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Martin Engeliens Go Music- Konzertbericht, 31.01.2026, Buena Ressa Music Club, Rees

Am 31. Januar machte Martin Engeliens Go Music Station im Buena Ressa Music Club.
Der Go Music-Gründer Martin Engelien gastierte mit Sänger und Gitarrist Gee-K, Simon Novsky (Vocals, Keyboards) sowie Schlagzeuger Jochen Welle im beliebten Club in Rees.
Aus dem Go Music-Newsletter:
Gee-K »[…] gilt als einer der letzten echten Funker Europas – und als Geheimtipp der Schweizer Musikszene: Gee K. bringt Funk in seiner ursprünglichsten Form auf die Bühne.
Mit Simon Novsky steht ein Künstler auf der Bühne, der Soul nicht interpretiert, sondern atmet. In Moskau geboren, in Deutschland zu Hause, bewegt er sich mühelos zwischen Soul, Jazz und Gospel. Als Sänger, Pianist, Arrangeur und Produzent ist er international gefragt. 2016 wurde er mit einem Grammy für seine Arrangements auf dem Kirk-Franklin-Album "Losing My Religion" ausgezeichnet.
Mastermind dieser Reise ist einmal mehr Martin Engelien – Bass-Legende, musikalischer Visionär und Missionar der echten Live-Musik. Seit fast drei Jahrzehnten steht sein Name für ein einzigartiges Konzertkonzept: internationale Spitzenmusiker treffen sich ohne Netz und doppelten Boden, ohne Proben, ohne Sicherheitsleine […]«
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Zu Jochen Welle lesen wir in einem älteren RockTimes-Konzertbericht:
»[…] Jochen Welle, für sein feinfühliges Spiel gerühmt, ist langjähriger Drummer der Gregor Hilden Band, mit der er überwiegend amerikanische Stars der Soul und Rhythm’n Blues-Szene begleitet, wie z.B. Johnny Rogers, Deborah Woodson oder auch Harriet Lewis. […]«

Martin Engeliens Go Music 2026 im Bueana Ress Music Club

Martin Engeliens Go Music 2026 im Bueana Ress Music Club

Mitsingen, tanzen, Party.
Eine Go Music als 08/15-Live-Musik zu bezeichnen, ist, im Zusammenhang mit der monatigen Konzertreise, die mittlerweile dreißig Jahre existiert, ein No-Go.
Für den Abend dieses Auftritts wählte man handverlesene Songs aus den Genre-Schwerpunkten Soul sowie Funk aus. Gewürzt wurden die Lieder durch individuell geprägte Improvisationen aus dem Jazz und Rock.

Schon der instrumentale "Footprint"-Opener mit seinen dreizehn Minuten hinterließ sehr positive Eindrücke beim Publikum.
Die Vorstellungsrunde der vier Musiker hatte es ohne Frage bereits in sich.
Beim fast immer lächenden Drummer Jochen Welle fiel nicht nur sein gelbes Schlagzeug auf. In sein Solo flossen Differenziertheit, Groove und Tempo. Klasse!
Simon Novsky gab einen Vorgeschmack auf kommende Alleingänge, denn er verfeinerte seine Tasten-Fahrt durch jazzige Töne. Gee-K ziselierte mal eben ein fein strukturiertes Solo und Martin Engelien ließ die dicken Saiten schnurren.

Martin Engelien beeindruckte die Zuhörerschaft durch vom Feinsten gestaltete Bass-Fantasien, die er mit viel Power an die Decke der Location schraubte. Ein ums andere Mal wurde er mit Szenenapplaus belohnt.
Mit seiner riesigen Portion Soul auf den Stimmbändern sang Simon Novsky die Huey Lewis-Nummer "Hip To Be Square" und Gee-Ks Solo auf seiner schwarzen Gibson hatte den Charakter eines rockig-leuchtenden Strahls, der geradezu in Lichtgeschwindigkeit durch den Club schoss.

Bei den Lead Vocals wechselten sich Simon Novsky sowie Gee-K ab. So war der Schweizer Musiker an der Reihe, als die Harry Styles-Funk-Nummer "Watermelon Sugar" gestartet wurde. Alleine durch ihre Stimmen unterschiedlicher Prägung sorgten die beiden Sänger für Aufsehen. Dazu später noch mehr.

Hoppla! Plötzlich wurde der Platz vor der Bühne zur Tanzfläche und man sah viele Leute nicht nur tanzen, sondern auch textsicher singen. Gemeinsam mit Gee-K machte der Buena Ressa-Publikums-Chor mit. Simon Novsky brachte sich mit einem furiosen Solo in Position und der Grammy-Gewinner war es dann, der Tears For Fears' New Wave-Hit "Everybody Wants To Rule The World" durch seinen Gesang in ein Soul-Stück verwandelte. Die soulige Stimme war es nicht nur, die Anlass zum Staunen gab, denn Simon Novsky sorgte mit seinem jazzigen Scat-Gesang, untermalt von Keyboard-Begleitung, für Präsenz. Dazu kam noch ein unwiderstehlicher Jochen Welle-Groove, der die Zahl der tanzenden Leute noch erhöhte. Party!

