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Peter Gee / The Girl In The Cornfield – CD-Review

Peter Gee / The Girl In The Cornfield - CD-Review

Den Bassisten Peter Gee sollten Eingeweihte mit der englischen Neo Prog-Band Pendragon in Verbindung bringen. Unabhängig davon, dass der aus Blackpool Stammende noch Bandmitglied ist, veröffentlichte er auch Soloalben, 1993 sein erstes, "Heart Of David", und nun aktuell das Album "The Girl In The Cornfield".
In frühen Jahren soll er beeinflusst worden sein von Bands wie Genesis oder Camel, aber auch von Steely Dan. Nicht nur, dass er als Bassist tätig war/ist, beherrscht er weitere Instrumente, und auch hier spielt er neben dem Bass zusätzlich Gitarre, Piano, Keyboards und Perkussion. Nur den Drummerstuhl überließ er Steve Christey. Wie bereits beim Debüt, so auch hier, überlässt er den Gesang verschiedenen Vokalisten, siehe Line-up.

Es ist zu lesen, dass Peter Gee bekennender Christ ist, und dieses auch praktiziert und predigt, und so beziehen sich auch auf "The Girl In The Cornfield" die Songs auf Bibelverse des Neuen und Alten Testaments, die entsprechenden Stellen sind im beigefügten Booklet mit allen Texten in Klammern aufgeführt. Einige Instrumentals gibt es: "Kill Me With Love", "Embrace" sowie den Titelsong.

Grundsätzlich hört man Prog Rock der sachten und weichen Art, sehr harmonisch und mit eingängigen Melodien. Angesichts der Menge an fünfzehn Tracks, sind diese im Einzelnen relativ kurz; also kein Longtrack, der sich hätte entwickeln können und leider wird hin und wieder auch ausgeblendet. Auch kann man einen recht durchgängigen Sound erleben, die Musik wirkt so einerseits wie aus einem Stück, aber andererseits dadurch auch recht wenig abwechslungsreich.

Die beiden Leadsänger Steve Thorne und Jimmy Flanders passen sich gut ein in die jeweilige Stimmung, ein wenig passender ist aus meiner Sicht Steve Thorne, der sich in Einheit mit den Kompositionen des Protagonisten entsprechend mehr einfügt.

Man mag hinsichtlich der Musik recht unterschiedlicher Auffassung sein, so denke ich, dass einige die Nummern als recht einschläfernd wirkend und blutarm betrachten mögen und wohl recht konventionell. Andere wiederum die Schönheit, die unbestritten präsentiert wird, genießen werden. So wirken die Instrumentals dann wiederum entweder kitschig oder herzerwärmend, "Embrace" zum Beispiel erinnert mich ein wenig an die Stimmung von Pink Floyd zur Zeit von Wish You Were Here.

So mag "The Girl In The Cornfield" spalten, aber, sofern der Protagonist unter Zuhilfenahme der Bibeltexte entsprechende Aussagen hat vortragen wollen, kann man die Musik als Einheit durchaus auch als eine Art Aneinanderreihung von Gebeten betrachten. Ich empfehle, sich die Texte näher zu Gemüte zu führen, die eine oder andere Erklärung mag sich dadurch ergeben. Jedenfalls ist es sehr entspannend, innerhalb der knapp sechzig Minuten dahinzutreiben und seinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf zu lassen.


Line-up Peter Gee:

Peter Gee (guitars, piano, keyboards, bass guitars, percussion)
Steve Thorne (lead vocals – #3, 4, 7, 9, 14, 15, harmonica – #4)
Jimmy Flanders (lead vocals – #1, 2, 6, 10, 11, 13)
Sally Minnear (backing vocals – #2, 6, 7, 10, 11, 13-15)
Jez Yates-Round (backing vocals – #2)
Steve Christey (drums)

Tracklist "The Girl In The Cornfield":

  1. End Of Days
  2. Water Of Life
  3. Regret
  4. Second Birth
  5. Kill Me With Love
  6. Carnival
  7. Rise Again
  8. Embrace
  9. When Beauty Has Gone
  10. Christmas Night
  11. Racing Cars
  12. The Girl In The Cornfield
  13. Sunset Blue
  14. As The Waters Cover The Sea
  15. Coming Home

Gesamtspielzeit: 59:54, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Wolfgang Giese

Hauptgenres: Jazz, Blues, Country
Über mich: Althippie, vom Zahn der Zeit geprägt, offen für ALLE Musikstile
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Mail: wolfgang(at)rocktimes.de

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