Am 11. Januar 2025 gastierte Martin Engeliens Go Music im Buena Ressa Music Club, Rees.
Samuel C. Lees ist ein »[…] neues Mitglied der Go Music Familie. Der britische Gitarrenvirtuose hat in seiner über 30-jährigen Karriere die Bühne mit Musikgrößen wie Joe Bonamassa, Yngwie Malmsteen und Robin Trower geteilt. […]«
Über Jeannette Marchewka erfahren wir aus dem Go Music-Newsletter für Januar 2025 auch:
»[…] Mit einer beeindruckenden Karriere, die bereits in ihrer Kindheit begann, ist die Sängerin auf internationalen Bühnen zu Hause. Ob mit dem Lingua Mortis Orchestra auf dem Wacken Open Air oder als Sängerin der Band Almanac – Jeannette begeistert mit ihrer kraftvollen Stimme und Bühnenpräsenz. […]«
Der griechische Schlagzeuger Zacky Tsoukas blickt auf einen Werdegang zurück, der »[…] von weltweiten Tourneen bis hin zu Kollaborationen mit Künstlern wie Al Bano Carrisi und Helmut Zerlett reicht […]«
Den Go Music-Gründer und Bassist Martin Engelien bringt man unter anderem in Verbindung mit Klaus Lage, Albert Mangelsdorff, Blug, Granfelt & Engelien, Vanesa Harbek beziehungsweise Jan Bierther.
Zum einhundertfünfzigminütigen Go Music-Konzert im Buena Ressa Music Club in Rees lässt sich das Folgende berichten: Das Tour-Motto »[…] Live-Musik auf höchstem Niveau […]« unterstrich diesen Auftritt von Martin Engelien, Jeannette Marchewka, Samuel C Lees sowie Zacky Tsoukas doppelt und dreifach.
Was dieses Quartett an Improvisationen, musikalischen Höhepunkten bot, machte den Gig im sehr gut besuchten Bueana Ressa Music Club zu einer wahren Party. Die Leute vor der Bühne klatschen bei vielen Liedern nicht nur rhythmisch mit, sondern spendierten auch reichlich Applaus für die Höchstleistungen am Mikrofon, auf der Gitarre, den dicken Basssaiten und am Schlagzeug.
Hinzu kam eine geradezu exquisite Auswahl an Songs. Die Sause begann mit dem instrumentalen Opener "Peace, Love & Empathy". Bei diesem Lied befanden sich die drei Herren auf einer sehr rockigen Auslage, die Samuel C Lees zunächst durch einen sanften Einstieg in seinem Vorstellungs-Solo kontrastierte. Allerdings entwickelte er einen Saiten-Lauf, der immer mehr an Dynamik bekam und schließlich in einer tollen Flinkefinger-Action endete. Zacky Tsoukas bot bei seinem ersten Alleingang sozusagen eine Vorspeise auf das, was er dem Publikum im weiteren Verlauf des Gigs noch präsentieren würde. Martin Engelien war mit seinem Wah Wah-Pedal-Einsatz sehr melodisch und auch psychedelisch unterwegs. Die Eröffnung des Konzerts war ein Volltreffer.
- Martin Engelien (bass, backing vocals)
- Samuel C Lees (guitar)
- Jeannette Marchewka (voclas)
- Zacky Tsoukas (drums)
Weiter ging es dann mit Jeannette Marchewka und dem Lied "Bette Davis Eyes", einem Hit für Kim Carnes.
Welch eine intensive Stimme. Die Sängerin verkörperte die Texte dieses und alle weiteren Titel des Gigs, als wären die Stücke für sie geschrieben worden.
Danach servierte Martin Engelien zunächst ein Bass-Intro der sparsamen Art. Dann wurde er spendabler und schon war klar, dass die Party mit "No Roots" von Alice Merton weiter ging. Anlass zum Tanzen bot dann auch Meredith Brooks' Lied "Bitch". Schon vorher band die Go Music-Combo das Bueana Ressa Music Club-Publikum mit ein und im Chor wurde kräftig mitgesungen. Da brauchte es ab und an gar keine Aufforderung, denn der Chor der Gäste sang spontan mit.
Zu einem weiteren Höhepunkt kam es, als es in "Long Train Running" von den Doobie Brothers zu einer außergewöhnlichen Frage-Antwort-Einlage von Martin Engelien sowie Zacky Tsoukas kam. Hammer, wie der Schlagzeuger die Vorlagen des Bassisten in vorzügliche Rhythmik umsetzte. Dieser Track mündete schließlich in ein wahrlich furioses Ende. Freude auf beiden Seiten und beim Publikum. Toll!
