Zur Band Humulus und ihrem Album "Flowers Of Death" schreibt Noisolution unter anderem: »[…] Die italienischen Heavy Rocker Humulus veröffentlichen ihr neues Album "Flowers of Death" am 1. September über Taxi Driver Records und Kozmik Artifactz. […] Es ist das vierte Album des Trios aus Brescia / Norditalien, das 2012 mit seinem selbstbetitelten Debüt startete. Vor allem aber ist es das erste Humulus Album mit neuem Gitarrist/Sänger Thomas Mascheroni. In gewisser Weise ist dieser Wechsel die Geschichte des Albums. Alles auf Null gestellt, alles wurde hinterfragt und man hört die Entwicklung der Band, wenn man ihre Geschichte betrachtet und wie sie schrittweise den bierseligen Anfängen entwachsen sind. […] Das Album ist mehr als seine einzelnen Songs und verschiedenen Einflüsse. Der Wechsel des Sängers und Gitarristen, ist eine große Veränderung für eine Band. Auch bei Humulus hat sich das deutlich bemerkbar gemacht, aber sie haben nicht den Faden verloren, um neue und aufregende Wege, kreativ zu beschreiten. […]«
Um es, bezogen auf den Wechsel am Gesang und der Gitarre, vorweg zunehmen: Humulus hat durch den neuen Frontmann Thomas Mascheroni nichts an Klasse eingebüßt.
Hinlangende Gitarren-Riffs und der bemerkenswerte Gesang sind überzeugend, genauso wie der abgelieferte Musik-Mix aus Heavy Rock, Psychedelic und Stoner Rock. Phasenweise schwingt noch ein genüsslicher Teil Doom mit und insgesamt sind die etwas über dreiundvierzig Minuten ein klasse Statement in Sachen zupackender Musik.
Schon beim ersten Track mit dem Titel "Black Water" werden die Ärmel hochgekrempelt und Schlagzeuger Massimiliano Boventi unterlegt das starke Treiben mit einem tollen Groove. Die Beats des Drummers treiben nach vorne und Bassist Giorgio Bonacorsi taktet mit tiefen Tönen fleißig mit. Hier und da geraten seine Bass-Läufe in den Vordergrund. Von der Gitarre fein strukturiert gibt es im Mittelteil der Nummer eine gewisse Entspannung, die sich dann wieder zu einer ansprechenden Dynamik freischaufelt. Thomas Mascheronis erstes Solo mit Wah Wah-Pedal-Unterstützung wird von der Psychedelic gespeist. Toll!
In "Secret Room" schaltet Humulus einige Gänge höher.
Es wird flotter und man gleitet geschickt ins Metier des Heavy Rock. Passgenau dringt die Rock-Power, abermals schön groovend, weiter als nur bis zu den Trommelfellen. Klasse, wie sich Bassmann Giorgio Bonacorsi mit Blitzlichtern einbringt. Wieder werden die Leute vor den Lautsprechern Zeuge eines relaxten Teils, der aufzeigt, wie gut Thomas Mascheroni bei Stimme ist. Der Opener zeigte schon in Richtung Highlight. Mit "Secret Room" haben wir den ersten Höhepunkt und es sind erst zwei Songs durch.
Über ein im Stoner Rock verortetes "Shimmer Haze" und einem "Buried By Tree", das mit seinen heavy Gitarren-Riffs und in Psychedelic schwelgt, kommt es bei "Seventh Sun" mit dem zusätzlichen Gitarristen Stephan Kogel von Colour Haze zum nächsten Highlight. Beim Intro gerät man fast schon ins Träumen und die Atmosphäre erhitzt sich zunächst auch nicht besonders, sodass man der Nummer weiterhin mit geschlossenen Augen folgen kann. Dann wird das Stück für ein Intermezzo von der Dramatik eines Heavy Rock ergriffen, nur um etwas später vom Feinsten zu grooven. Super!
Der Titelsong "Flowers Of Death" geht mit einem gewissen Siebzigerjahre-Appeal kraftvoll geradeaus und nicht nur durch die Spielzeit von zehn Minuten ist "Operating Manual For Spaceship Earth" abermals ein Höhepunkt. Nach einer hypnotischen Eröffnung nimmt das Werk seinen heftig rockenden Verlauf. Währenddessen es zu einer Vielzahl von Stimmungsschwankungen kommt. Die sind durch die Bank sehr gelungen und das letzte Stück darf man als so etwas wie den Klappentext bei einem Buch bezeichnen. Alle musikalischen Trümpfe – in einer bemerkemswerten Qualität – werden ausgespielt und bezogen auf Humulus darf man den Faktor Abwechslung mit in die Beurteilung der vorliegenden Platte mit einbeziehen. Ergänzend sei erwähnt, das speziell der letzte Track teilweise von einem Jam-Charakter geprägt ist.
Humulus' "Flowers Of Death" ist eine Standortbestimmung mit Ansage.
Humulus' "Flowers Of Death" ist ein klasse Mix aus Heavy Rock, Stoner Rock sowie Psychedelic.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up Humulus:
Thomas Mascheroni (guitars, vocals)
Giorgio Bonacorsi (bass)
Massimiliano Boventi (drums)
With:
Stephan Kogel (additional guitar – #4)
Elia Piana (synthesizers)
Tracklist "Flowers Of Death":
- Black Water
- Secret Room
- Shimmer Haze
- Buried By Tree
- Seventh Sun
- Flowers Of Death
- Operating Manual For Spaceship Earth
Gesamtspielzeit: 43:18, Erscheinungsjahr: 2023



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