Die vier Frauen von MaidaVale sind auf dem Weg immer weiter nach oben.
Noisolution schreibt zur Band sowie dem Album "Sun Dog" unter anderem: »[…] Die schwedischen MaidaVale […] kommen im Februar und März auf ausführliche Europa Tour und präsentieren ihr drittes Album "Sun Dog", noch einmal mit einem Non-Album Track. Gegründet in Fårösund auf der schwedischen Ostseeinsel Gotland im Jahr 2012, teilten sie die Vorliebe für 60s und 70s Psychedelic Rock und legten den Grundstein für die Band. Nach und nach kamen weitere Einflüsse dazu und die Vier ließen Neo-Psychedelia und Krautrock, Post-Punk, Funkadelia und nordafrikanischen Blues mit einfließen. […] Auf ihrem dritten Album "Sun Dog" arbeiteten sie nun mit dem Produzenten Kalle Gustafsson Jerneholm (The Soundtrack of Our Lives) und György Barocsai. Sie malen mit einer größeren Farbpalette und tauchen mehr denn je in ihre eigene Welt des Neo-Psychedelia ein. Passend dazu sind die Gäste auf dem aktuellen Album Tinariwens Said Ag Ayad und John Agnello, der durch seine Mitarbeit bei Kurt Vile und den Black Angels bekannt ist. […]«
Aus den Informationen wird deutlich, dass es sich bei "Sun Dog" um ein »[…] Re-Release […]« handelt.
Ganz allgemein ist die Variations-Breite des Psychedelic Rock groß.
Innerhalb dieses Genres macht die Combo MaidaVale sozusagen ihr eigenes Ding.
Dabei haben die vier Frauen wohl lange und erfolgreich an ihrer persönlichen Auslegung, Interpretation des Stils gefeilt und sehr gelungen innerhalb der neun Songs auf dem vorliegenden Album umgesetzt.
Hier wird der Psychedelic Rock in einer herrlichen Auslage dargeboten. Die Leute vor den Lautsprechern fallen beim Hören definitiv nicht in ein tiefes Loch der Langeweile. Nicht einmal andeutungsweise kommt man in die Nähe der Tristesse.
Wenn dann obendrein der Gast Said Ag Ayad den Sound der Songs mit Djembe sowie Calabash verfeinert, dann weiß man, welche Richtung die musikalische Reise des Quartetts auch noch nimmt.
Da braucht es nur die beiden beeindruckenden ersten Nummern, um zu erleben, dass die Psychedelic weit gefächert ist. "Faces (Where Is Life)" strotzt vor psychedelischem Funk und bei "Fools" stehen die Percussion-Klänge geradezu im Vordergrund und treiben den Track, neben einem klasse Drumming von Johanna Hansson, richtig gut nach vorne. Die Breaks zu einer Entspanntheit sind toll. Gitarristin Sofia Ström ist auf ihrem Sechssaiter bemerkenswert gut unterwegs und gerade im letztgenannten Lied verschärft sie nicht nur die Psychedelic durch Wah Wah-Pedal-Sounds sondern auch durch eine fernöstliche Stimmung. Highlight! Dazu zählt definitiv auch "Wide Smile, All Is Fine".
Das Gitarren-Spektrum einer Sofia Ström ist genauso hochklassig, wie die MaidaVale-Psychedelic.
Engeln gleich singt Matilda Roth "Pretty Places", eine schwebend-sphärische Nummer, in der sich verdeutlicht, wie stark das Bassspiel von Linn Johannesson ist. Gemeinsam mit Schlagzeugerin Johanna Hansson haben sie einen gewichtigen Anteil an den Liedern.
In ihrer Muttersprache singt Matilda Roth "Alla Dagar" und jetzt gleitet sich MaidaVale in eine tranceartige Atmosphäre. Herrlich, wie dazu die E-Gitarre eine starke Bindung zur Melodie eingeht.
Ganz allgemein bereichern Keyboards den Sound der Band und das dynamisch rockende "Vultures" zeigt uns, wie vielseitig Matilda Roth ihre Stimme den jeweiligen Stimmungen anpassen kann. Gerade der letzte Track des Albums macht deutlich, dass sich das Quartett auch bei einer Jam so richtig wohlfühlt. Highlight!
Die faszinierende Psychedelic-Performance von MaidaVale auf "Sun Dog" lässt sich treffend mit dem Songtitel "Wide Smile, All Is Fine" zusammenfassen.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up MaidaVale:
Sofia Ström (guitar)
Matilda Roth (vocals)
Linn Johannesson (bass)
Johanna Hansson (drums)
Additional Musicians:
Said Ag Ayad (djembe, calabash)
Alexander Göransson (hand drums, shakers)
Tracklist "Sun Dog":
- Faces (Where Is Life)
- Fools
- Give Me Your Attention
- Daybreak
- Wide Smile, All Is Fine
- Contral
- Pretty Places
- Alla Dagar
- Vultures
Gesamtspielzeit: 33:44, Erscheinungsjahr: 2024



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