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Connie Francis / On The Dancefloor With – CD-Review

Connie Francis / On The Dancefloor With

"Die Liebe ist ein seltsames Spiel", diesen Song bringe ich mit Connie Francis in Verbindung, denn aus dem heimischen Radioapparat schallte er Anfang der Sechziger oft durch den Raum. Meine Mutter mochte solche Schlager und so etwas bleibt eigentlich auch immer hängen. Connie Francis, eigentlich heißt sie mit vollem Namen Concetta Rosa Maria Franconero, geboren wurde sie am 12. Dezember 1937 in Newark, New Jersey.

Nun werden wir von Bear Family Records gebeten, uns auf die Tanzfläche zu begeben, "On the Dancefloor With…" – zweiunddreißig Songs lang müssen wir uns hier aufhalten – in der Regel sind diese keine Schleicher, sondern stets flott geht es hier ab, Rock ’n' Roll inklusive, und getwistet werden darf auch. Das Original zum eingangs erwähnten deutschsprachigen Stück erwartet uns natürlich auch,  "Eveybody’s Somebody’s Fool" heißt es hier. Selbst Nichtkennern der Materie dürfte der eine oder andere Song bekannt sein, "Stupid Cupid", "Lipstick On Your Collar" wohl am ehesten.

Wie üblich bei Bear Family Records besticht diese Ausgabe wieder einmal durch ein großartiges Booklet von Bill Dahl, der mit ausführlichen Informationen auf zweiundzwanzig Seiten punkten kann, darunter viele Fotos und Illustrationen. Ferner gibt es diskografische Angaben für den Zeitraum der Lieder von 1955 bis 1964. So erfahren wir auch, dass die Sängerin von Orchestern, geleitet von LeRoy Holmes, Ray Ellis, Morton Craft, Tony Osborne und anderen begleitet wurde. Einige Begleitmusiker sind auch namentlich aufgeführt, wie die Gitarristen Hank Garland, Grady Martin oder Ray Edenton, der Pianist Floyd Cramer, Charlie McCoy an der Harmonica, und auch The Jordanaires, sie fungieren als Vokalbegleitung.

Unter dem Künstlernamen Connie Francis firmiert die Protagonistin seit 1954, im Jahre 1957 kam es zum ersten Charterfolg mit "The Majesty Of Love", ein Duett gemeinsam mit Marvin Rainwater, hier leider nicht enthalten. Da aber mit dieser Kollektion halt die flotten Songs festgehalten wurden, kommt insofern die von der Sängerin umfassend produzierte Stilvielfalt auch nicht zur Geltung, widmete sie sich neben dem Rock’n’Roll oder Twist ebenfalls Stilrichtungen wie Rhythm and Blues, Vocal Jazz, Country Music, Musicalmelodien, Kinderliedern, geistlicher Musik und Traditionals.

Doch hier gibt es Up-Tempo Nummern, oder mit Songs wie "Eighteen" swingte es auch mal ganz cool. "Someone Else’s Boy", da schweifen meine Gedanken schon wieder in die Kindheit ab, "Schöner fremder Mann" hieß das damals auf Deutsch. Alles in Allem eine sehr unterhaltende Werkschau der Sängerin, allesamt Lieder mit hohem Wiederkennungswert und Hitpotential, komponiert von einigen Größen der Branche, wie Fred Rose, Neil Sedaka, Irving Berlin, Doc Pomus, Mort Shuman, John D. Loudermilk oder Howard Greenfield, aber auch Connie steuerte selbst eigene Nummern bei, wie "Plenty Good Lovin'" oder "Vacation".


Tracklist "On The Dancefloor With":

  1. If My Pillow Could Talk
  2. Stupid Cupid
  3. Baby Roo
  4. The Tiger And The Mouse
  5. 'Ol Man Mose
  6. Torero
  7. Looking For Love
  8. Send For My Baby
  9. Lipstick On Your Collar
  10. Eighteen
  11. Someone Else’s Boy
  12. Swanee
  13. Vacation
  14. My Real Happiness
  15. Plenty Good Lovin'
  16. Fallin'
  17. Ain’t That Better Baby?
  18. Hollywood
  19. Gonna Git That Man
  20. Many Tears Ago
  21. Malaguena
  22. Tweedle Dee
  23. Telephone Lover
  24. Everybody’s Somebody’s Fool
  25. Robot Man
  26. Come On Jerry (Timber)
  27. Mr. Twister
  28. Johnny Darlin'
  29. He’s Just A Scientist
  30. I Won’t Be Home To You
  31. The Song Is Ended (But The Melody Lingers On)
  32. Goody Goodbye

Gesamtspielzeit: 76:22, Erscheinungsjahr: 2024 (1955-1964)

Über den Autor

Wolfgang Giese

Hauptgenres: Jazz, Blues, Country
Über mich: Althippie, vom Zahn der Zeit geprägt, offen für ALLE Musikstile
Meine Seite im Archiv

Mail: wolfgang(at)rocktimes.de

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