Jochen Welle, der bei diesem Gig für den verhinderten Thomas Lieven hinter dem Schlagzeug saß, hatte seinen nächsten Solo-Auftritt in "Disco Inferno" (The Trammps). Groovende Drum-Faszination hielt die Party weiter im Gang. In den Händen der Go Music-Leute eine Nummer mit Wow-Effekt. Mit seinem Scat-Gesang sowie tollem Tasten-Alleingang rückte Simon Novsky diesen Track abermals gekonnt in Richtung Jazz und Gee-K zeigte sich dem begeisterten Auditorium als Hard Rock-Gitarrist. Mit seinem ausdruckstarken Scat-Gesang faszinierte Simon Novsky mehr als nur einmal. Super!

Gee-K und seine Eigenkompositionen. Funk war angesagt als er "Super Woman" mit individuell geprägter Stimme sang und durch seinen E-Gitarren-Einsatz die Location abermals in einen Rock-Tempel verwandelte. Zum "Wow, Wow, Wow"-Track waren die beiden Protagonisten links und rechts auf der Bühne im feurigen Funk unterwegs. "Lose Control" eröffnete Simon Novsky mit einem Gänsehaut-Solo-Part und bezauberte die Anwesenden mit seiner Vorliebe für den, hier swingenden, Jazz. Der Sänger und Keyboarder veredelte dieses sowie andere Lieder in golden glänzendes Edelmetall.

Noch ein Hinhörer. Bei dem Pop-Lied "Ride Like The Wind" von Christopher Cross sangen Simon Novsky sowie Gee-K zu wunderschönen Piano-Klängen im Duett. Daft Punks "Get Lucky", abermals in hinreißendem Duett gesungen, hob die Combo auf ein noch höheres Funk-Level als das Original und bei The Commodores' "Brick House" glühte der Funk förmlich. Cool, wie Gee-K auf den sechs Saiten, neben seinem Solo furioso, Scratch-Sounds kreierte. Das Publikum war aus dem Häuschen.
Etwas Ruhe gönnten sich das Quartett und Publikum bei der durch den Keyboarder herrlich schwebenden Ausgabe Ballade von "Is This Love".

Noch Fragen zu Highlights? Bitte schön. Schon die ersten Gee-K-Töne gaben den Prince-Klassiker "Purple Rain" preis. Der Schweizer, ebenfalls gesanglicher Metall-Veredler, bekam Szenenapplaus für seine vokale Akrobatik. Abermals wurde der vielstimmige Publikums-Chor aktiv und bei dieser Nummer regnete es virtuell Konfetti von der Decke.

Zugabe. Schon wieder streckten sich die Härchen auf den Armen hoch als Simon Novsky Robbie Williams' "Angels" solo einleitete und dann mit Band glänzte. Nach einhundertfünfunddreißig Minuten Live-Musik endete ein weiteres Go Music-Highlight.

Spielfreude, Individualität, eine Vielfalt an Fantasien und eine handverlesene Song-Auswahl sorgten für allerbeste Laune beim Publikum, das als Chor ziemlich oft ins fröhliche Treiben eingebunden wurde. Dazu Gee-K: »[…] Wir nehmen euch mit auf Tour. […]«
Respekt und Hut ab für diese beeindruckende Performance, Gee-K, Jochen, Martin und Simon!
Ein Dank an Ulf Bierkämper für den klasse Sound.
Ein weiterer Dank geht an Iris, Marion, Andrea und Karin für die stets aufmerksame und freundliche Bedingung sowie an das Team an der Kasse, die alle ehrenamtlich tätig sind.

RockTimes bedankt sich bei Ralf Praest für den Platz auf der Gästeliste.
Am 20. Februar wird Too Funky im Buena Ressa Music Club erwartet.
Auch wenn im März nicht im Buena Ressa Music Club vertreten, darf an dieser Stelle auf die nächste Go Music mit Sängerin Jeannette Marchewka (Deeva, Almanac), Gitarrist/Sänger Steffen Brückner (Mrs. Greenbird), Schlagzeuger Udo Dahmen (Achim Reichel, Kraan) und natürlich Martin Engelien hingewiesen werden.

Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes


Line-up Martin Engeliens Go Music:

Martin Engelien (bass, backing vocals)
Gee-K (vocals, guitar)
Simon Novsky (vocals, keyboard)
Jochen Welle (drums)

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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