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The Freeks / Crazy World – CD-Review

Wenn eine Rock-/Psychedelic-Band wie The Freeks einem Tonträger den Namen "Crazy World" gibt, dann darf man sich wohl auf etwas gefasst machen.
Pate für gute Musik/Unterhaltung wäre schon einmal der Bandvorsteher Ruben Romano (Fu Manchu, Nebula). The Freeks sind auch Jonathan Hall (Backbiter), Esteban Chavez sowie Ray Piller.
The Freeks' "Crazy World" ist nicht das erste Album der Gruppe. Flankiert von Singles/EPs erschien 2008 "The Freeks" auf Cargo Records. Es folgte 2013 "Full On" und 2016 "Shattered".
"Crazy World" beinhaltet acht Songs. Davon kommt "This Is Love" als einziger Covertrack aus der Feder von PJ Parvey. Ab mit der Scheibe in den Player. Ui, nur knapp einunddreißig Minuten Gesamtspielzeit. Da müssen The Freeks aber schon einiges zu bieten haben, sonst wird es nichts mit einer Empfehlung.
Über die Track-Distanz verteilt nehmen als Gäste Glenn Slater (The Walkabouts, Wellwater Conspiracy), Ray Hanson ( auch Thee Hypnotics), Sara Loera sowie Rainer Fraenkel (The Miracle Mongers) an dem "Crazy World"-Output teil.

Die Eröffnung der vorliegenden Platte ist gelungen.
Im heftig-herrlich rockenden "American Lightning" ist Gast-Gitarrist Ray Hanson dabei. Mit seinem Gesangs-Timbre lässt Frontmann Ruben Romano Erinnerungen an Bon Scott (AC/DC) aufkommen. Diese Nummer erzeugt einen klasse Rock-Strudel. Klasse auch das perfekt eingeflochtene Break mit eingängigen Riffs. Gemeinsam mit dem bereits erwähnten "This Is Love", dem The Freeks schwere Ketten anlegen, kommt der Hörer in den Genuss eines bemerkenswerten Song-Duos. Dazu trägt auch Sängerin Sara Loera bei.

Glenn Slater und Rainer Fraenkel agieren in dem Short-Track "Take 9", und hier kombiniert die Combo Latin-Anleihen mit Xylofon-Klängen. Ein leicht jazziger Unterton ist nicht von der Hand zu weisen. Tolles Zwischenspiel!
"Thank You Mr. Downing" verfügt über eine ähnliche Kürze von unter zwei Minuten und wird eher geprägt von Sample-Klangspielereien, die mit Wortfetzen einhergehen.

The Freeks und der Rock’n’Roll mit im Hintergrund klimperndem Piano kommen in "Easy Way Out" zum Zug und bei "Chronic Abduction" spielt im Unterton die Mystik eine Nebenrolle. Der Gesang klingt schon etwas bedrohlich. Mit Space-Beigaben wird die Stimmung ein wenig aufgelockert.

In "Hypnotize My Heart" scheinen The Freeks – hier nochmals mit Glenn Slater – einen Pakt mit dem Teufel einzugehen. Diese Nummer ist Rückspiegel-Rock mit einer magnetischen Wirkung auf den Hörer.
Zum Schluss darf man "Mothership To Mother Earth" schon als den etwas besonderen Track bezeichnen. Mit fast acht Minuten Spielzeit sticht dieses Lied, von akustischen Gitarren-Klängen geführt, schon aus der Tracklist hervor. "Mothership To Mother Earth" klingt geradezu verspielt, verfügt zwischendrin über fernöstliches Ambiente und wird dabei zu keiner Zeit langweilig.

Dies geschrieben und auf den Anfang der Rezension bezüglich der Gesamtspielzeit sowie Qualität zurück kommend, gibt es für The Freeks und "Crazy World" eine Empfehlung.


Line-up The Freeks:

Ruben Romano (vocals, guitar, bass, drums, percussion)
Jonathan Hall (vocals, guitar, bass)
Esteban Chavez (keyboards, synthesizer)
Ray Piller (bass)

Special Guests:

Glenn Slater (keyboards, synthesizer – #4,5,8)
Ray Hanson (guitar – #1)
Sara Loera (vocals – #2)
Rainer Fraenkel (bass – #4,8)

Tracklist "Crazy World":

  1. American Lightning
  2. This Is Love
  3. Easy Way Out
  4. Take 9
  5. Hypnotize My Heart
  6. Thank You Mr. Downing
  7. Chronic Abduction
  8. Mothership To Mother Earth

Gesamtspielzeit: 30:49, Erscheinungsjahr: 2018

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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