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V.A. / That’ll Flat…Git It! Vol. 50 – CD-Review

V.A. / That'll Flat...Git It! Vol. 50 - CD-Review

JUBILÄUM! Ja, bereits die fünfzigste Ausgabe dieser Serie von Bear Family Records ist mittlerweile erschienen! Hier gibt es "Rockabilly & Rock ’n' Roll From The Vaults Of Columbia and Epic Records." Dreißig Songs, die im wiederum umfangreichen und informativen sechsunddreißig Seiten starken Booklet unter Federführung von Bill Dahl vorgestellt werden.

Und auch hier wieder eine gute Mischung aus bekannten Acts und solchen, von denen man kaum Jemanden namentlich kennt. So habe ich Einige erstmals durch diese Kompilation kennen gelernt, wie Commonwealth Jones, Bernie Nee, Larry Hart, Dick Lory oder Dick Glasser. Das wechselt sich also ab mit bekannten Namen wie Johnny Horton, Carl Perkins, Link Wray, aber allen gemein ist schließlich dieses ganz spezielle Rockabilly/Rock’n’Roll-Feeling der Fifties.

Die Zeitspanne der Songs erstreckt sich von 1955 – 1961. Es ist erstaunlich, wie sehr der Rockabilly seinerzeit die Szene mitbeherrschte, fanden doch Künstler*innen verschiedene Couleur unter diesem Dach zusammen. Eine Ausnahme mag Link Wray darstellen, der mit seinen Beiträgen "Raw-Hide" und "Ain’t That Lovin' You Babe", aus 1959 resp. 1960 seinen eigenen und für damalige Zeiten bereits recht modernen Stil pflegte. Besonders letztgenannter Song, ausnahmsweise ein Gesangstitel, nahm schon das voraus, was die spätere Rockmusik ausmachte, als 'Father Of The Power Chord' wurde er mitunter schon bezeichnet. Im Original stammt der Song vom Blueser Jimmy Reed, und dieses bluesige Feeling strahlt er ebenfalls aus.

Rockabilly, Rock’n’Roll und Hillbilly, das waren die Zutaten, und so trafen sich auf diesem Feld Rock’n’Roller wie Carl Perkins und Countrystar Johnny Cash. Auch aus dem Country kamen The Maddox Brothers & Rose oder Lefty Frizzell. Als positiv auffällig betrachte ich den Umstand, dass in vielen dieser Nummern eine Menge Swing steckt. Ganz besonders ist das nachzuvollziehen in den Beiträgen von Lee Emerson, Charlie Adams, The Tunesmiths oder Rick Tucker & The Picks. Daneben gibt es flotte schnelle Titel wie "The Wild One" von Johnny Horton, "A Looka A Looka" von Larry Hart, und von den erst zwölf und vierzehn Jahre alten The Collins Kids mit ihrem "The Rockaway Rock".

Aus dem Rahmen mit diesem besonderen Rhythmus bei "Lover’s Rock" fällt Johnny Horton, der den Songreigen rockend mit "Let’s Take The Long Way Home" beendet. Dazwischen gibt es noch einen Hauch R&B mit Dick Lory und "Wild- Blooded Woman", so dass man wirklich innerhalb der dreißig Songs eine große Bandbreite seinerzeit populärer Musik zusammengefasst erleben kann.


Tracklist "That’ll Flat…Git It! Vol. 50":Johnny

  1. Link Wray And His Ray Men – Raw-Hide (2:04)
  2. Commonwealth Jones – Do Do Do (2:50)
  3. Lee Emerson – What A Night (1:51)
  4. Bernie Nee – Lend Me Your Comb (1:51)
  5. Johnny Horton – The Wild One (1:54)
  6. Little Jimmy Dickens – Stinky Pass The Hat Around (2:07)
  7. Maddox Brothers and Rose – Let Me Love You (2:01)
  8. Charlie Adams – Cattin' Around (2:25)
  9. Mel Tillis – Case Of The Blues (2:29)
  10. Johnny Cash – What Do I Care (2:05)
  11. The Tunesmiths – Baby I’m Ready (1:56)
  12. Larry Hart – A Looka – A Looka (2:39)
  13. Lefty Frizzell – From An Angel To A Devil (1:55)
  14. Bill Phillips – There’s A Change In Me (2:00)
  15. Carl Perkins – Pointed Toe Shoes (1:58)
  16. Bobby Lord – Party Pooper (1:58)
  17. Dick Glasser – Crazy Alligator (2:42)
  18. The Collins Kids – The Rockaway Rock (2:04)
  19. Johnny Bond – The Little Rock Roll (2:11)
  20. Rick Tucker & The Picks – Patty Baby (2:11)
  21. Link Wray And His Ray Men – Ain’t That Lovin' You Babe (2:44)
  22. Johnny Horton – Lover’s Rock (2:34)
  23. Gordon Terry – Hook, Line And Sinker (1:50)
  24. Carl Butler – Baby I’m A-Waitin' (2:01)
  25. Dick Lory – Wild-Blooded Woman (1:55)
  26. Charlie Adams – Sugar Diet (2:04)
  27. Johnny Bond – Lay It On The Line (2:11)
  28. The Collins Kids – Heartbeat (2:00)
  29. Marty Robbins – Long Tall Sally (2:06)
  30. Johnny Horton – Let’s Take The Long Way Home (2:08)

Gesamtspielzeit: 65:49, Erscheinungsjahr: 2025 (1955-1961)

Über den Autor

Wolfgang Giese

Hauptgenres: Jazz, Blues, Country
Über mich: Althippie, vom Zahn der Zeit geprägt, offen für ALLE Musikstile
Meine Seite im Archiv

Mail: wolfgang(at)rocktimes.de

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