Aller guten Dinge sind drei.
Nach Cosmic (2022) und "Andromeda" (2023) brachte Ende März 2025 die Band The Sun Or The Moon das Album "Into The Light" als CD beziehungsweise LP auf den Markt.
In der "Cosmic"-Rezension heißt es abschließend auch:
»[…] The Sun Or The Moons Debütalbum "Cosmic" ist ein großes Hör-Vergnügen.
Die Ausgewogenheit ist ein großes Plus des Albums. […]«
Beim Label Tonzonen Records lesen wir unter anderem:
»[…] The Sun Or The Moon lädt zu einer aufregenden Reise ein, die mit hypnotisierenden Klängen und tiefgründigen Texten fasziniert. Das dritte Album der Band thematisiert die Herausforderungen und Spannungen unserer Zeit und setzt diese musikalisch in Szene. Es verbindet Progressive und Art Rock mit pointierten Kommentaren zu den turbulenten Entwicklungen und der manchmal bedrückenden Stimmung unserer modernen Welt. […]«
Bei Noisolution erfahren wir, dass das dritte Album »[…] eine fesselnde Weiterentwicklung ihres Sounds zeigt und sich auf die progressive und artrockige Dimension ihrer Musik konzentriert. […]«
Die im Jahr 2019 gegründete Band The Sun Or The Moon legt los mit dem dreiteiligen "Mutant Discotheque", das es auf eine Gesamtspielzeit von sechzehn Minuten bringt. Die Parts tragen die Titel "Fear Porn", "Alienation Hop" sowie "The Circle". Diese Nummer ist für die Leute vor den Lautsprechern bereits ein Stück mit einem bemerkenswerten Wow-Effekt.
Der erste Teil gleitet wie auf Flügeln in einer nicht von der Hand zu weisenden Entspanntheit dahin. Geradezu hypnotisch ausgelegt, wird man von den feinen Klängen gefesselt. Perlende Keyboards, zeitweise perkussives Schlagzeug-Drumming, intensiver Gesang und spacige Gitarren-Fantasien machten das Arrangement dieses ersten Teils zu einem Hinhörer. Dann bringt sich Daniel Reck durch seine sphärischen Trompeten-Sounds auch noch hervorragend ein.
Im zweiten Part ("Alienation Hop") ist es die Rhythmus-Abteilung, die mit Frank Incense am Bass sowie Schlagzeuger Marcus Pukropski unsere Ohren spitzen lassen und dann werden wir schier überwältigt von dem feurigen Funk, der durch die E-Gitarre in Gang gesetzt wird. Hammer! Gesanglich schwimmt man auf einer Welle der Sympathie seitens der Hörerschaft.
Bei einer fernöstlichen Auslage kommt der Chor wunderschön rüber und schon tauchen wir, geleitet von einer rockigen E-Gitarre, in den abschließenden "The Circle"-Part ein. Neben phasenweise elfenhaftem Gesang ohne Worte bestimmen Synthesizer- sowie Piano-Klänge das flirrende, im Progressive Rock verortete Stück.
Alleine dieses erste Lied, von dem der zweite Part am Ende der vorliegenden Platte als begeisternder Tanz-Remix zu hören ist, verfügt über das Potential, um dem Album "Into The Light" eine Tipp-Grafik zu geben.
Widmen wir uns dem fast zehnminütigen "Living Room Disaster", stellt man fest, wie herrlich entspannte Musik unsere Nervenenden anregen und abermals ist es der Gesang, der für positive Momente sorgt. Vom relaxten Ambiente geht es dann über in einen Progressive Rock, der mit seinen Ups und Downs für ungezügelte Spannung sorgt. Über einer geschmackvoll riffenden Gitarre schraubt sich der andere Sechssaiter gen Himmel und dann geht das Stück über in einen orchestralen Teil, nur um nach diesem Intermezzo sozusagen in sich zusammenzufallen und sinnlich-verträumte Momente auf den Plan ruft. Höhepunkt!
Das Titelstück "Into The Light" groovt und wer schon bei der letzten Nummer des Albums nicht still sitzen konnte, kann hier, bei einer anderen Song-Struktur, aber stets groovned, gleich fast sechseinhalb Minuten weiter machen. "Into The Light" ist ausdrucksstark und strotzt vor Abwechslung. Highlight!
Mit "Mental Eclipse" folgt ein Shorty, der allerdings wegen seiner tollen Synthesizer-Sounds bestens ins Konzept passt und nicht unbeachtet bleiben sollte. Die geheimnisvoll verfremdete Daniel Reck-Trompete ist zum Niederknien.
"Bridal Day" ist eine vortrefflich Melange aus Art- und Progressive Rock.
Die Combo mit den Gästen Daniel Reck sowie Magdalena Wine hat es geschafft, mit diesem Album ein absolutes Highlight zu veröffentlicht.
"Into The Light" von The Sun Or The Moon ist herausragende Unterhaltung.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up The Sun Or The Moon:
Frank Incense (bass, baritone guitar, keyboards, modular synthesizers, voice)
Susanne Schneider (keyboards)
Markus Weber (guitar)
Marcus Pukropski (drums)
Thom Gue (voice)
Additional Musician:
Daniel Reck (clarinet, trumpet, harmonica)
Magdalena Wine (voice)
Tracklist "Into The Light":
- Mutant Discotheque
Part 1: Fear Porn
Part 2: Alienation Hop
Part 3: The Circle - Into The Light
- Living Room Disaster
- Mental Eclipse
- Bridal Day
- Alienation Hop (Remix/Bonus Track)
Gesamtspielzeit: 49:20, Erscheinungsjahr: 2025



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