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The Kenn Morr Band / Along The Way – CD-Review

The Kenn Morr Band - Along The Way - CD-Review

The Kenn Morr Band ist ein häufiger Gast in unserem Magazin, denn mit der neuen Scheibe "Along The Way" können wir (neben Worth Imagining sowie Afterimage und anderen) das mittlerweile fünfte Album in neun Jahren für die RockTimes-Leser vorstellen. Der Amerikaner stammt aus dem bzw. lebt im US-Bundesstaat Connecticut, produziert seine Platten selbst (ohne Label im Rücken) und hat mit Bob Gaspar (djembe, percussion) sowie Tom Hagymasi (u. a. violin, mandolin, dulcimer) stabile Bandmitglieder am Start. Lediglich die Position des Bassisten wurde mal gewechselt, aber mittlerweile scheint Patrick Ryan dort bereits seit Jahren ebenfalls einen festen Job zu haben. Die Kenn Morr Band steht für die Stile Roots, Folk und Americana, die sie in einer meist relaxten Form aufs Band bringt. So auch auf dem neuen Longplayer "Along The Way", der schon mal richtig schön entspannt mit "Out Of The Fast Lane" beginnt. Der Name ist Programm und neben sanfter Begleitung durch den Bass und Percussion, beherrschen neben Kenn Morrs Gesang verschiedene Saiteninstrumente das Geschehen.

Waren manche der älteren Scheiben nicht unbedingt direkt zugänglich, so verbreiten diese zehn neuen Songs umgehend eine gutgelaunte, erdig-warme Atmosphäre. Die Stimme bzw. der Gesang des Band-Leaders ist vom Tonumfang etwas begrenzt, ist wie er halt ist, verströmt durch die tiefe Auslage aber auch sehr viel Ruhe. Oder anders gesagt, man hört dem Mann aus dem Nordosten einfach gerne zu. Auch die Melodien greifen dieses Mal noch beherzter nach dem Ohr des interessierten Musik-Fans, also ein zusätzlicher Pluspunkt. Dazu haben Nummern wie beispielsweise "Footprints To The Sea" einen coolen natürlichen Swing, der unweigerlich die Fußwippe in Bewegung bringt. Umgehend gefolgt von dem eher nachdenklichen Titelsong, der neben der durchgehend rootsigen Instrumentierung auch richtig starke Background Vocals am Start hat. Einer meiner Favoriten des Silberlings.

In Richtung melancholische Ballade tendiert "Anywhere Will Be Your Home" mit feiner Mandolinen-Begleitung, der Djembe Tom Hagymasis und Morrs sanfter Harmonika. Die Texte sind – wie schon erwähnt – oft von Melancholie geprägt, auf der anderen Seite aber auch immer optimistisch und positiv. Sehr beschwingt und tempomäßig einen guten Zahn zulegend bringt "Run Away" neue Abwechslung ins Spiel, während "Mr. Wolfe" ganz stark auf der rootsigen Seite bleibt und durch den Einsatz einer Bouzouki gefällt. Nach sehr ruhigem Start legt "Let It Go" relativ schnell einen höheren Gang ein, "High Rollers" hat sich spätestens nach drei Durchläufen in den Gehörgängen festgesetzt und "Blow Wind" gewinnt durch seine lockere Lässigkeit, den starken Refrain, seine coole Instrumentierung und das gute Arrangement. Der Rausschmeißer "Try Me Tomorrow" bildet dann einen tollen melodischen Abschluss eines starken Albums.

The Kenn Morr Band hat mit "Along The Way" erneut tolle Arbeit abgeliefert, die dieses Mal speziell durch die Qualität ihrer Songs gefällt. Kenn Morrs Stimme muss man mögen, aber falls der geneigte Musik-Fan ein Faible für coole, relaxte Roots-Musik zum Entspannen hat, dann wird er mit diesem Album auch glücklich werden. Great job, guys!


Line-up The Kenn Morr Band:

Kenn Morr (electric guitars, piano, harmonica, lead vocals)
Tom Hagymasi (violin, mandolin, bouzouki, accordion, dulcimer, harmony vocals)
Patrick Ryan (bass, harmony vocals)
Bob Gaspar (djembe, percussion)

Tracklist "Along The Way":

  1. Out Of The Fast Lane
  2. High Rollers
  3. Footprints To The Sea
  4. Along The Way
  5. Blow Wind
  6. Let It Go
  7. Anywhere Will Be Your Home
  8. Mr. Wolfe
  9. Run Away
  10. Try Me Tomorrow

Gesamtspielzeit: 41:36, Erscheinungsjahr: 2017

Über den Autor

Markus Kerren

Hauptgenres: Roots Rock, Classic Rock, Country Rock, Americana, Heavy Rock, Singer/Songwriter
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Mail: markus(at)rocktimes.de

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