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Okertones / Okertones – CD-Review

Bangup bullet-Promotion schreibt zur Band Okertones und deren Album unter anderem:
»[…] Mit ihrem gleichnamigen Debütalbum veröffentlicht die Braunschweiger Formation Okertones eine vielseitige Sammlung von Songs, die Geschichten vom Gewinnen und Verlieren, von Sehnsucht, Freundschaft, Heimat und Fernweh erzählen. […]«
Apropos Heimat. Aus den Band-Biografie auf der Website von Okertones geht zu Tom Bennecke auch hervor, dass er »[…] in Braunschweig-Stöckheim […] als Teenager am Lagerfeuer klampfte und Freiheit spürte, lebte er die Funkiness des amerikanischen Westcoast Sounds. Es waren die 1970er, und er liebte Bands wie Poco, Little Feat und Musiker wie Neil Young. […] Seit 1994 prägt er den Sound der Braunschweiger Jazz-Rap-Formation Jazzkantine mit. […]«
Zur Band sagt Tom Bennecke auch:
»[…] Alle sind auch in anderen Genres zuhause. So fließen neben Folk und Country auch Indierock, Bluegrass, Jazz, Reggae und Blues mit ein […]«.

"Okertones" hat ordentlich was zu bieten.
Den Einstieg ins Album widmen die Okertones dem Zwölftakter, der in "Börßum" von Andy Bermig mit einer klasse Stimme gesungen wird. Dazu vertont man den Blues mit Dobro-Slide-Sounds von Tom Bennecke. Toll ist ebenfalls das Catrin Groth-Saxofon-Solo und der feine Chorgesang, der in einem Song-Teil auch a cappella in den Vordergrund gerückt wird. Börßum ist ein Ort in der Nähe von Wolfenbüttel. Andy Bermig singt: »[…] I’m coming back to my hometown […]« und schwelgt in Erinnerungen. So steht zu Beginn der vorliegenden Platte schon ein Highlight an.

Bei "Bring Ihn nach Hause" setzen die Okertones den Blues-Spirit fort.
Nach einem längeren Bottleneck-Intro steht der Gesang von Tom Benneckes Jazzkantine-Kumpel Cappuccino an. Der singt den deutschsprachigen Text mit rauer Authentizität und das flotte Lied macht richtig Laune. Peter Jung schwingt sich zu einem klasse Solo auf. Eine coole Nummer, dieses "Bring Ihn nach Hause".
Wie gut der Okertones-Gesang ist, wird durch die sich auf Markus Schultze, Catrin Groth, Maike Jacobs und die Gäste Britta Dekker, Beate Zacher sowie Carsten Fritz verteilten Lead Vocals deutlich. Andy Bermig und Cappuccino wurden ja bereits erwähnt.

Mit Britta Dekker am Gesangs-Mikrofon hisst die Combo die Balladen-Segel. Einfach herrlich, welch tolle Stimmung sich hier breit macht und Britta Dekker hat genau die passende Stimme für dieses von Sehnsucht geprägte Country-Lied. Highlight!
Eine weitere Ballade, mit viel Melancholie versehen, ist "House Of Eternal Change", in dem Beate Zacher die Lead Vocals übernimmt. Ihre Stimme verfügt über einen hohen Erkennungswert und so schleicht dieses Stück fast automatisch unter die Haut. Auf der Harp sorgt Markus Schultze für Fernweh.
Zu einem Hinhörer wird auch das von Maike Jacobs gesungene "Better Man". Auch hier muss der bemerkenswerte Chor-Gesang gelobt werden.

Das von Markus Schultze intonierte "Going Back In Time" ist ein Beispiel für die beschwingte Leichtigkeit der Okertones und bei "Too Much" mit Catrin Groth am Mikrofon ist klasse Bluegrass angesagt. In diesem Track geben sich Peter Jungs Mandoline sowie die Sechssaiter-Klänge von Tom Bennecke ein Stelldichein des Wohlgefallens. Obendrauf setzt Catrin Groth einen vom Jazz inspirierten Saxofon-Alleingang und ganz am Ende der Nummer wird gepfiffen. Highlight!
Eine dunkel-raue-rustikale Stimme empfängt uns im abschließenden "A Bunch Of", gesungen von Carsten Fritz.

Ein Track schert aus der Reihe, denn das fröhliche "Hillbilly Trash" – der Songtitel ist hier Programm – ist ein Instrumental und könnte bei den vielen Soli in Konzerten als Bandvorstellung fungieren. Alle Alleingänge sind vom Feinsten. Allerdings wird man ganz besonders von André Neygenfinds gestrichenem Kontrabass-Solo angezogen.

Angezogen wird man von allen neun "Okertones"-Songs.
"Okertones" ist das besondere Album mit einer musikalisch faszinierenden Variationsbreite und in allen Belangen ein gesangliches Highlight.
Okertones, ein Bandname, den man sich merken sollte.


Line-up Okertones:

Catrin Groth (vocals, saxophone, flute)
Peter Jung (mandolin, ukulele, backing vocals)
Andy Bermig (vocals, guitar)
Maike Jacobs (vocals, frame drum)
Tom Bennecke (Dorbro, backing vocals)
Markus Schultze (vocals, percussion, harmonica)
André Neygenfind (upright bass)

With:
Britta Dekker (vocals)
Cappuccino (vocals)
Beate Zacher (vocals, guitar)
Carsten Fritz (vocals, electric bass)
Nora Breitmoser-Widdecke (fiddle – #7)

Tracklist "Okertones":

  1. Börßum (feat. Andy)
  2. Going Back In Time (feat. Markus)
  3. Bring Ihn nach Hause (feat. Cappuccino)
  4. Too Much (feat. Catrin)
  5. Locked (feat. Britta)
  6. Better Man (feat. Maike)
  7. Hillbilly Trash
  8. House Of Eternal Change (feat. Beate)
  9. A Bunch Of (feat. Carsten)

Gesamtspielzeit: 44:19, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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