Aus der Pressemitteilung von Tonzonen Records zur Band Apex Ten und "Atom" erfahren wir unter anderem:
»[…] Mit "Atom" legt das belgische Trio Apex Ten – Benoît Velez (Gitarre), Brad Masaya (Bass, Gitarre, Gesang) und Alex Radelet (Schlagzeug) – ein eindrucksvolles Debüt zwischen Space Rock, Desert/Stoner Rock und Psychedelic vor. […] Fans von Electric Moon, Colour Haze, Kyuss oder Hawkwind werden hier sofort andocken. Aufgenommen wurde "Atom" im Koko’s Studio in Sprimont (Belgien) von Laurent Eyen, gemastert von Tony Reed (USA). Alle Songs entstanden in Live-Sessions, bei denen Apex Ten bewusst auf Studio-Perfektion zugunsten echter Energie verzichteten. […]«
Die sechs Songs bringen es auf eine Gesamtspielzeit von 32:31 min.
Im Innenteil des Digpaks wird der Session-Charakter unterstrichen:
»[…] All tracks were jammed […]« und sie wurden in nur zwei Tagen (07./08. September 2024) aufgenommen.
Ein Atom ist der kleinste Baustein eines Elements.
Vielleicht ist die Gruppe Apex Ten auf den Albumtitel gekommen, weil "Atom" für das Trio »[…] eine Vision der Reise ins Jenseits […]« ist.
Aufgewühlt und scharfkantig beginnt die vorliegende Platte mit "Ruthless".
Mit nicht genau zu verstehenden Vocals von Brad Masaya begibt sich das Trio auf einen Trip zum Abgrund der Seele. Die Alexis Radelet-Drum-Performance kommt einem Stahlwerkhammer gleich. Die rohe Energie der Musik ist schon in den ersten über sechs Minuten zum Greifen nahe.
Im Vergleich zu den anderen Nummern auf "Atom" haben wir es bei "Mellow" tatsächlich mit einem Track zutun, der bezüglich der ungezähmten Power so etwas wie Gnade walten lässt. Bei seinem E-Gitarren-Einsatz vermittelt Benoît Velez uns den Eindruck, als grüße er uns mit seiner Klangkaskade aus dem luftleeren Raum. Ja, dieses Stück verfügt über einen spacigen Charakter.
"LFO" schließt sich quasi da an, wo "Mellow" geendet hat. Diese Nummer ist eine Improvisation, die aus einem Labor für obskure Sounds stammen könnte. Mäandernde Klänge flirren durch die vier heimischen Wände. Dieses Stück könnte in einem Testraum für Lautsprecher gute Dienste tun.
Bass-Intro. Sphärische Sechssaiter. Apex Ten lässt den gekonnt arrangierten Stoner Rock mit dynamischen Verlangsamungen bei "Rot" klingen, wie eine epische Reise in die Dunkelheit. Brad Masaya growlt Unverständliches ins Mikrofon. Klasse Song.
Bei der Härte von so einigen Songs, lässt "Brainwasher" nicht Gutes erahnen.
Benoît Velez erweist sich als Experte im Einsatz des Wah Wah-Pedals mit psychedelischen Fantasien. Schlagzeug und Brad Masayas Bass-Strukturen vermitteln einen Fußwippen-Groove. Zwischendrin kreiert Apex Ten eine Phase der Ruhe, die bei dieser Nummer sehr gut ankommt. Erinnert ein wenig an die frühen Pink Floyd. "Brainwasher" ist klasse gemachter Stoner Rock, der mit der Psychedelic flirtet.
Ach, wie schön.
Apex Ten fasziniert durch eine von Benoît Velez gestaltete, sich stetig aufbauende Melodie. Dann ändert sich die Atmosphäre. Der Bass wirkt bedrohlich, wie vermittelt eine Stimmung wie in einem stillgelegten Industriekomplex. So zieht dieses Stück seine fast schon dramatischen Kreise, die im Kontrast zum Beginn des Songs stehen.
"Atom" von Apex Ten ist sehr gelungener Stoner Rock, bei dem Überraschungen, Genuss und Abwechslung die entscheidenden Faktoren des Gelingens sind.
"Atom" von Apex Ten ist ein Trip ins Seelenleben und in galaktische Sphären.
Line-up Apex Ten:
Alexis Radelet (drums)
Benoît Velez (guitar, theremin, tambourine)
Brad Masaya (vocals, bass, synthesizer – #5)
Additional Musicians:
Thomas Mouton (shaker)
Laurent Eyen (fx)
Tracklist "Atom":
- Ruthless
- Rot
- Mellow
- Brainwasher
- LFO
- Argon
Gesamtspielzeit: 32:31, Erscheinungsjahr: 2025



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