Am 19. September 2018 war die Blues/Roots Rock Band Beaux Gris Gris & The Apocalypse bereits Gast im Blues Moose Café.
Am Ende des Konzertberichts heißt es unter anderem:
»[…] Mit diesem Konzert spielte sich die anglo-amerikanische Band in der Liste der Konzert-Erlebnisse ganz weit nach vorne. Mit einer emotionalen Greta Valenti als Lead-Sängerin und in allen anderen Bereichen höchst kompetenten Leuten war dieser Gig sozusagen der Shooting Star. […]«
Beim Debütalbum Love & Murder kam es zu einem ähnlichen Fazit:
»[…] Beaux Gris Gris & The Apocalypse legen eine beeindruckende erste Longplayer-Visitenkarte auf den Tisch und man sollte sich der Musik dieser Gruppe hingeben. […]«
Beim Gitarristen Robin Davey sowie dem Schlagzeuger Mark Barrett läuten natürlich die Glocken, denn beide Musiker bringt man in Verbindung mit den britischen The Hoax sowie der Combo DVL.
Zum über zweistündigen Beaux Gris Gris & The Apocalypse-Blues Moose Café-Konzert in der Café Bar De Comm, Groesbeek (NL) lässt sich das Folgende berichten.
Bevor es losging kündigte man an, dass bei diesem Auftritt eine Mischung aus brandneuen sowie älteren Songs gespielt wird. Die Nummer "Gris Gris" stammt von dem Ende März auf den Markt kommenden Album "Good Times End Times" und war am Anfang sozusagen eine treffende Standortbestimmung der Beaux Gris Gris & The Apocalypse-Musik. Die konnte man nämlich an der musikalischen Metropole New Orleans festmachen. Um es kurz zu machen, das Quintett spielte alle acht Lieder von der neuen Scheibe.
Die Musik der anglo-amerikanischen Combo war so bunt wie das textile Etwas von Greta Valenti, gepaart mit der auffallend karierten Robin Davey-Hose. Bei seinen Soli schraubte sich der Gitarrist phasenweise in den Himmel, auch über die Wolken hinaus in Richtung Psychedelic. Kompetent setzte er das Bottleneck ein und benutzte es einmal wie auf einer Lap Steel-Gitarre. Beim Slide-Sound begeisterte Robin Davey auch mit Blues-Intermezzi, durch das Spielen seines Arbeitsgerätes nur mit den Fingern der linken Hand oder mit Wah Wah-Pedal-Action. Überhaupt tauchte die komplette Band nicht nur einmal in den Blues ein. Quasi am Fließband sorgte der Schlagzeuger Mark Barrett durch sein breites Spektrum für tolle Beats und Grooves. Zur Robin Davey-Voodoo-Gitarre in "Trouble Is Coming" brachte der Drummer Bongos ins Spiel und wenn es balladesk wurde, setzte Mark Barrett auch Jazzbesen ein. Er war ein verlässlicher Rückhalt für die Formation.
Apropos Balladen … da gab es eine Gänsehaut nach der anderen.
Greta Valenti zeigte sich als eine ausgesprochen wandlungsfähige Sängerin. Sie musste Edelmetall auf ihren Stimmbändern haben. Mit ihrem Gesang war sie über jeden Zweifel erhaben, konnte bei rockenden Nummern emotional-kraftvoll intonieren und wenn es nachdenklich-sentimental wurde, kamen die Gefühle tief aus ihrer Seele. Greta Valenti lebte – auch in ihrer pikanten Ausssagekraft – förmlich jede Text-Zeile. Auch, wenn die ruhige Fahrt an der musikalischen Bewegungslosigkeit entlang führte. Großartig!
Wagemutig, aber mit Erfolg, verknüpfte die Gruppe den Blues Rock mit Gypsy-Flair oder kombinierte den Zwölftakter mit dem Reggae. Groove und Rock’n’Roll à la Beaux Gris Gris & The Apocalypse servierte man dem begeisterten Publikum mit einem Greta Valenti-Ausflug ins Publikum im hochoktanigen "Fill Me Up" oder bei "When My Baby Was Rich". Da war Feuer drin!
Emma Jonson, die Frau an den schwarzen und weißen Keyboard-Tasten, spielte sich nicht alleine durch ihre Alleingänge in die Herzen der Zuschauer. Ihre Soli waren eine faszinierende Mischung aus ganz verschiedenen Stilen und bei den Balladen begleitete sie Greta Valenti mit feinfühligen Piano-Läufen. Super! Sie gab dem Band-Sound eine wunderschöne Intensität. Wahrlich meisterhaft bediente Stephen Mildwater seinen Tieftöner. Er setzte sich durch fließende Fretboard-Fahrten nachhaltig in Szene und glänzte durch seine Flexibilität auf den dicken Saiten. Toll!
Bei "Jambalaya (On The Bayou)" waren die Zuschauer aber so etwas von flott dabei und der Song "What’s My Name" durfte auch hier nicht fehlen. Die Stimmung hatte schon lange den Siedepunkt erreicht. Willkommener Endpunkt des Auftritts waren die beiden Zugaben "I Wanna Make It" und die 4 Non Blondes-Nummer "What’s Up", die als Reggae.
Beaux Gris Gris & The Apocalypse waren ein Garant für beste Live-Unterhaltung.
Wer die Möglichkeit hat, diese Band zu sehen, sollte sie unbedingt nutzen.
Thank you very much Emma, Greta, Mark, Robin und Stephen!
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Live-Musik.
Die Song-Videos zum Groesbeek-Konzert können, wie immer, auf dem Blues Moose-You Tube-Kanal angeschaut werden. Am 21. März 2022 wird das Duo Chris Bergson & Ellis Hooks mit Band erwartet.
Line-up Beaux Gris Gris & The Apocalypse:
Greta Valenti (lead vocals, percussion)
Robin Davey (lead guitar, backup vocals)
Emma Jonson (piano, keyboards, backup vocals)
Stephen Mildwater (bass, keyboards, backup vocals)
Mark Barrett (drums, percussion)
- Robin Davey (lead guitar, backup vocals)
- Emma Jonson (piano, keyboards, backup vocals)
- Stephen Mildwater (bass, backup vocals)
- Mark Barrett (drums, percussion)
- Greta Valenti intensiv
- Greta Valenti
- Robin Davey-Gitarren-Solo
- Emma Jonsons zauberhaften Piano-Klänge
- bester Bass von Stephen Mildwater
- Mark Barrett-Beats
- Hotspot bei Emma Jonson
- Zuschauen macht auch Spaß
- Percussion
- Greta Valenti emotional
- Robin Davey
- Stephen Mildwaters fundierter Bass
- wunderschön
- begeisternd
- Mark Barrett-Grooves
- Gitarre und Gesang

























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