbringt. Highlight!
Power fast allüberlall.
Auch im das Album abschließenden "Black Cat", einer Komposition von Janet Jackson und dem einzige Coversong auf der vorliegenden Platte. Voller Engergie, typisch Ally Venable, überzieht sie diesen Dance-Hit mit ihren ganz persönlichen Fantasien. Großformatig kommt uns dieses im Blues Rock verortete Nummer entgegen. Dafür sorgen in besonderer Weise die Horn-Section mit Trompeter Jason Grant und Jorion Dawson (Saxofon). Zwischendrin werden Ally Venables Vocals mit Effekten versehen oder sie benutzt Spoken Words und das Gitarren-Solo ist einfach zum Niederknien. Highlight! Trompeter und Saxofonist hören wir auch in "Maybe Someday". Kasse!
Möchte man etwas Tanzbares von der Protagonistin hören und sich dazu bewegen, dann wird "Stopper Back Papa" empfohlen. Die Kombination aus Funk, Blues Rock, federleichtem Reggae sowie eine Prise Psychedelic motiviert dazu, die Tanzfläche zu entern. Auf geht’s!
Über ein vom Rock’n’Roll infiziertes "Legends" folgt eine der herzerweichenden Ballade à la Ally Venable.
Den Song "Keep Me In Mind" wird man, bei einer leicht dynamischen Ausrichtung, definitiv im Gedächtnis behalten.
Tolle Ally Vanable-Stimme, klasse Chorgesang. "Stepping Stone" taucht noch ein wenig tiefer in den balladesken Modus ein und wird abermals überlagert von einem klasse Gitarren-Solo. Mit "Do You Cry" krönt Ally Venable ihre Lieder aus der Abteilung Balladen.
Der Titelsong "Money & Power" platzt vor lauter Power und einem hinlangenden Wah Wah-Pedal-Solo förmlich aus allen Nähten. Energie, Blues Rock zum Abfeiern. Das Stück lässt uns nicht allzu viel Zeit dazu, aber da gibt es ja noch ein "Heal Me" oder "Feel That Sting" mit einer vortrefflich gelungenen Mixtur aus Groove sowie Boogie.
"Money & Power" von Ally Venable ist beste Werbung für Blues & More.
"Money & Power" von Ally Venable wird bestimmt einen Preis bekommen.
Mit "Money & Power" fügt Ally Venable ihrer Karriere ein weiteres Highlight hinzu.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up Ally Venable:
Ally Venable (lead vocals, guitars, background vocals – #7,8)
Tom Hambridge (drums, percussion, background vocals – #3,5,10)
Isaac Pulido (drums, background vocals – #10)
EJ bedford (bass, keyboards, background vocals – #10)
Kenny Greenberg (guitars)
Rob Coreton (bass)
Luke Mosley (keyboards)
Tim Lauer (keyboards)
Rachel Hambridge (background vocals – #4)
Sarah Hambridge (background vocals – #4)
Jason Grant (trumpet – #2,12)
Jorion Dawson (saxophone – #2,12)
With:
Christone 'Kingfish' Ingram (guitar – #1)
Shemekia Copeland (vocals – #9)
Tracklist "Money & Power":
- Brown Liquor (feat. Christone 'Kingfish' Ingram)
- Maybe Someday
- Money & Power
- Do You Cry
- Heal Me
- Stopper Back Papa
- Legends
- Keep Me In Mind
- Unbreakable (feat. Shemekia Copeland)
- Stepping Stone
- Feel That Sting
- Black Cat
Gesamtspielzeit:44:44 , Erscheinungsjahr: 2025



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