The Light Below veröffentlichte mit "Georgia" »[…] ein außergewöhnliches Post-Rock-Album, das instrumentale Klanglandschaften mit jahrhundertealter georgischer Gesangstradition verbindet und eine Serie von Veröffentlichungen eröffnet, die die Grenzen zwischen Rock, Tradition und globaler Musikkultur neu ausloten. The Light Below kooperiert hier mit dem georgischen Frauenchor Akhla, dessen überlieferte Volkslieder aus unterschiedlichen Regionen Georgiens stammen. Diese traditionellen Songs wurden neu interpretiert und so arrangiert, dass sie auf besondere Weise mit den instrumentalen Post-Rock-Elementen verschmelzen. […] Die Gesangsaufnahmen des Chors Akhla entstanden in Berlin. […] Das Cover und Artwork – kreiert von Dan Abbott und Daniel Schnatterer – übersetzen die musikalische Vision in eine kraftvolle visuelle Sprache und unterstreichen die Verbindung von Tradition und Moderne. […]«
Elf Songs befinden sich auf "Georgia".
Die Gesamtspielzeit beträgt 41:56 min.
Welch ein herausforderndes Album.
Welch ein außergewöhnliches Album.
Befindet sich "Georgia" einmal im Player, kann man einen ganzen Nachmittag oder Abend damit verbringen, diese Platte von vom ersten bis zum letzten Track anzuhören.
Post Rock und Post Metal geben sich hier die Klinke in die Hand.
Die Musik und der Frauenchor Akhla gehen eine beeindruckende Allianz ein.
Rein vom Papier her sollte man nicht glauben, dass die elf Songs mit dem Chor die Urkraft der Genres auf hingebungsvolle Weise reflektieren.
Traditionelle Lieder werden neu interpretiert und hinterlassen ein extremes, von individueller Interpretation geprägtes Hörvergnügen.
Zeitweise düster, zeitweise leuchtend wie ein Stern am Firmament sind die Nummern für die Leute vor den Lautsprechern so etwas wie Offenbarungen in Moll und Dur.
Folklore sowie ein Frauenchor treffen auf heavy Rock und Metal.
Die sanften Chorstimmen bilden einen perfekten Kontrast zu den barschen, eckigen und schroffen Sounds von The Light Below.
"Georgia" ist ein verwegenes Kaleidoskop aus Musik, die einerseits von Härte, andererseits aber auch durch balladesk-dezente Phasen geprägt ist.
So ist "Dideba" zum Beispiel ein herrlich schwebendes Lied, ein Track, der im Vergleich zu Nummern der harten Gangart, geradezu in sich ruht.
Das zweite Stück mit dem Titel "Tsinskharo" »[…] – ein ursprünglich von Männern gesungenes Lied, das durch Werner Herzogs "Nosferatu" (1979) weltweite Bekanntheit erlangte […]«, ist aus meiner Sicht der Primus inter pares dieser Veröffentlichung.
Es folgt "Kirialesa". In der Ruhe liegt (zunächst) die Kraft. Zu Spoken Words der Frauen gesellen sich verträumte Klänge aus feinen Bass-Strukturen und engelsgleichen E-Gitarren. Dieses Ambiente durchzieht die ersten 4:07 min und dann geht es mit einer infernalisch-brachialen Gnadenlosigkeit weiter. Ganz großes Kino.
Auch die kürzeren Tracks – "Merisuli" und "Mamalma" sind von hoher Qualität.
Mit "Deli Deli" findet die vorliegende Platte einen sphärisch-relaxten Abschluss, der eine aufwühlende Stimmung der vorherigen Geschehnisse besänftig.
"Georgia" von The Light Below und dem Frauenchor Akhla ist ein monumentales Werk.
"Georgia" von The Light Below und dem Frauenchor Akhla vereint auf sehr überzeugende Art alte Folklore mit Post Rock/-Metal.
"Georgia" von The Light Below und dem Frauenchor Akhla ist eine besondere Empfehlung.
Line-up The Light Below:
Frank Binke (bass)
Patrick Christensen (guitar)
Eric J. Breitenbach (drums)
Dominique Braun (guitar)
Niklas Fischer (steel guitar)
With:
Akhla (choir)
Tracklist "Georgia":
- Arulalo
- Tsinskharo
- Kirialesa
- Merisuli
- Mamalma
- Bicho
- Batonebo
- MZE Shina
- Dideba
- Helesa
- Deli Deli
Gesamtspielzeit: 41:56, Erscheinungsjahr: 2026



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