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Surya Kris Peters / Viva Galaxia – Digital-Review

Nach Ego Therapy aus dem Jahr 2019 veröffentlichte Surya Kris Peters noch "O Sardim Sagrado" (2020), "Brasil Legal" ebenfalls 2020, "Strange New World" (2023) sowie "There’s Light In The Distance" (2024).
Mitte August 2025 brachte Surya Kris Peters "Viva Galaxia" auf den Markt.
Der Musiker Chris Peters, auch bekannt durch Samsara Blues Experiment, hat die vierzehn Songs nicht nur im Alleingang eingespielt, sondern auch »[…] recorded, mixed and mastered […]«.
In den englischsprachigen Presseinformationen zu "Viva Galaxia" heißt es unter anderem, dass die Tracks eine musikalische Verbindung zu »[…] the 70s German Krautrock scene – think Ashra & Manuel Göttsching, Michael Rother, Popol Vuh and Tangerine Dream – it also pays homage to English Prog, especially the atmospheric stylings of Mike Oldfield and Pink Floyd. […]« haben.
Darüber hinaus werden Bezüge zu »[…] India’s Ananda Shankar, Japan’s Osamu Kitajima and Isao Tomita, and Turkey’s Erkin Koray […]« beziehungsweise  »[…] My Sleeping Karma, Ozric Tentacles, God Is An Astronaut, and even touches of 80s Synthwave and 90s Trance. […]« hergestellt.

Was darf man bei all den Verweisen auf gute Musik denn nun von Surya Kris Peters' "Viva Galaxia" erwarten?
»[…] Geile Musik […]« wie Kollege Michael seinerzeit zu "Ego Therapy"  schrieb.
Oder vielleicht zieht man bei "Viva Galaxia" doch ein etwas anderes Fazit.
Bei den vierzehn Titeln und ihrer Gesamtspielzeit von annähernd dreiundsiebzig Minuten bleibt ausreichend Zeit, um sich ein Urteil zu bilden.
Zumindest macht der Albumtitel "Viva Galaxia", ohne einen Ton gehört zu haben, neugierig.

Los geht es mit "The Black Wind".
Diese Nummer ist geprägt von einer großformatig, mächtig rockenden E-Gitarre. Dazu wird ein nicht minder intensiver Background für den Sechssaiter gestaltet. Schon im Opener geht die Post mit voller Power ab. "The Black Wind" ist das erste Lied und zugleich das erste Highlight!

Was hat "Earth Blues Eruption" zu bieten?
Auch hier spielt die E-Gitarre die Hauptrolle. Dieser Track startet mit einer sphärisch-sehnsüchtigen Intonation der E-Gitarre. Mit fernöstlichen Percussion-Sounds nimmt das Stück etwas Fahrt auf. Dann gibt es eine Minipause und jetzt legen die Leute vor den Lautsprechern die Ohren an, denn mit einer prächtigen Dynamiksteigerung wird enorme Power freigesetzt. Die Gitarre kennt keine Grenzen und rockt – auch durchaus melodisch – als gäbe es keinen Morgen. Hier und da macht sich, gerade zum Ende hin, eine feine Orgel bemerkbar. Hammer! Schon wieder ein Highlight.

So etwas hatten wir auch mal im Wohnzimmer. Eine alte Wanduhr von den Großeltern mit Glockentönen zur halben und ganzen Stunde. Genau daran wird man sofort erinnert, wenn die ersten Sekunden von Big Ben-Schläge bei "Disconnected" los gehen. Dann ein Fax-Wählton-Blitzlicht und schon sind wir wieder mittendrin im vehementen Treiben der bei diesem Track tiefer gelegten Töne zu heftigen Drums. Ein Break nutzen wir zum Durchatmen und schließlich geht die Nummer von einem enormen Druck begleitet dem Ende entgegen. Da wird dann noch eine psychedelische Phase eingeschoben und schon haben wir es mit dem nächsten Hinhörer zu tun.
"Sweet Sweet Ecstacy" beginnt zunächst mit indischen Sitar-Klängen. Langsam schleicht sich zu Synthesizer-Modulationen ein klasse Rhythmus ein. Der wird intensiver und dann folgt Percussion-Einsatz zu einer über allem regierenden, abermals dominanten, aber höllisch guten E-Gitarre. Es scheint so, als beherrsche der Rock dieses Album.

Auch wenn "Soft Collisions" mit einer Art schwebendem Impetus beginnt, ist dieses Stück nur ein weiterer Beleg dafür, dass wir Zeugen eines sehr differenzierten, mit äußerst vielen Gitarren-Fantasien gespickten Albums sind.
Bei "Inshallah" bringt das Stück zunächst klasse Percussion nach vorne. Dann erleben wir Gitarren-Riffs, die in ihrer Auslage schon in Richtung Stoner Rock gehen.
Fast immer mit ruhigeren Momenten startend ist auch das Titelstück "Viva Galaxia" eine E-Gitarren-Spezialität.
"Sahasrara" entpuppt sich als eine ambitionierte Nummer, die ihre Heimat im Rock hat.
Immer wieder wunderschön sind die in den Tracks arrangierten relaxten Teile.

"Viva Galaxia" von Surya Kris Peters ist eine Ansage in Sachen Gitarren-Rock.
"Viva Galaxia" von Surya Kris Peters ist ein Instrumentalalbum, das in seiner Art durch großen Ideenreichtum ein ums andere Mal punktet.
"Viva Galaxia" von Surya Kris Peters ist beste Unterhaltung und strotzt vor Spielfreude.


Line-up Surya Kris Peters:

Suyra Kris Peters (all instruments)

Tracklist "Viva Galaxia":

  1. The Black Wind
  2. Liquid Crystal Megaforce
  3. Sweet Sweet Ecstacy
  4. Earth Blues Eruption
  5. Morning Prayer
  6. Soft Collisions
  7. Inshallah
  8. Viva Galaxia
  9. Sahasrara
  10. Forever Immaculate
  11. Heavy Return (Bonus Track)
  12. Escape The Void (Bonus Track)
  13. The Mystic Trap (Bonus Track)
  14. Disconnected [Why Be Mad] (Bonus Track)

Gesamtspielzeit: 72:36, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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