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Dennis Hormes & Friends – Konzertbericht, 23.01.2025, Butze by Falko, Tönisvorst

Es hat schon so etwas wie Tradition, dass Dennis Hormes & Friends in der Butze by Falko, Tönisvorst, ihre Aufwartung machen.
Bei einem fast immer identischen Line-up gab es bei den letzten Auftritten Änderungen bei der Person am Gesangs-Mikrofon.
Dieses Mal übernahm die Rolle des Sängers Sam Romdhane. Zwanzig Jahre steht der Künstler »[…] als Sänger, Moderator, Entertainer und Schauspieler auf den großen und kleinen Bühnen im In- und Ausland. […]«
Aus seiner Biografie geht hervor, dass Sam Romdhane mit den folgenden Leuten oder Bands die Bühne geteilt hat: Chris and Sam, Fabulous Music Factory, Limited Edition, FLR-Project, Kingsize – The Royal Class Of Cover, Unlimited – Die Partyband, Anna Maria Zimmermann, Capitol´s Late Night Band, CCS oder Gentleman D.
Den Keyboarder Daniel Sok bringt man in Verbindung mit Peter Schilling, David Garrett, Bonnie Tyler, Manfred Mann’s Earth Band, der Average White Band oder Luxuslärm.
Die Visitenkarte von Bassist Günter Asbek ist quasi randvoll, wenn man Namen wie zum Beispiel David Benoit, Gravity, Gloria Gaynor, James Blunt, Jeff Lorber, Jennifer Rush, Purple Schulz oder Oli P liest.
Nicht minder aktiv ist Schlagzeuger Dirk Sengotta, dessen Zusammenarbeit sich auch auf Anne Haigis, Roger Chapman, die Scorpions, Henrik Freischlader oder Jule Neigel bezieht.
Dennis Hormes bringt man unter anderem mit Bands/Künstlern wie The Boss Hoss, Sarah Connor, Fettes Brot, Roachford, Tom Beck, Hutch oder Mark Madlock in Verbindung.

Dennis Hormes & Friends im Januar 2025 in der Butze by Falko Tönisvorst

Dennis Hormes & Friends im Januar 2025 in der Butze by Falko Tönisvorst

Zum weit über eineinhalbstündigen, sehr gut besuchten, Dennis Hormes & Friends-Konzert in der Butze by Falko, Tönisvorst, lässt sich das Folgende berichten: Dieses Konzert war eine musikalische Laudatio an die Rock-Musik.
Die ausgewählten Songs und deren Interpretation zauberten ein ums andere Mal ein Lächeln in die Gesichter der Leute vor der Bühne.
Die Musiker, insbesondre Dennis Hormes, zündeten ein Feuerwerk nach dem anderen, um aber auch während des Auftritts ein Augenmerk auf ruhigere Momente zu werfen.

Die Reise kam einem oft so vor wie ein Rock-Express, der sich kaum aufhalten ließ.
Sam Romdhane fühlte sich sichtlich wohl in der Rolle des Frontmannes. Stimmgewaltig und sensibel war er viel auf der Bühne unterwegs und motivierte die Anwesenden oft zum Mitsingen. Der Butze by Falko-Chor hatte Klasse. Sam Romdhane begeisterte durch eine Stimme, die für den Rock wie gemacht war und er konnte ebenfalls in den höchsten Tonlagen voll überzeugen. Darüber hinaus unterstützten Mimik und Körpersprache die von ihm toll gesungen Lyrics.

Dennis Hormes' Soli waren pure Emotionen aus exquisiten Fretboard-Fahrten der mehr oder weniger urgewaltigen und höchst feinfühligen Art.
Er konnte das Publikum begeistern und erhielt viel Szenenapplaus. Auf dem Griffbrett seiner Gibson Les Paul ereignete sich ungemein viel, manchmal so Erstaunliches, ja, Unglaubliches, dass einem der Mund oftmals offen stand. Entfesselte Flinkfinger-Fahrten waren atemberaubend und man kam sich vor wie in einem sich in Höchstgeschwindigkeit drehenden Kettenkarussell. Seine Alleingänge waren besondere Anziehungspunkte, hatten die Wirkung eines Magneten. Unbezahlbare Minuten der Freude. Super!

