Am 27. März 2025 gastierte die Band Of Friends im angesagten To Hoop, Rheinberg.
Aus der Konzert-Ankündigung der Location entnehmen wir:
» […] Gerry McAvoy gründete Band of Friends im Jahr 2012. Zuvor spielte er 20 Jahre lang mit Rory Gallagher. Er hat von 1971 bis 1991 jedes Rory Album miteingespielt.
Er schrieb auch seine Biografie "Riding Shotgun", die 2005 veröffentlicht wurde.
Im musikalischen Gepäck ganz viel Rory Gallagher. […]«
Neben dem Schlagzeuger Brendan O’Neill, der wie Gerry McAvoy mit Rory Gallagher zusammen spielte, stand der Gitarrist und Sänger Stephan Graf (auch The Double Vision) auf der Bühne.
Kollege Jürgen Berking erlebte die Band Of Friends im November 2024 mit dem Gitarristen Davy Knowles.
Während der fast einhundert Minuten Konzert-Dauer herrschte im sehr gut besuchten To Hoop, in Rheinberg und Umgebung Alarm.
Unglaublich, welche Energie, welche schiere Power das Trio aufrief.
Die Begeisterung bei den Anwesenden vor der Bühne war schon beim ersten Stück "Double Vision" hoch angesiedelt, aber immer wieder war es Gerry McAvoy, der das Publikum motivierte, noch lauter zu klatschen, noch lauter mitzusingen.
Der Bassmann war sowohl auf den dicken Saiten seines Tieftöners als auch bei seiner Präsenz auf der Bühne höchst aktiv.
Er und Stephan Graf begaben sich bei ihren Fretboard-Fahrten häufig an den vorderen Bühnenrand und dort war dann das Feuer des Blues Rock sozusagen spürbar, dem Greifen nahe.
Auf die Frage, welcher Song das Highlight des ersten Sets war, meinten einige Leute, alle. Aber "Moonchild", auch auf dem Album Live At Montreux zu finden, stach besonders hervor. In die Reihe der Höhepunkte der ersten Konzert-Runde gliederte sich ohne Problem auch "Messin' With The Kid", "Lonely Mile" oder "Off The Handle" ein.
- Gerry McAvoy (lead vocals, bass)
- Stephan Graf (lead vocals, guitar)
- Brendan O’Neill (drums)
Gerry McAvoy, das Energiebündel auf den vier dicken Saiten und auf der Bühne.
Nur beim Singen kam die Bewegungsfreiheit des Bassisten einigermaßen zur Ruhe.
Der Blues Rock knallte bei einem klasse abgemischten Sound von Christian wohltemperiert aus den Boxen und mit "Do You Read Me" gab es ein weiteres vorzügliches Highlight.
Ein ums andere Mal bat Gerry McAvoy den Gitarristen Stephan Graf für gemeinsame Action an den vorderen Bühnenrand. Da hätte man sich auch die eine oder andere solcher Aktionen sparen können. Wahrscheinlich wäre das Publikum auch mit weniger zufrieden gewesen.
Gerry McAvoy zupfte seinen schwarzen Bass so emotional und passgenau wie man es von einem ehemaligen Rory Gallagher-Musiker erwarten konnte. Im Zusammenspiel mit dem Schlagzeuger Brendan O’Neill war Gerry McAvoy auch der Motor des Auftritts.
Für das Publikum ein Genuss, ging es fast immer in die Vollen und es gab Phasen, in denen das Publikum lauthals mitsang. Klar, bei so vielen Rory Gallagher– sowie Band Of Friends-Freunden waren die Leute in allen Belangen textsicher.
Sowohl Gerry McAvoy als auch Brendan O’Neill bekamen bei ihren Solo-Einlagen verdienten Appplaus.
"Bad Penny" versah man mit einem Ausflug in den Reggae. Toll!
Was schon ganz zu Beginn des Konzerts auffiel, war bei Stephan Grafs Gesang die große Nähe zu Rory Gallagher. Ein Plus, das für Freude sorgte und ein Stück weit Authentizität in den Gig einfließen ließ.
Abgesehen von der Tatsache, eine tolle Stimme zu haben, war Stephan Graf ein großartiger Könner auf seiner von mehr als deutlichen Gebrauchsspuren gekennzeichneten E-Gitarre. Nur an wenigen Stellen konnte man erkennen, dass dieses Instrument mal einen schwarzen Korpus hatte. Ansonsten jetzt pures Holz.
Stephan Graf, der Großmeister auf dem Fretboard. Er glänzte unter anderem durch Virtuosität, Finesse, Tiefgang sowie Bottleneck-Sounds. Großartig!
"Shin Kicker" entpuppte sich als purer Rock’n’Roll, den die Combo bei der Zugabe abermals aufrief. Party, Party, Band Of Friends. Bei "Shadow Play" hob sich die Decke der Location bei der fantastischen Stimmung im Publikum quasi in ungeahnte Höhen. Ganz stark war hier der To Hoop-Publikums-Chor und mit dem Gesang der Leute verließen die drei Musiker die Bühne. Highlight!
Als Zugabe krönte das Trio durch "Philby" mit seinem ebenfalls vom Publikum gesungenen »Yeah, yeah, yeah« und "Bourbon" einen Auftritt, der für überschwängliche Freude sorgte.
Nicht nur einmal musst man an Rory Gallagher denken.
Die Band Of Friends zollte dem irischen Musiker Respekt sowie Hochachtung.
Es war ein fantastischen Abend im To Hoop, Rheinberg.
Die Band Of Friends ist die ultimative Combo, die Rory Gallagher zu Ehren kommen lässt.
Nochmals ein Dank an Christian für den klasse Sound und die Lightshow, die irgendwann dann doch keine mehr war, weil Gerry McAvoy lieber nur statisches Licht bevorzugte.
RockTimes bedankt sich bei Sami Durak für den Platz auf der Gästeliste.
Am 04. April wird The Paddy Boy Zimermann Band im To Hoop, Rheinberg erwartet.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Live-Musik.
Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2025 | Joachim Brookes | RockTimes
Line-up Band Of Friends:
Gerry McAvoy (lead vocals, bass)
Stephan Graf (lead vocals, guitar)
Brendan O’Neill (drums)



























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