Bandgründer Torben Enevoldsen ist in der Prog-Szene kein wirklich Unbekannter, wirkt er in diesen Kreisen doch schon rund fünfzehn Jahre mit diversen Veröffentlichungen. Seine ersten Versuche mit Section A gelangen ihm u. a. mit Hilfe des Vanden Plas-Trommlers Andreas Lill und Sänger Andy Engberg und man verschrieb sich einer Mischung aus melodischem Hard Rock und komplexen Anteilen von Prog Metal. Weiterhin trugen Musiker wie Derek Sherinian (u. a. Dream Theater) als Gäste an den Tasten zum Gelingen bei.
In etwa fünf Jahre später erschien das Zweitwerk, ein Konzeptalbum, das den Titel Parallel Lives trägt und auch mit einigen neuen Musikern aufwarten durfte. So trommelte nun Johan Koleberg (u. a. Therion), während Pontus Egberg (King Diamond, The Poodles) für die tiefen Töne verantwortlich war.
Im Jahr 2010 verschrieb man sich nun den härteren Tönen, die zugleich auch die Prog-Elemente nur noch ansatzweise beinhalteten, dafür aber als Songgebilde mehr in den Vordergrund rückten. Dieses Konzept schien die Mitglieder der Band selbst auch zu überzeugen, denn ab 2012 arbeitete man am nun vorliegenden Nachfolger, "Wall Of Silence". Neue Stimmen braucht das Land – und so betrat Nicklas Sonne die Bühne, während als Gast-Keyboarder Julien Spreutels (u. a. Ethernity) für den neuen Rundling in die Tasten hauen durfte.
Wer die früheren Werke kennt, der wird schnell gewahr, dass wir noch ein weiteres Mal eine kleine Steigerung zur härteren Gangart hin verzeichnen können. Mit elektronisch erzeugten Tastentönen gelingt der Einstieg zum Opener und Titelsong. Hartes Riffing, wohl dezent eingesetzt, und kerniges Trommeln bereiten den Weg für Sonnes melodiös vorgetragenen Gesang. Natürlich gehen die Prog-Elemente nicht komplett verloren und so dringen sie auch am Anfang der Platte schon immer wieder mal durch. Insgesamt ein guter Start.
Und dieser gute erste Eindruck verblasst auch durchaus nicht im weiteren Verlauf. Das Rezept scheint zu passen. Sonne lässt stimmlich die Sprichwörtliche aufgehen – wenn man den höheren Tönen zugetan ist. Gitarrenarbeit klappt und die Rhythmus-Jungs liefern ebenso stramme Arbeit ab. Hierbei ist anzumerken, dass alle Saiten vom Gründervater Section As bespielt werden, ebenso wie ein Großteil der Tastenparts.
Ich kann selbst subjektiv empfunden keine richtigen Schwachstellen auf diesem Album entdecken, zumindest keine deftigen Ausreißer. Eher positiv dagegen ist, dass die Highlights, neben dem Opener auch noch "How Long" oder "Holding On", schön auf dem Album verteilt sind. So entstehen immer wieder kleine Peaks, die dem mehr als soliden Werk der Dänen die notwendige Prise Salz verleihen.
Für Freunde des melodischen Prog (Rock oder Metal) sollte die 'Wand des Schweigens' auf jeden Fall ein ganz fetter Kandidat für intensives Antesten sein. Dass das schon recht viele Fans getan haben, sieht man an der Tatsache, dass in den USA bereits ein dickes 'Sold out' in den Plattenläden steht. Könnte sich also durchaus lohnen…
Line-up Section A:
Nicklas Sonne (vocals)
Torben Enevoldsen (guitars, bass, keyboards)
Dennis Hansen (drums)
Julien Spreutels (guest keyboards)
Tracklist "Wall Of Silence":
1. Wall Of Silence
2. Finding The One
3. All That Matters
4. No Tomorrow
5. How Long
6. Pray For Freedom
7. Bleeding Chains
8. Holding On
9. When All Is Falling
Gesamtspielzeit: 52:40, Erscheinungsjahr: 2016



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