Wie in der freien Übersetzung aus dem englischsprachigen Pressetext hervorgeht, repräsentiert "Reach" eine weitere Station in der mittlerweile vierundzwanzigjährigen History der Band Kneebody.
Die nahtlose Mischung aus Jazz mit Rock, Electronica, R&B sowie klassischen Elementen sind die Grundsteine von Kneebodys Musik.
Die neun instrumentalen Songs wurden im September 2023 in nur fünf Tagen in den Figure 8 Studios, Brookly, New York eingespielt.
Das Album wurde von der Band produziert.
Gemixt und gemastert hat der Schlagzeuger/Bassist Nate Wood in den Kerseboom Studios.
"Repeat After Me", Reach", "Another One" sowie "Say So" wurden von Ben Wendel geschrieben". Shane Endsley komponierte "Natural Bridge", "Top Hat" und "Lo Hi". Die Credits von "Glimmer" und "Long Walk" gehen zurück auf Adam Benjamin.
Die neun Lieder bringen es auf eine Gesamtspielzeit von etwas über achtunddreißigeinhalb Minuten.
Los geht es mit zwei Liedern, die von Saxofonist Ben Wendel geschrieben wurden.
Eingeleitet durch eine kurze Nate Wood-Schlagzeug-Einlage, der den Track auch mit Wucht nach vorne treibt, geht es bei "Repeat After Me" gleich fulminant in die Vollen. Gepaart mit einer deftigen Portion Soul erweist Kneebody dem Jazz Rock alle Ehre. Der Groove aktiviert die Fußwippe und die Soli von Ben Wendel sowie Trompeter Shane Endsley geben markant-richtungsweisend Hinweise auf das, was noch folgen wird. Virtuos lässt Adam Benjamin seine Finger über die schwarzen und weißen Tasten fliegen. Erster Song, erstes Highlight!
Weiter geht es mit dem Titelsong "Reach". Herrlich, wie die Sounds der Horn-Section jetzt luftig-leicht daher kommen. Quasi konterkariert werden diese Klänge von einem geradezu schon spacigen Trompeten-Alleingang seitens Shane Endsley, gefüllt mit Tonfolgen der improvisierten Art. Immer wieder geht es zwischendrin zurück zu den sphärischen Sounds. Zweite Nummer, zweites Highlight!
Aus der ruhigeren, verträumten Abteilung kommt "Glimmer".
Wir können die Augen schließen und die Leute vor den Lautsprechern lauschen einem Spaziergang über eine bunt blühende Sommerwiese, auf der sich noch der morgendliche Tau befindet. Eine wunderschön entspannte Nummer mit perlenden Keyboard-Fantasien und verspielten Klängen.
"Long Way" ist mit knapp unter drei Minuten das kürzeste Stück auf der vorliegenden Platte.
Auch wenn uns die Bläser klanglich unisono durch die Komposition begleiten, sind es die Keyboards-/Synthesizer-Sounds, die hier die ziemlich relaxte Szenerie bestimmen. Klasse!
Synthesizer-Einleitung von Adam Benjamin. In Kombination mit spacigen Klängen geht die Chose bei "Another Day" über in einen furiosen Funk. Der ist die Basis für Ben Wedel sowie Shane Endsley, um sich sowohl kreativ-extrovertiert als auch melodisch darzustellen. Ein weiteres Highlight!
"Top Hat" ist eine höchst interessante Mischung aus Jazz Rock sowie einem gehörigen Schuss über der Wolkendecke schwebendem Funk. Das Keyboard-Zwischenspiel ist das Salz in der Suppe dieser auch von dramatischer Stimmung gespeisten Nummer.
Bei "Say So" kreiert das Quartett eine rockige Stimmung mit irgendwie abgefahrenen Sounds von Adam Benjamin. Die beenden schließlich das letzte Stück der CD.
"Reach" von Kneenbody ist eine XXL-Fusion-Ausgabe mit imposanten Ausflügen in den Funk und die Electronica.
Beide Daumen hoch für "Reach" von Kneenbody.
Line-up Kneebody:
Ben Wendel (saxophone, effects)
Shane Endsley (trumpet, effects, bass synthesizer)
Adam Benjamin (keyboards)
Nate Wood (drums, bass)
Tracklist "Reach":
- Repeat After Me (3:56)
- Reach (3:51)
- Natural Bridge (4:37)
- Glimmer (3:16)
- Another One (4:36)
- Top Hat (5:11)
- Lo Hi (6:14)
- Long Walk (2:45)
- Say So (4:08)
Gesamtspielzeit: 38:33, Erscheinungsjahr: 2025



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