Und abermals trat der Bueana Ressa Music Club-Chor in Aktion. Auch Kings Of Leons "Sex On Fire" war prädestiniert dafür, mitzusingen. Auf der Bühne boten alle vier Personen ganz besondere Soli, die Martin Engelien als Vorganbe unter das Motto 'Sex' stellte. So zeigte sich Samuel C Lees von seiner sanft-verspielten Art und der Schlagzeuger überraschte wohl alle Anwesenden mit höchstens drei oder vier Trommelschlägen. Also ein Shorty. Jeannette Marchewka improvisierte über der Melodie des Songs. Ein Burner zum Start in den zweiten Teil des aufsehenerregenden Gigs.
Alleine das Bass-Gitarren-Intro erzeugte Gänsehaut.
Die tolle Stimmung beim Publikum ließ keinen Deut nach. "Black Velvet" von Alannah Myles machte die Runde in der Location und brachte den nächsten Höhepunkt zutage.
Kaum waren die letzten Töne des Hits verklungen, kündigte Martin Engelien einen weiteren Song mit 'black' im Titel an. Bevor es allerdings dazu kam, bat er das Publikum darum, einfach Liedertitel reinzurufen, die 'black' im Namen hatten. Los ging es mit "Black Night" und diese Nummer von Deep Purple wurde kurz angespielt. In ähnlichen Kurzversionen folgten "Paint It Black" (The Rolling Stones), "Black Magic Woman" von Fleetwood Mac, dem Santana-Klassiker und schließlich "Black Betty", im Original von Ram Jam. Wow!
Dann stieg man in "Black And White" ein. Zum Jeannette Marchewka-Rap folgte ein Zacky Tsoukas-Solo in Höchstgeschwindigkeit, garniert mit Flinkefinger-Intermezzi seitens Samuel C Lees. Es folgte ein Wahnsinns-Drum-Solo. Format XXL. Versehen mit viel Cowbell-Klängen wurde das Schlagzeug zu einem Percussion-Instrument. Zacky Tsoukas trommelte mit den Händen. Die Double Bass donnerte in die Magengrube. Der Drummer jonglierte mit den Stick und im Stehen bog er ein Becken und kreierte so ganz ungewöhnliche Sounds. Ein Hammer, was Zacky Tsoukas bot. Tosender Beifall. Die Atmospäre war elektrisiert. Die Stimmung brodelte.
Dann wurde es nachdenklich, denn "Like The Way I Do" widmete man Egon Schottek (1955-2024), selbst Musiker und Gründungsmitglied des Buena Ressa Music Clubs, dem »[…] Wohnzimmer der handgemachten Musik […]«.
Samuel C Lees sowie Martin Engelien trafen sich zum gemeinsamen einarmigen Tapping auf sechs beziehungsweise vier Saiten. Der Gitarrist kürte seine vielen Soli mit einem XXL-Alleingang. Dieser Musiker konnte mit seinen Höhenflügen und geerdeten Klängen begeistern. Sein Arbeitsgerät hinter dem Kopf spielend, stattete er dem Publikum einen Besuch ab. Jeannette Marchewkas vokale Improvisation war klasse und schließlich wurde man Zeuge, wie das Lied als Reggae klang.
Tosender Applaus und Rufe nach einer Zugabe brachte die Combo wieder auf die Bühne und den Schluss bildete "I Was Made For Lovin' You" von Kiss.
Diese Go Music war eine musikalische Botschaft, eine Gala, ein Event, das keine Wünsche offen ließ.
Randbemerkung: Samuel C Lees wird in Bälde bei einer Band-Legende, die bereits beim Woodstock-Festival auftrat, also schon auf eine sehr lange Karriere zurückblicken kann, als Gitarrist einsteigen.
RockTimes schließt sich dem Dank von Martin Engelien an Knut (Sound) sowie Norbert (Bühnenlicht) und alle fleißigen Bedienungen an. Eingeschlossen der Leute an der Kasse. Als Mitglieder des Vereins sind alle ehrenamtlich tätig.
Wir bedanken uns bei Ralf Praest für den Platz auf der Gästeliste.
Der Buena Ressa Music Club gibt auch lokal-regionalen Bands eine Plattform. Am 25. Januar wird Green Carpet (»[…] aus Kranenburg / Kleve / Rees / Nimwegen und Sonsbeck […]«) in der Location spielen.
Für die Go Music im Februar werden Wolfgang Terne, Kai Weiner sowie Hanno Kerstan angekündigt.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Live-Musik.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2025 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Martin Engeliens Go Music im Januar 2025:
Martin Engelien (bass, backing vocals)
Samuel C Lees (guitar)
Jeannette Marchewka (vocals)
Zacky Tsoukas (drums, percussion)
































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