Laut seiner Biografie stammt David Pfeffer aus Herten.
Im Alter von vierzehn Jahren schrieb er seinen ersten Song und nach der Gründung verschiedener lokaler Bands war er in seiner Indie-Formation Inpaticula tätig.
»[…] Mit Unterstützung seines Mentors Till Brönner gelang es David die zweite Staffel "X-Factor" zu gewinnen. […]«
Es folgte die Veröffentlichung des Debütalbums "I Mind".
2014 kam das Band-Album "Waking Life And Fading Pictures" auf den Markt und ein Jahr später wurde die EP "View" mit fünf Titeln abgeliefert. Dann gründete David Pfeffer sein eigenes Label mit dem Namen Escape Artists Records.
"Cinematic" hieß das nächste Album und schließlich wurde der Fokus der künstlerischen Arbeit etwas verlagert. »[…] Wie schon in früheren Jahrzehnten ist es nicht mehr Davids Ziel möglichst schnell ein ganzes Album zu machen, stattdessen gilt seine volle Konzentration jeder einzelnen Single. […]«
So konnte der Protagonist mit den Singles "Wait" sowie "Dance" in diversen Playlists, auch in Amerika, auf sich aufmerksam machen. Die beiden Singles findet man auch auf der vorliegenden Platte "Life In Pieces". Erweitert durch vier weitere Singles und sechs unveröffentlichten Nummern bringt es die Tracklist auf insgesamt zwölf Lieder.
In der Mitte dieser Liste befindet sich eine Komposition, mit der diese Rezension beginnen soll.
"With Every Heartbeat" ist eine von einer faszinierenden Pianobegleitung auf Flügel getragene nachdenklich-sinnliche Ballade, die die intensiv gesungenen Emotionen wie eine Lupe auf den Brennpunkt fixiert. Nach einer kurzen, sehr akzentuierten Klavier-Einleitung, steht David Pfeffers gehaltvoller Gesang raumfüllend im Spotlight. Bei zurückhaltender Begleitung ist es schon beeindruckend, mit welcher ausdrucksstarken Stimme der Künstler uns begeistert. Am Ende stehen Tasten-Töne, die einen an ein Wiegenlied erinnern. Super! Highlight!
Was bei "With Every Heartbeat" das Piano war, wird in "Dance" sozusagen von der E-Gitarre übernommen. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass es sich bei dieser Nummer – ganz wie es der Songtitel ausdrückt – um ein verdammt flottes Lied handelt, das bei dem rhythmisch-infizierenden Arrangement zu einem Tanzflächen-Füller wird. Klasse!
Die musikalische Palette von "Life In Pieces" ist groß.
So wird das von Tempo-Variationen geprägte "Can’t Let Go" zu einem weiteren Hinhörer. Großformatige Phasen kontrastieren mit sinnlichen Abschnitten und genau in dieser Kombination liegt die Anziehungskraft des Tracks. Darüber hinaus gefällt die sich hier und da in den Vordergrund schiebende akustische Gitarre sehr gut. Toll!
"King Of No One" ist quasi Melancholie pur. Herrlich, wie das Piano nicht nur zu Beginn eine fast schon mystische Stimmung kreiert. Wenn David Pfeffer dann noch über »[…] blood on your hands […]« , »[…] chasing the shadows […]« oder von »[…] ghosts […]« singt, dann reflektiert das musikalische Umfeld perfekt dieses Ambiente. Sich in den Track vertiefend, holt einen das unvermittelt einsetzende E-Gitarren-Solo auf feine Art wieder zurück in die Realität. Dieser Überraschungs-Faktor sitzt. Klasse!
Die Mischung, die Vielfalt, der Tiefgang oder die tollen Arrangements der einzelnen Songs machen "Life In Pieces" zu einer wunderschönen Reise durch verschiedene Emotionen, die in der Sprache der Seele zum Ausdruck gebracht werden. Hut ab, David Pfeffer!
Line-up David Pfeffer:
David Pfeffer
Benjamin Benson
Stefan Zepp
Felix Mannherz
Tracklist "Life In Pieces":
- Easy
- Dance
- Wait
- I Can’t Let Go
- Move On
- This Love
- With Every Heartbeat
- Rather Be
- Bad Love
- King Of No One
- So Bad
- Two Wrongs
Gesamtspielzeit: 40:51, Erscheinungsjahr: 2019



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