Über Zhaat und ihr Album "Other Prophets" lesen wir bei Noisolution unter anderem:
»[..] Zhaat – ursprünglich einfach nur ein Fantasiewort, das der Musik entsprechen sollte, ohne Einschränkung und wertfrei, verwirrend, mystisch. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, das Wort kommt aus dem Arabischen und bedeutet "Essenz" oder wird mit "dem Innersten (Kern / Seele / Antrieb) eines Wesens" gleichgesetzt. Zufall? Schicksal? Kurios allemal, zumal die Band sich an orientalischen Tonleitern, Klängen und Bildern bedient und starre Grenzen nicht nur musikalisch, sondern auch künstlerisch gerne Richtung Orient überwindet. Das Quartett aus Leipzig entwickelt seit 2018 seinen eigenen Sound. Experimentierfreudiger Post-HC wird mit schwerem psychedelischen Stoner-Rock zu einem Klangteppich gewebt, der in seiner Farbgebung auffällt. Durch vereinzelte orientalische Melodien und Rhythmen entsteht ein mystisch hypnotischer Mix, der den schweren Gitarrenwänden eine gewisse Leichtigkeit entgegenstellt. […]«
Aus dem Zhaat-Pressekit:
»[…] Gemixt wurde die Platte von Coogans Bluff Drummer Charlie Paschen […], der die richtige Balance zwischen Feingefühl und Durchschlagkraft gefunden und so den vielschichtigen Charakter der Aufnahme entscheidend geprägt hat. […]«
Zhaat präsentiert auf "Other Prophets" eine verwegene Mixtur aus Stoner Rock, Psychedelic, Doom-Anleihen, orientalischen Elementen und Post Hardcore.
Diese Mischung ist ein echtes Statement und da müssen Stoner Rock-Puristen schon aufgeschlossen sein, um sich dieser in seiner Härte oft nicht zu überbietenden Musik zu nähern.
Zhaat sorgt in den acht Eigenkompositionen, die sich auf gut achtunddreißig Minuten verteilen, für ein Hör-Spektakel erster Güte.
Die Leute vor den Lautsprechern bekommen ordentlich Wind von vorne.
Eine Dramatik, wie sich nur wenige Bands hinbekommen. Zhaat zählt auf jeden Fall zu den Auserwählten.
Zwar lässt Zhaat den Stoner Rock-Hammer kreisen, besinnt sich allerdings auch auf Erholungs-Phasen der ruhigeren Art. Wobei Psychedelic sowie orientalische Ausflüge durchaus an der Tagesordnung sind.
Der Gesang reflektiert die wilden Stoner Rock-Fahrten.
Da sind tiefgreifende Emotionen angesagt. Die Stoner Rock-Seele brodelt förmlich und phasenweise scheinen sich die Vocals zu überschlagen und zeitweise nähern sie sich dem Growlen.
Auf der Suche nach einer Ballade werden wir nicht fündig.
Gelegenheit zum Relaxen biete Zhaat uns während der acht Nummern.
Der Opener "Ramses" beginnt mit leicht orientalischem Ambiente ruhig.
Dann geht es in der Nummer höchst abwechslungsreich zu. Bei aufsteigender sowie abschwellender Dynamik flüstert Clemens Tremmel und bei den energetischen Phasen singt er mit einer klasse Stimme. Den Leuten vor den Lautsprechern gefällt dieses Jonglieren mit der Dynamik. Der Song punktet mit einer gewissen Eingängigkeit.
Clemens Tremmel ändert seinen Sänger-Charakter in "Kante", wo er nur so vor Aggressivität strotzt. Das Stück ist ein Wechselbad der Emotionen. Auch hier spielen die Veränderungen in der Power eine wichtige Rolle. Zhaat lupft den Deckel eines Hexenkessels.
Zu den längsten Tracks der vorliegenden Platte zählen "The Seer" (6:25 min) sowie das abschließende "Tikal" (6:21 min).
Die E-Gitarre taucht – in den entspannten Teilen des erstgeannten Liedes – in die Psychedelic ein. Abermals werden wir Zeugen von periodischen Schwankungen in der Intensität. "The Seer" ist galaktisch-giftig arrangiert. Bei seinem Gesang geht Clemens Tremmel an die Grenze zum Growlen.
"Tikal" ist dann der endgültige Beleg dafür, dass Zhaat mit dem Changieren der Dynamik eines ihrer maßgeblichen Markenzeichen inne hat. Die hochoktanigen Phasen mit einer stets aufbegehrenden E-Gitarre sorgen immer wieder für frischen Wind in den Liedern und wirken wie ein greller Lichtstrahl. Da vibrieren die Trommelfelle.
Bei "Divine Command", einem Monster von Song, brennt die Stoner Rock-Hütte und "Maniac" kommt direkt aus dem Herzen des Genres.
"Other Prophets" von Zhaat ist Stoner Rock, Psychedelic und Post Hardcore mit ganz individuellen Charakterzügen.
"Other Prophets" von Zhaat macht den Unterschied zu vielen anderen Bands des Genres aus.
Line-up Zhaat:
Clemens Tremmel (vocals, guitar)
Daniel Schindler (guitar)
José Antonio Mendez Mora (Bass)
Nick Putzmann (drums)
Tracklist "Other Prophets":
- Ramses
- Kante
- Ramayana
- The Seer
- The Essence
- Divine Command
- Maniac
- Tikal
Gesamtspielzeit: 38:19, Erscheinungsjahr: 2025



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