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Dudley Taft / The Speed Of Life – CD-Review

Dudley Taft - "The Speed Of Life" - CD-Review

Wenn man dem aus Washington D.C. stammenden Amerikaner Dudley Taft etwas lassen muss, dann dass er ein konstanter und zuverlässiger Arbeiter ist, der mit schöner Regelmäßigkeit seine Alben veröffentlicht. Angefangen mit seinem ersten Soloausflug im Jahr 1991 tauchen diese – abgesehen von einer längeren Pause zwischen 1998 bis 2005 – pünktlich wie die Maurer alle zwei bis drei Jahre auf dem Markt auf. Im Hause RockTimes haben sich bereits fünf, teilweise ehemalige, Redakteure mit den Scheiben des Gitarristen befasst, was in der Regel zu guten, wenn auch nicht immer überschwänglichen Bewertungen führte. So meldet sich Dudley Taft 2025 also mit "The Speed Of Life" zurück, wofür er außer dem bereits den Großteil des Vorgänger-Albums eingetrommelt habenden Nick Owsianka sowie mit Ashley Charmae für die Gesangs-Harmonien mit ganz neuer Mannschaft angetreten ist.

So ist hier Bennett Holland an den Tasten unterwegs, während David Marks den Bass übernommen und die bereits erwähnte Ashley Charmae Unterstützung durch Gina McCann erhalten hat. Um gleich mal mit der Tür ins Haus zu fallen, verfügt "The Speed Of Life" über eine positive Ausstrahlung, hat hohen Unterhaltungswert und einige sehr starke Songs zu bieten. Und die Platte kommt sogar so gut, dass der Rezensent sie bereits nach wenigen Durchläufen in seiner persönlichen Rangliste höher als die beiden letzten Werke Cosmic Radio sowie Guitar Kingdom bewertet. Nicht, dass der gute Dudley mit seiner Mischung aus Rock und Blues Rock irgendwas verlernt hätte oder großartig anders macht: es sind schlicht und ergreifend die Songs, die den Verfasser dieser Zeilen überzeugen. Die Aufnahmen entstanden zum Teil in der Tschechischen Republik und teilweise in Tafts Heimat Cincinnati, Ohio.

Wie bereits angedeutet, bewegt sich der Amerikaner weiterhin in den musikalischen Gefilden Rock und Blues Rock, in denen er sich offensichtlich am wohlsten fühlt. Wobei neben den rockigeren Stücken vor allem auch Tracks der ruhigeren Marke wie etwa "Topaz Blue" oder "The Traveler" ganz kräftig punkten können. Natürlich hört man bei dem guten Dudley auch die Einflüsse früherer, diesen Planeten längst verlassen habender Gitarren-Götter heraus, was die Qualität der Songs jedoch nicht mindert. Der Musiker hat eine feine Ausgewogenheit zwischen fetzigeren und langsameren Stücken am Start, wobei die Rocker dann doch eine etwa Zweidrittel-Mehrheit für sich verbuchen können.

Nobody is perfect und so ist es nach wie vor so, dass der Gesang des Amerikaners mit seinem Gitarrenspiel nicht ganz mithalten kann. Geht aber trotzdem durch, da die Lead Vocals lediglich bei ein paar wenigen Stücken etwas zu dünn rüberkommen. Nebenbei bemerkt sei noch, dass "The Speed Of Life" auch auf Vinyl erschienen ist. Auf dem ’schwarzen Gold' fehlen – wahrscheinlich der Optimierung der Sound-Qualität geschuldet – die beiden Tracks "Pretty Little Thing" sowie "Same Mistakes". Eigentlich schade, denn speziell die letztgenannte Nummer ist einer der Favoriten des Rezensenten. Und als Fazit kann man festhalten, dass Dudley Taft hier seine stärkste Scheibe seit Jahren abgeliefert hat. Wer Anspieltipps braucht oder möchte, dem seien "Set Me On Fire", "Miles And Miles To Go", "Same Mistakes" oder auch "Into The Blue" ans Herz gelegt. Im Inlet sind dazu alle Texte beigefügt.


Line-up Dudley Taft:

Dudley Taft (guitars, lead & background vocals)
Nick Owsianka (drums)
Dave Marks (bass, percussion, keyboards)
Bennett Holland (keyboards)
Ashley Charmae (background vocals)
Gina McCann (background vocals)

Tracklist "The Speed Of Life":

  1. Wanted Man
  2. Miles And Miles To Go
  3. Work It Out
  4. Burn It Down
  5. Set Me On Fire
  6. Pretty Little Thing (CD only)
  7. Topaz Blue
  8. Same Mistakes (CD only)
  9. No Yesterday
  10. The Traveler
  11. Into The Blue
  12. No Time Left (Long Live The King)

Gesamtspielzeit: 45:25, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Markus Kerren

Hauptgenres: Roots Rock, Classic Rock, Country Rock, Americana, Heavy Rock, Singer/Songwriter
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Mail: markus(at)rocktimes.de

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