Es gab nicht viele Radiomoderatoren, vor denen ich heute noch meinen Hut ziehe.
Zum einen, weil sie noch Musik für die Hörer und nicht für die Werbefuzzis auflegten. Zum anderen, weil sie ihren Job nicht nur gerne, sondern auch mit jeder Menge Sachverstand ausfüllten.
Auf Anhieb fallen mir Namen wie Wolfman Jack, Manfred Sexauer, Elmar Hörig und eben Frank Laufenberg ein.
Laufenberg, der nicht nur im Radio, sondern auch im Fernsehen moderierte, war außerdem als Journalist und Autor tätig. In unserer Ecke unvergessen seine Arbeit im SWF3 und unvergessen auch ’seine' Sendungen "Pop Shop" und "Ohne Filter".
Gerne lauschte ich seinen Erklärungen und Vorstellungen von wenig bis total unbekannten Musikern. Das ist nun vorbei. Frank ist laut Angaben im Netz in der Nacht zum 6. Juli 2025 nach schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren verstorben.
Wie wahr ist folgendes Zitat von ihm, dass den Unterschied von echten Radiomachern und geschwätzig nervenden Worthülsenakrobaten beschreibt:
»Das Radio setzt heute aus lauter Populismus keine Trends mehr«.
Nun mach da oben anständig Programm, die meisten der alten Helden sind eh' schon dort …
R.I.P. Frank



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