«

»

Robert John Hope / It Sparks – CD-Review

Zu Robert John Hope und seinem Album "It Sparks" schreibt Uta Bretsch Communications unter anderem: »[…] Das Leben an sich ist für Robert John Hope ein Synonym für die Welt. Warum die uns gegebene Lebenszeit für Nebensächliches verschwenden, wenn die Welt doch so reiche Angebote macht? Hope ist ein Weltenbummler, der seine Spuren seit vielen Jahren über den Planeten zieht, seine Antennen immer auf Empfang stellt und in den Schleppnetzen seiner Wahrnehmung die großen wie die kleinen Dinge mit nach Hause bringt, um sie in seinen Songs zu verarbeiten. Mit seiner irischen Band Senakah ist er über viele Jahre kreuz und quer durch die USA getourt und in Tempeln der Rockgeschichte wie dem Whisky A Go Go in Los Angeles aufgetreten. Vom Leben derart reich beschenkt, hat er seine Zelte vor einigen Jahren in Berlin aufgeschlagen. […] Und hier, genauer gesagt im The Famous Gold Watch Studio inmitten einer Künstlerkolonie im Stadtteil Weißensee in Berlin, entstand über zwei Jahre hinweg sein neues Album It Sparks. Produzent Cameron Laing verfolgte bei den Aufnahmen mit neuer Band und neuen Arrangements einen ebenso neuen Ansatz für eine frische Dynamik der Songs. […]Die Songs wurden im Studio mit einer Kernband arrangiert, bestehend aus Martin Krümmling am Schlagzeug, Felix Buchner am Bass, Kelly O’Donohue an den Blechblasinstrumenten, Phil Walker an der E-Gitarre und Fabrizio Tentoni am Klavier. […]«
Der Nachfolger von The Unravelling (2018) und Plasticine Heart trägt den Titel "It Sparks".
Das Album erscheint als CD/LP über die Kulturmanufaktur und digital bei Kontor New Music.

Die noch auf "Plasticine Heart" mitwirkenden Streicher (Violine und Cello) sind auf der vorliegenden Platte nicht mehr mit dabei.
Dafür sorgt Kelly O’Donohue mit Trompete, Flügelhorn sowie Posaune für Bläser-Stimmung.
So ist sie auch beim zweiten Track mit dem Titel "Gin Lane Revisited" mit von der Partie. Hier steht sie bei dieser relaxt rockenden Nummer mit ihren Trompeten-Klängen, die auch in einem Big Band-Sound arrangiert wurden, im Vordergrund. Wie bei weiteren Stücken kommen die Backing Vocals hier ebenfalls voll zur Geltung und geben Robert John Hopes Stimme einen feinen Background. Kelly O’Donohue ist auch beim abschließenden "Vexterior Monologue" dabei. Dieses Lied schmiegt sich auf bemerkenswerte Weise an eine Ballade an und hier sind die Horn-Klänge dann auf Sehnsucht gepolt. Nach einem ruhigen Intermezzo nimmt das Stück Fahrt auf und nähert sich zum Ende hin mit vollem Gebläse den Sounds der Musik-Metropole New Orleans. Zum Schluss ein Highlight.

Am Beginn der Scheibe steht die Komposition "Those That Look".
Die Leute vor den Lautsprechern freuen sich darüber, dass der singende Protagonist auch in höheren Tonlagen voll überzeugt. War die Rede davon, dass es auf dieser Veröffentlichung in Person keine Streicher-Abteilung gibt, muss man dennoch nicht auf diese Klänge verzichten, denn Cameron Laing arrangiert derartige Tonfolgen, die sehr gut zur anfänglichen Stimmung des Tracks passen. Im weiteren Verlauf nimmt dieses Lied geradezu dramatische Züge an, die die eingangs balladeske Atmosphäre vollkommen konterkarieren. Eine spannungsgeladene Eröffnung.

Ab geht die Post!
Robert John Hope & Co. lassen dem Indie Rock freien Lauf und auch hier sorgt Kelly O’Donohue mit ihrer Trompete für mächtige Stimmung, die fast schon fetzig ist. Bei dieser Nummer gibt es nur einen Moment, in dem das furiose Tempo ausgebremst wird. Das ist Power, die begeistert.
Wer den Klängen einer akustischen Gitarre zugeneigt ist und diese gerne hört, wird auf "It Sparks" bestens bedient. Dieses Instrument bildet auch den Mittelpunkt des Tracks "It Builds", einer Ballade, die man wunderschön ausgeschmückt hat.
Noch mehr Sinnlichkeit. Bei "Ringside", einer in diesem Fall sehr sparsam instrumentierten Ballade, wechselt Robert John Hope zum Piano.

"It Sparks" von Robert John Hope macht Laune und es funkelt stellenweise ganz schön.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.


Line-up Robert John Hope:

Robert John Hope (vocals, electric guitar, acoustic guitar, piano – #9)
Martin Krümmling (drums)
Felix Buchner (double bass, electric bass)
Kelly O’Donohue (trumpet, flugelhorn, trombone)
Phil Walker (lead electric guitar)
Fabrizio Tentoni (piano)
Andrea Lafuente (backing vocals)
Niel O’Shea (backing vocals)
Lisa Akuah (backing vocals – #10)
Lotta St Joan (backing vocals – #10)
Cameron Laing (electronics, keyboards, lead guitar – #4, additional percussion, strings & woods arrangements)

Tracklist "It Sparks":

  1. Those That Look
  2. Gin Lane Revisited
  3. It Sparks
  4. Landing In Liverpool
  5. It Builds
  6. Rear View Mirrow
  7. The Right Ticket
  8. Reset At 11th & Pleasant
  9. Ringside
  10. Vexterior Monologue

Gesamtspielzeit: 39:11, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
Über mich
Meine Seite Im Archiv
Mail: joachim(at)rocktimes.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>