Heute Abend zu Gast in der Kniki aus dem westfälischen Münster: The Bluesanovas.
Das Quintett ist gerade mal um die 30 und spielt groovenden Rhythm & Blues, Chicago Shuffle, klassischen Rock’n’Roll und treibenden Boogie-Woogie. Sie haben sich seit ihrer Gründung 2015 durch den Gitarristen Filipe Henrique in der deutschen Bluesszene bei den Kritikern einen guten Namen gemacht und etliche Challenges gewonnen.
Gewinner der German Blues Challenge 2019 und Halbfinalist der International Blues Challenge in Memphis 2020, den German Blues Award gewannen die Fünf dreimal in Folge. 2022 verpflichtete der Meister himself, Eric Clapton, die Band als Support für seine Deutschlandtour. Das ist schon eine starke Leistung, da können wir ja heute Abend einiges erwarten. Die Band hat bis dato vier Alben und eine EP auf den Markt gebracht. In der Kniki sind sie zum ersten Mal zu Gast, Till Seidel war schon mal mit eigener Band hier.
Der Parkplatz war um 19:00 Uhr schon gut gefüllt, was auf ein interessiertes Publikum schließen ließ.
Das Konzert bestand aus zwei Sets mit einer Gesamtspielzeit von zwei Stunden. Überwiegend wurden eigene Kompositionen gespielt.
Pünktlich um 20:00 Uhr begrüßte Majimbi Mergner von der Stadt Salzgitter die etwa 160 Zuhörer und kündigte mit ein paar einleitenden Worten die Band an.
Unter viel Applaus betraten die fünf Musiker die Bühne und begannen mit flottem Rock’n’Roll, begleitet von einem fetzigen Ragtime-Klavier. Damit wurde gleich die Marschrichtung für den heutigen Abend festgelegt. Dieses Tempo wurde bis auf einige Ausnahmen beibehalten.
"All I Do Is Wrong" ist so ein Titel, ein lupenreiner Slow-Blues mit wuchtiger Orgel (unterstützt durch ein Leslie aus den 70ern). Hier konnte Filipe sein Können bei einem langen Gitarrensolo auf seiner Strat unter Beweis stellen. Alle Titel wurden mit reichlich Zwischenapplaus bedacht. Bei "Baby, I’m Gone" zeigte Nico Dreier am HonkyTonk-Piano den vollen Tasteneinsatz, ein weiteres Highlight des heutigen Abends. Gänsehaut bei dem Liebeslied "She Belongs To Me", beginnend mit gefühlvoller Stimme und Pianobegleitung steigerte sich Till in ein emotiales Gitarrensolo. Ganz Klasse gemacht!
- Nico und Philip Dreier
- In Aktion
- Fabian Rosmaity
"I’m leaving" setzte den Schlusspunkt des Gigs und Till legte sich nochmal ordentlich ins Zeug bzw. Stimme. In einer längeren Anmoderation wurde die Band noch einmal ausführlich vorgestellt. Das Auditorium spendete reichlich Applaus und forderte eine Zugabe. Man ließ sich auch nicht lange bitten und Till Seidel holte den im Publikum entdeckten Andreas Arlt von B.B. & the Blues Shacks für die nächsten zwei Titel auf die Bühne und drückte ihm seine Gibson-Gitarre in die Hand. "My Baby" war ein absolutes Highlight. Prima Idee, jetzt konnte sich Andreas auch so richtig auslassen.
Rock’n’Roll vom Feinsten und Nico steuerte ein geiles E-Piano-Solo bei. Schlagzeuger Phillip Dreier und Fabian Rosmaity mit seinem Kontrabass und elektrischem Viersaiter bildeten ein komplexes Grundgerüst für die Soloaktivitäten ihrer Mitmusiker. Frontmann Till Seidel konnte stimmlich alle Stile abdecken und gitarrentechnisch gab es auch nichts zu meckern, nebenbei führte er eloquent durch den Abend.
Nico Dreier zauberte auf den weißen und schwarzen Tasten – ob druckvolle Orgelpassagen, oder Ragtime-Pianoklänge. Filipe Henrique agierte mehr im Hintergrund brachte seine Soli dann aber immer sehr publikumsnah auf den Punkt.
- Nico
- Volle Konzentration
- Till Seidel ist gut gelaunt
- Till Seidel
- Ganz nah am Publikum
- Till Seidel
- Spielfreude
- Phillip
Das war mal wieder ein spitzenmäßiges Konzert beim dem alles stimmte, enorme Spielfreude der Musiker, der Sound, die Beleuchtung und ein begeistertes Publikum.
Ich bedanke mich bei Majimbi Mergner für den Platz auf der Gästeliste. Das nächste Konzert in der Kniki bestreiten Elizabeth Lee & Martin Hauke am 09. Mai.
Line-up:
- Till Seidel (guitar, voc)
- Filipe Henrique (guitar)
- Nico Dreier (piano, organ)
- Fabian Rosmaity (bass)
- Philipp Dreier (drums)
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2025 | Rolf Grossjohann | RockTimes
















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