Natürlich war dieser Gig keine One-Man-Show. Keyboarder Daniel Sok changierte bei seinen Beiträgen bei den Balladen zwischen wunderschön sphärisch arrangierten Tonfolgen und wenn es flott abging mit fantasievollen Kreationen in seinen Soli. Ebenfalls bot sich die Gelegenheit für ihn, sich mit jazzigen Einschüben wie auch tollen Piano-Passagen in die Herzen des Publikums zu spielen.

Selbstredend bot alleine schon die Kollektion der Songs eine Auswahl, die beim Publikum bestens ankam. So fand man Gefallen an Liedern wie unter anderem "Roxanne" von The Police, Doobie Brothers' "Without Love", "Crazy" (Gnarls Barkley), "Hold The Line" von Toto, "Mustang Sally", bekannt durch Wilson Pickett, "Geh davon aus" (Söhne Mannheims), Kings Of Leons "Sex On Fire" oder "Here I Go Again" von Whitesnake.

Für manche Nummern schulterte Sam Romdhane eine akustische Gitarre und verlieh diversen Tracks so eine besonders feurige Note.
Natürlich war er als Sänger auf der Bühne über alle Maßen präsent und präsentierte sich als ein Künstler, der über sehr viel Erfahrung verfügte. Das zeigte sich ganz besonders durch seine Körpersprache sowie Mimik. Oft hatte man den Eindruck, als wären einige Lieder ganz für ihn persönlich geschrieben worden. Beim jazzig-swingenden, groovenden und mit vielen Latin-Bezügen versehenen "Come Closer" glänzte Sam Romdhane durch eine klasse Vocal-Improvisation.
In der Journey-Power-Ballade "Don’t Stop Believin'" sorgte er mit seiner Stimme zum wiederholten Mal für eine Gänsehaut. Bei "Always" von Bon Jovi gingen die Emotionen ganz steil und das Stück endete in einer ganz dezent begleiteten Gesangseinlage, fast a cappella.

Selbstredend setzten sich Bassmann Günter Asbek und Dirk Sengotta (Schlagzeug) nicht nur durch ihre Alleingänge gekonnt in Szene. Beste Stimmung herrschte beim Publikum als Günter Asbek bei "Crazy" ein knackig-geslapptes Solo offerierte und "Mustang Sally", gemeinsam mit Dennis Hormes, den Funk verpasste.
Ein Schlagzeug-Solo sorgt immer für Begeisterung. Dirk Sengotta trommelte wie der Teufel und erhielt dafür Szenenapplaus. Mit seinen Beats und Grooves sorgte er für ordentlichen Dampf im Kessel des Rock.

Ohne eine lautstark geforderte Zugabe ließ man das Quintett nicht gehen. Zum Power-Groove von Dirk Sengotta, einem letzten Einsatz vom Publikums-Chor und einem faszinierenden Dennis Hormes-Solo rundete "She’s A Maniac" die ausgelassene Partystimmung ab.
Es war ein großartiges Dennis Hormes & Friends-Konzert.
Ein Dank geht an Alex für den klasse Sound und die tolle Lightshow.

RockTimes bedankt sich bei Christoph Wefers für den Platz auf der Gästeliste.
Es gibt bereits Ankündigungen für die Februar- sowie März-Konzerte von Dennis Hormes & Friends. Im Februar wird Rene Pütz Gast sein und im März wird Svenja Schmidt erwartet.
Am 03. Februar wird Martin Engelien mit seiner Go Music in der Butze by Falko spielen.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Live-Musik.

Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2025 | Joachim Brookes | RockTimes


Line-up Dennis Hormes & Friends im Januar 2025:

Sam Romdhane (lead vocals, acoustic guitar)
Dennis Hormes (guitar, backing vocals)
Daniel Sok (keyboards)
Günter Asbek (bass, backing vocals)
Dirk Sengotta (drums)

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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