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Strange Pilgrim / Too Bright Planet – CD-Review

Strange Pilgrim / Too Bright Planet - CD-Review

Bei Strange Pilgrim handelt es sich um eine Indie-Rock-Band aus Portland, Oregon, USA. Ihr Debütalbum erschien 2022 und nach einer EP in diesem Jahr folgt nun "Too Bright Planet", auch mit einer nun neuen Besetzung. Leader der Band ist Multiinstrumentalist und Songschreiber Josh Barnhart.

Zum Debütalbum der Band ist zu lesen, dass es geprägt war von Dream-Pop und Psychedelic-Rock.
Von Beginn an spürt man, dass sich diese Art des Vortrags offensichtlich fortzusetzen scheint. Ganz entspannt fließt der erste Song, "Late Night". Barnhart singt sanft und weich, in etwa erinnert mich das auch an jene Anfangszeit von Pink Floyd, nachdem Syd Barrett ausgestiegen war. Ja, auch ein Hauch von Wish You Were Here schwebt durch den Raum. Track Zwei schwenkt dezent  in eine andere Richtung, "Through The Branches" klingt ein wenig nach Musik der Westcoast der Siebziger, doch ein weiterer Bestandteil bringt noch andere Nuancen ein, denn das im Hintergrund platzierte Bläserarrangement gibt dem Stück wieder eine andere Richtung, so wie bei einigen anderen Nummern auch.

Schließlich durchzieht das Album diese ruhige und unaufgeregte Stimmung, mitunter fühle ich mich hingezogen zu Assoziationen wie zur Musik von Grateful Dead, manchmal vernehme ich auch einen Hauch The Byrds oder zu jenen Tagen, als Peter Green die Band Fleetwood Mac verließ und Jeremy Spencer das Ruder in die Hand nahm, "Kiln House" zum Beispiel.

Laut Pressetext soll sich Songwriter Barnhart in seinen Texten vom Dichter Robert Hass hat inspirieren lassen, in diesem Zusammenhang las ich auch den Namen Albert Camus als Inspirationsquelle. Musikalisch ist schließlich nicht ein Song speziell herauszustellen, weil alle zehn eine Einheit im Ausdruck bilden und man sich total entspannt treiben lassen kann.

Einen familiären Zusammenhang gibt es hinsichtlich des Covers. Hier wurde ein Gemälde von Barnharts Großvater Dale Barnhart verwendet. Der Bandleader fühlte eine Art Verbundenheit zwischen dem Bild, seinen Texten und der Musik.


Line-up Strange Pilgrim:

Josh Barnhart (vocals, guitar, percussion, synth)
Elliott Kay (bass, guitar)
Pat Spurgeon (drums, percussion, guitar)
Cory Gray (keys, horns, melodica)
Maggie Morris (backing vocals)
Caleb Nichols (electric chimes – #8)

Tracklist "Too Bright Planet":

  1. Late Light
  2. Through The Branches
  3. Restless Mind
  4. Some Quiet Dream
  5. Next To Me
  6. Before The Sun
  7. Back To The Heart
  8. One Day
  9. Too Bright Planet
  10. In The Rain

Gesamtspielzeit: 35:13, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Wolfgang Giese

Hauptgenres: Jazz, Blues, Country
Über mich: Althippie, vom Zahn der Zeit geprägt, offen für ALLE Musikstile
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Mail: wolfgang(at)rocktimes.de

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