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Ledfoot / Plain Simple Honesty – CD-Review

Wie aus den Informationen bei Mosaik Music Promotion hervor geht, ist Ledfoot »[…] der amerikanische Singer-Songwriter Tim Scott McConnell […]«.
"Plain Simple Honesty" ist »[…] sein siebtes Soloalbum und […]« er »[…] bleibt dabei seinem Ruf als kompromisslos ehrlicher Geschichtenerzähler treu. Bekannt wurde er durch zusammenarbeiten mit Legenden wie Bruce Springsteen und Sheena Easton.[…] Enstanden ist das Album im Studio von Ronni Le TekroStrich im norwegischen Eina, gemeinsam produziert mit Markus O. Klyve und Kjartan Hesthagen. […] In den Songs geht es um die Schattenseiten des Lebens, um Enttäuschung, Wut, Hoffnung  und immer wieder um das Durchhalten. […]«
Die zehn Eigenkompositionen bringen es auf eine Gesamtspielzeit von gut über vierunddreißig Minuten.
Markus O. Klyve hat das Album nicht nur mit Tim Scott McConnell produziert, sondern bringt sich mit Keyboards, Percussion sowie Backing Vocals ein.

Tim Scott McConnell aka Ledfoot ist ein Geschichtenerzähler par excellence.
Wo es Schatten gibt, gibt es auch Licht.
Wenn es um die im Zitat genannten Gefühle ( »[…] Enttäuschung, Wut […]«) des menschlichen Lebens geht, legt sich das Zwielicht auf die Seele.
»[…] Hoffnung […]« drückt die Seite der Zuversicht, des Lichtes aus.
Ledfoots Themen passen in unsere heutige Welt, auch wenn sie in einer gewissen History verankert sind. Herzschmerz und weitere Widrigkeiten, Schwankungen des Lebens hat es auch schon früher gegeben.
Allerdings zeugt es von einem fantasievollen Ideenreichtum, mit dem der Künstler uns mit seiner musikalischen Ausdrucksweise begegnet.

Die Vielschichtigkeit und der Tiefgang der Emotionen sowie der Musik ist faszinierend.
In Inszenierung der Gefühle, gesungen mit einer eindringlich-rauen Stimme von Tim Scott McConnell, der in Markus O. Klyve einen kongenialen Partner hat, spiegelt sich ebenfalls in der Instrumentierung der zehn Tracks wider.

Der Protagonist fokussiert sich nicht auf ein Genre.
Um seine gehaltvollen Texte umzusetzen kreiert er eine Melange aus Singer/Songwriter, Roots, Americana und Blues.
Öfter klingen die Gitarren-Sounds so, als setzte der Musiker auch das Bottleneck ein, um klasse Slide-Klänge zu erzeugen.
Die Atmosphäre der Lieder mäandern zwischen relativ großen Formaten und einer sehr zu Herzen gehende Persönlichkeit, Intimität.

Es gibt viele Nummern, die sich um begehrte Highlight-Plätze konkurrieren.
Natürlich ist es stets eine sehr ziemlich individuelle Sache, seine Lieblingssongs zu finden.
So gehört aus meiner Sicht definitiv "Burning Blue" mit seiner großartig gesungenen Geschichte einer Liebesbeziehung zu einer Frau, die durch einen anderen Mann durchkreuzt wird, dazu. Aus einer verdammt relaxten Stimmung mit einem klasse Groove (auch durch Fingerschnippen arrangiert), geht es musikalisch wie auch gesanglich den Berg der Wut hinauf. Diese Nummer fordert geradezu die Repeattaste.
Gleich danach hellt sich die Atmosphäre auf. Die Wolken haben sich verzogen und "Crystal River" verortet man in der fröhlichen Abteilung. Sehr gelungen, dieser Stimmungswechsel.

Über ein rockiges "Hey Ho" ausgestattet mit einem phasenweise in Effekte eingebetteten Gesang und einem teilweise abermals mit Slide-Sounds versehenen "Hard Times" hakt sich der Anker der Begeisterung wieder bei "The Devil’s Game" fest. Ein klasse Track mit eine persönlichen Blick auf den Blues.

"Plain Simple Honesty" von Tim Scott McConnell aka Ledfoot verfügt über eine tolle Mischung aus rauen Ecken und feingeschliffenen Kanten.
"Plain Simple Honesty" von Tim Scott McConnell aka Ledfoot ist ein Album, das man gewiss nicht so schnell beiseite legt.


Line-up Ledfoot:

Tim Scott McConnell (vocals, 12-string guitars, 8-string baritone guitar, bass, banjo, percussion, backing vocals)
Markus O. Klyve (keyboards, percussion, backing vocals)

Tracklist "Plain Simple Honesty":

  1. All You Ever Had
  2. Plain Simple Honesty
  3. My Empty Heart
  4. Burning Blue
  5. Crystal River
  6. Hey Ho
  7. Hard Times
  8. The Devil’s Game
  9. Alone Again
  10. The Way Of Man

Gesamtspielzeit: 34:24, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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