Richville ist ein Band-Projekt von Gitarrist und Sänger Richard van Bergen (auch Richard van Bergen & Rootbag) sowie Schlagzeuger Jody van Ooijen.
Schon seit mehr als fünfzehn Jahren haben die beiden Musiker die Bühnen in ganz Europa geteilt.
Aus den Informationen auf der Richville-Website geht weiterhin hervor:
»[…] Performing as a duo, Richville’s music can be described as raw and stripped-down. Richville is a mix of trancelike Hill Country Blues & Boogie, with New Orleans second-line rhythms. […]«
In der freien Übersetzung aus der englischen Sprache erfahren wir, dass Blues Musik ursprünglich Tanzmusik war.
Daraus ergibt sich in Bezug auf Richville, dass sich das Duo in erster Linie »[…] on the essence of this powerful music […]« fokussiert.
»[…] No fancy stuff, it’s all about the groove folks! […]«
Bisher veröffentlichte Richville zwei Alben. "Richville" erschien 2019 und 2021 folgte "Raw".
Richville, ein Synonym für unpolierten Blues der besonderen Art.
Neben Eigenkompositionen waren die Coversong-Interpretationen von Richville die höchste Anerkennung, die Klassikern des Blues zuteil werden konnte.
Selbstredend präsentierte das sehr gut aufgelegte Duo Lieder aus den beiden gerade gelisteten Platten und von Richard van Bergen gab es Anmerkungen ans Publikum zu fast allen Tracks.
Es war schon beeindruckend, mit welcher Intensität das Duo auftrumpfte.
Die Bandbreite ihres Zwölftakters war bemerkenswert und die vielen Boogie-Variationen waren nur ein Markenzeichen von Richville.
Während des eineinhalbstündigen Auftritts, der mit dem Begrüßungs-Track "Lightnin'", einer instrumentalen Hommage an Lighnin' Hopkins in Fahrt kam, griff die Combo auch zurück auf Nummern aus dem Richard van Bergen-Album "Rootbag" aus dem Jahr 2014.
- Richard van Bergen (vocals, guitars, slide guitar)
- Jody van Ooijen (drums, percussion)
Richard van Bergen, der Meister der differenzierten Boogie-Formate.
Alleine diese Varianten zündeten ein Feuerwerk nach dem anderen und kamen natürlich der guten Laune beim Publikum zugute.
Apropos Publikum. Der Frontmann war doch beeindruckt von der Klasse des De Brauerij-Publikums-Chors. In B.B. Kings "She’s Dynamite" integrierte man gleich zweimal "Roll Over Beethoven" von Chuck Berry. Highlight!
Weitere Höhepunkte des Gigs waren die Bottleneck-Einsätze von Richard van Bergen. Zum Klang seiner E-Gitarren unisono singend sorgte das Stück "Nobody" für herrliche Slide-Sounds und auch Ray Charles' "It Feels Like Home" garnierte der Gitarrist mit einer feinen Bottleneck-Fahrt über die sechs Saiten seines Arbeitsgerätes.
Slide-Gitarre zum Dritten. Hier kam es zu einem weiteren Hochkaräter, denn "I Can’t Be Satisfied" von Muddy Waters ging weiter als nur unter die Haut. Ausdrucksstark nicht nur auf der Gitarre, konnte Richard van Bergen ebenfalls durch seine emotionale Stimme, dem Herzblut in seinem Gesang punkten und bei den Blues-Musikern alter Schule durfte Howlin' Wolf nicht fehlen.
Boogie, Boogie, Richville. In zig Varianten hob das Duo den Boogie auf ein ganz besonders strahlendes Podest. Nicht ohne Grund lautet das Richville-Motto »[…] Blues & Boogie Grooves & Riffs […]«.
Auf der Bühne stand ein Gibson-Gitarrenverstärker, der gefühlt so alt erschien, wie der Berichterstatter. Auf Nachfrage bei Richard van Bergen Baujahr 1961. Dann war der Amplifier doch sechs Jahre jünger.
Schlagzeuger Jody van Ooijen war der Groove-Master des De Brauerij-Autritts.
Was bei Richard van Bergen die Boogie-Fülle betraf, verband Jody van Ooijen mit einer beeindruckenden Groove-Allianz. Er zeichnete sich auch durch eine feine Leichtigkeit im Drumming aus. Die Beats – auch in den dynamischen Phasen – präsentierte er mit einer schon faszinierenden Mühelosigkeit.
Die Nummer "Lord & The Devil" untermauerte Jody van Ooijen mit einem Super-Groove. Psychedelische als auch hypnotische Gitarren-Solo-Klänge erfüllten die Location mit einer ganz besonderen Stimmung.
Als die medizinische Abteilung ihre Türen öffnete, hatte Jody van Ooijen die Gelegenheit, "Drink A Little Poison" durch ein klasse Solo zu bereichern. Abermals wurde der Publikums-Chor mit »[…] before you die […]« eingebunden.
Der Delta Blues kam mit "Please Tell me Your Name" beim Publikum sehr gut an, genauso wie der Chicago Shuffle "That’s What You Do To Me". "Ain’t Wastin' Time" rundete als letzter Boogie den ausgezeichneten Gesamteindruck des Richville-Gigs ab.
Hats off, Jody und Richard!
Zu einem gelungenen Konzert gehört auch ein toller Sound. Dafür geht ein Dank an Nikki Rutten.
RockTimes bedankt sich bei Joost Brauer für den Platz auf der Gästeliste.
Am 12. April wird Reto Burrell in De Brauerij, Kranenburg-Niel erwartet.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2026 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Richville:
Richard van Bergen (vocals, guitars, slide guitar)
Jody van Ooijen (drums, percussion)





















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