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Sean Chambers / Live From Daryl’s House Club – CD-Review

Zwölf Songs beinhaltet Sean Chambers' "Live From Daryl’s House Club".
Neben Coversongs besteht die Tracklist aus Songs der Alben "Trouble & Whiskey" (2017), Welcome To My Blues (2018) sowie "That’s What I’m talking About" (2021), einem Tribut an Hubert Sumlin.
Am 13. Dezember 2022 starb der Savoy Brown-Gründer Kim Simmons und danach kooperierte Sean Chambers mit The Savoy Brown Rhythm Section, bestehend aus Bassist Pat DeSalvo sowie Garnet Grimm am Schlagzeug.
Die Aufnahmen dieser Veröffentlichung fanden am 02. Mai 2024 im Daryl’s House Club, Pawling, New York, statt.
Gemischt wurde "Live From Daryl’s House Club" von Mark Everton Gray und gemastert hat John Horesco bei One Up Mastering.
Produziert hat Sean Chambers.
»[…] Executive Producer Bruce Quarto […]«.
Mit fast neunundfünfzig Minuten ist die CD gut gefüllt.

Da schlägt das Herz schon einiges schneller, wenn das Trio nach der Bandansage mit dem von Kim Simmons komponierten Instrumental "Cobra" gleich in die Vollen geht. Boogie, verziert mit einem feinen ruhigeren Intermezzo, ist angesagt und schon hier präsentiert der Schlagzeuger Pat DeSalvo gegen Ende ein Blitzlicht-Solo.
Bleiben wir beim Drummer, kommen wir auch beim "Bullfrog Blues", in Gedenken an Rory Gallagher, in den Genuss eines trommelgewirbelten Alleingangs und gleich anschließend steht Garnet Grimm bei "Sweeter Than A Honey Bee" abermals im Vordergrund.
Der "Bullfrog Blues" glänzt durch bemerkenswert gutes Slide-Spiel seitens Sean Chambers. Bezogen auf den Bottleneck-Sound werden die Leute vor den Lautsprechern auf der vorliegenden Platte bestens bedient.
Das riffige "Sweeter Than A Honey Bee" ist Blues Rock à la Sean Chambers in seiner reinsten Form. Highlight!

Surft man durch die Tracklist, taucht ein weiterer Blues im Boogie-Format auf. Es ist Muddy Waters' "Louisiana Blues" mit einer herrlich langgezogenen Einleitung.
Die Begeisterung des Publikums in Daryl’s House Club ist nicht nur am Ende dieser Nummer groß und Sean Chambers' »[…] thank you, guys […]« an die Anwesenden deutet darauf hin, dass "Brown Sugar" dann die Zugabe des Gigs ist. Das Stück stammt von ZZ Top und nicht der Klassiker von The Rolling Stones.
Dieser Schlusspunkt lässt den Blues Rock hoch leben und nach einem von Pat DeSalvo eingeleiteten Ende wird das Trio überschwänglich gefeiert.

Eigenkompositionen von Sean Chambers, der ehrenvolle Blick auf von Kim Simmons geschriebenen Liedern und Cover-Songs ergeben eine vorzügliche Mischung.

Besondere Hochachtung zollt das Trio Kim Simmons durch "Street Corner Talking" garniert durch Höhenflug-Soli, auch mit Wah Wah-Pedal-Action, sowie einem psychedelisch angehauchten Alleingang vom Saitenhexer. Wow!
Nach Howlin' Wolfs "Louise" aus der verkehrsberuhigten Zone, gibt es sozusagen noch eine Zugabe in Sachen Ballade. Bei allem sehr gelungenen Blues Rock-Trubel gibt es bei "Trouble & Whiskey" einen weiteren faszinierenden Abstecher in den verlangsamten Zwölftakter. Fünfeinhalb Minuten hochklassiger Slow Blues und großartige Gitarrenkünste, die man natürlich auch in anderen Liedern lobt. Nicht erst jetzt gefällt uns die raue Stimme des Frontmannes.

"Live From Daryl’s House Club" von Sean Chambers mit The Savoy Brown Rhythm Section ist ein Highlight.
"Live From Daryl’s House Club" von Sean Chambers mit The Savoy Brown Rhythm Section ist ein weitere Beleg dafür, dass man bekannte Songs im Live-Outfit dann doch neu kennenlernt.


Line-up Sean Chambers:

Sean Chambers (vocals, guitar)

The Savoy Brown Rhythm Section:
Pat DeSalvo (bass, backing vocals)
Garnet Grimm (drums, percussion, backing vocals)

Tracklist "Live From Daryl’s House Club":

  1. Cobra
  2. I Need Your Lovin'
  3. Red Hot Mama
  4. Louise
  5. Ten Til Midnight
  6. Street Corner Talking
  7. Bullfrog Blues
  8. Sweeter Than A Honey Bee
  9. Trouble & Whiskey
  10. You’re Gonna Miss Me
  11. Louisiana Blues
  12. Brown Sugar

Gesamtspielzeit: 58:42, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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