Es geht ihm weniger um eine spektakuläre Bühnenshow. Dennoch sind während eines Konzertes viele Blicke auf ihn gerichtet, gehört Roger Glover doch zu jenen Musikern, die dem Bassspiel zu mehr Aufmerksamkeit verholfen haben. Nach Ex-Gitarrist Ritchie Blackmore und Sänger Ian Gillan gehört er nunmehr im Kreis der Deep Purple-Musiker ebenfalls zum 'Club der 80-Jährigen'. Happy Birthday, Roger Glover, ruft RockTimes dem Jubilar aus Anlass seines 80. Geburtstages am 30. November 2025 zu und wünscht ihm bei guter Gesundheit noch viele schöne Jahre. Soll man vielleicht gleich sagen: 'Gratulation dem rüstigen Jubilar?'
In Interviews jüngeren Datums ließ Glover aufhorchen, indem er verlauten ließ: Eine Abschiedstournee werde es mit seiner Band nicht geben, man wolle stattdessen spielen, solange es Spaß macht und solange die Fans Deep Purple auf Händen tragen. Statistiken rücken bei Roger Glover ohnehin in den Hintergrund, denn er ist mehr ein Mann fürs Praktische. Roger David Glove, so dessen bürgerlicher Name, wurde am 30. November 1945 in Brecon (Wales) geboren. Früh begann er sich für Musik zu interessieren. Das mündete in einer breit aufgestellten Tätigkeit als Musiker, Komponist und als Musikprozent. Im Mittelpunkt seines Schaffens steht natürlich das Hard Rock-Flaggschiff Deep Purple. Hier wirkte er bereits von 1979 bis 1973 und seit der Reunion ab 1984 mit. Zwischenzeitlich gab es ein Intermezzo bei Rainbow (1979 – 1984). Die Handschrift des vielbeschäftigten Produzenten tragen heute Namen wie Nazareth, Spencer Davis Group, Rory Gallagher, Status Quo, David Coverdale, Judas Priest und Michael Schenker Group.
Glover spielte bei Deep-Purple in den früheren 1970er Jahren legendäre Studioalben ein, die als Meilensteine bei der Entstehung des Hard Rocks gelten, darunter "Deep Purple In Rock", "Fireball", Machine Head und "Who Do We Think We Are?". Während seiner gesamten Musikerkarriere gab es solistische Aktivitäten. Glover, der mit seiner Frau und zwei Töchtern in der Schweiz lebt, ist eine Konstante bei Deep Purple. Mit Sänger Ian Gillan verbindet ihn eine lange Freundschaft. Diese prägte das Auf und Ab in der Band, in dessen Folge Ritchie Blackmore 1993 endgültig die Band verließ.
Roger Glover hat alle Gründe, heute das Glas auf eine Bilderbuchkarriere zu erheben. Doch wer weiß? Vielleicht sitzt er gerade an seinem Ehrentag in einem Studio und tüftelt mit Musikern außerhalb von Deep Purple an der Umsetzung eines musikalischen Werkes. Die Fans verneigen sich derweil vor ihrem Idol. Ein Höchstmaß an Kreativität und eine besondere Treue zu seiner Band zeichnen den 80-Jährigen aus. Wie schon gesagt: Happy Birthday, Roger.
Foto: © 2022 | Mario Keim | RockTimes



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