Zunächst als Tonalrausch gestartet ist Voxid ein a cappella-Quintett aus Leipzig.
Unter dem Namen Tonalrausch erschienen unter anderem "Jazzclub" oder "Vocal Spring – Taiwan Edition". Nach der Namensänderung brachte man "Voxid" auf den Markt.
Das Ensemble kann auf zahlreiche – auch internationale – Konzerte zurückblicken. Wie der Titel des erstgenannten Albums zeigt, sang die Gruppe auch Lieder aus dem Genre Jazz. Insgesamt führten die Reisen der Gruppe für drei Tourneen nach Taiwan. Bei den Festivals darf man wohl das Taichung Jazz Festival nennen.
Seit 2015 heißt die herausragende Formation nun Voxid und sie lässt sich nicht einfach auf den Stil Pop festlegen. Ganz geschickt unternimmt man auch Ausflüge zum R&B, Soul und Hip Hop.
"Shades Of Light" ist das zweite Voxid-Album, enthält zwölf Songs sowie einen Bonustrack. "I Fade Away" gibt es zum Schluss noch in einer Remix-Version.
Hatte man in der Vergangenheit den Fokus auf Eigenkompositionen, befinden sich auf der vorliegenden Platte drei Coversongs. "Headlock" stammt von der britischen Sängerin Imogen Heap. "Save Your Soul" bringt man mit dem aus Essex stammenden Künstler Jamie Cullum in Verbindung und "No Diggity" hat seine Wurzel bei der amerikanischen R&B-Combo Blackstreet.
"Headlock" bietet eine erste Standortbestimmung für die Scheibe, deren Digipak-Gestaltung ausgesprochen gut gelungen ist. In Kombination mit der weißen Grundfarbe wirkt das Äußere richtig freundlich.
Der Opener ist nicht nur ein Sympathieträger sondern auch Türöffner für die folgenden zwölf Songs. Die musikalische Eigenständigkeit und fast unendliche Weite, die phasenweise aufkommt, ist wunderbar und besonders bemerkenswert. Fünf Stimmen ergeben eine grandiose Einheit und man mag den im wahrsten Sinn des Wortes durchdringenden Gesang. Erstklassig kommen die Lead Vocals an und die Gestaltung der Begleitung ist faszinierend.
Bei einer solch kompetenten Gruppe dürfte jedem klar sein, dass die im Vordergrund stehende(n) Stimme(n) wechseln. So ist "Save Your Soul" ein weiterer Coversong, der die Eigenständigkeit der Interpretation, dem Lesen zwischen den Zeilen des Originals, offenbart.
Mit "No Diggity" wären wir dann beim letzten Cover des Albums. Wow, dieses Stück hat die Wirkung eines starken Magneten. Die R&B-/Soul-Mischung passt perfekt. Stimmen in hohen Tonlagen sind genauso erwünscht wie die Fingerschnips oder Handclaps. Achtung! Diese Nummer hat Nebenwirkungen, die sich in der Betätigung der Repeattaste äußern.
Erstaunlich ist, »[…] dass man bei alledem nie auch nur ein einziges Instrument vermisst. Geschuldet ist das nicht zuletzt Daniel Barke und Sonja Hart, der Sounddesignerin der Band, die sich für das Mixing der Scheibe verantwortlich zeichnet. […]«
Nachdenklichkeit oder Melancholie gewünscht? Auch damit kann Voxid dienen. Und wie! "Teams" mäandert in vielfacher Weise durch die Gehörgänge und sorgt im Gehirn für die Ausschüttung von Glückshormonen. Hingabe bei der Band und Gänsehaut beim Hörer! Highlight! Mit seiner energetischen Intensität wird "How Dare You" zu einer weiteren Ballade, die zeitweise durch ihre überraschenden Stimmungswechsel brilliert.
Für den folgenden "Summer Rain" braucht man keinen Regenschirm. Aus meiner Sicht gibt es hier einen Abstecher zum Jazz. Klasse!
Man findet viele Gelegenheiten, zu den Songs auf "Shades Of Light" zu tanzen. Ob Klammer-Blues oder in der Bewegung zur Musik in fantasievoller Form, die Voxid-Vocal-Musik animiert die Ideen.
Diese Album ist überzeugend und in der Voxid-Form der a cappella-Inszenierungen wird man ein Fan der Gruppe, wenn das nicht schon lange geschehen ist. In diesem Sinn … sing on Voxid!
Line-up Voxid:
Gabriel Fuhrmann (vocals)
Daniel Barke (vocals)
Diana Labrenz (vocals)
Maike Lindemann (vocals)
Friedrich Rau (vocals)
Tracklist "Shades Of Light":
- Headlock
- Music Ain’t My Thing
- Save Your Soul
- No Diggity
- Love Native
- Musical Treasure
- Tears
- Summer Rain
- How dare You
- I Fade Away
- This Is My Day
- Edge
- I Fade Away Remix (Bonustrack)
Gesamtspielzeit: 51:13, Erscheinungsjahr: 2018



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