2022 erschien All Work & No Play.
2024 folgte "Nie wieder Frieden".
2026 legte das Trio Laturb mit "Brutal" nach.
Mit diesem Album »[…] lüftet […]« man »[…] nebenbei das Geheimnis ihres Bandnamens. […]«
Man muss Laturb nur rückwärts lesen.
Aus der Pressemittelung vom Label Fuego geht weiterhin hervor:
»[…] Laturb zollen ihren misikalischen Vorbildern im New Wave und Punk der 80er & 90er Jahre Tribut und wagen zugleich den mutigen Schritt in eine Zukunft, in der Mauik und ihre Konventionen ständig hinterfragt werden. […] In ihrem selbsternannten Future-Punk verbinden sie moderne Sounds mit 80s Synths, Dead Kennedies Gitarren und dreifacher Stimmgewalt zwischen Pop und In-your-face- Attitude. […]«
"Brutal" bringt es auf neun Songs. Die Gesamtspielzeit beträgt 29:19 Minuten.
Christoph Hoppe-Thiele hat die vorliegende Platte gemastert. Laturb hat alle Songs geschrieben und auch produziert.
Bei Latrubs Musik befindet man sich wie in einem Kreisverkehr.
Viele Ausfahrten zwischen Synthi Pop, grob gehobeltem »[…] Future […]«-Punk und NDW sind möglich.
Aus der aktuellen Situation beschäftigt sich das Trio auch mit Flüchtlingen. In "Lampedusa" heißt es:
»[…] Ich steh auf meiner Seite
Ich sehe übers Meer
Ich schliesse meine Augen
Da sind keine Stimmen mehr […]«
Mit einer fiebrigen Stimmung inszeniert, ist der Gesang schon melodisch-wohlklingend und auch die Synthesizer machen in Melodie. Dann gesellt sich Daniel mit seinen Piano-Zutaten dazu. Er bildet ein Spannungsfeld zwischen Eingängigkeit und jazzigem Ambiente. Ein Lied zum Enspannen.
In "Alles neu" öffnet das Trio das Tor zum treibenden NDW mit viel energischerem Gesang als zum Beispiel in "Lampedusa". Zwischendrin rebelliert die Anne Reuper-E-Gitarre messerscharf in einem Intermezzo Ganz schön viel Power in dieser Nummer.
"Druck" verbindet Punk und Synthi Pop in einem potenzierten Format. Aus der Presseinformation: Der Song »[…] thematisiert den oftmals weiblich assoziierten Umgang mit Wut: Unter den Teppich kehren, runterschlucken, weglächeln. […]«
Zurücklehnen und Snacks bereitlegen. Zurücklehen geht nicht. Ein Snack in Form von "Kräcker" geht klar. Musikalisch ist das hyperaktives E-Gitarren-Riffing mit ruhigerem Refrain zum Mitsingen. Kurz und heftig.
Die Mixtur aus sägend-riffenden E-Gitarren, energetischem Gesang und zum Teil geschmeidigen New Wave-Synthis ist ein Musterläppchen der Combo. Kontraste sind ein Laturb-Markenzeichen.
Getrappel von Hufen. Da galoppiert der Rhythmus wie ein Pony. Laturb tanzbar und völlig losgelöst rotiert der Sound.
Rot ist die Farbe des Booklets. Rot steht für Liebe, Zuneigung, Leidenschaft. Aber man sieht auch rot, wenn man wütend, aufgebracht ist. Puls sowie Blutdruck steigen unkontrolliert.
Auf "Brutal" von Laturb spiegelt sich die Farbe Rot wider.
Line-up Laturb:
Cordula 'Cordel' Heins (vocals)
Anne Reuper (vocals, guitar)
Tim Stapel (synthesizer, sounds, vocals)
With:
Daniel (piano – #5)
Tracklist "Brutal":
- Druck
- Carrerabahn
- Kräcker
- Gewalt
- Lampedusa
- Alles Neu
- Grüne Augen
- Ballern
- Ponyhof
Gesamtspielzeit: 29:19, Erscheinungsjahr: 2026



Neueste Kommentare