Die folgenden Informationen stammen, in freier Übersetzung, aus dem englischsprachigen Pressetext zu Layla Zoes Album "Into The Blue – Live In Concert":
Im März 2024 begab sich Layla Zoe, auch bekannt als »[…] Canada’s darling of the Blues […]« mit ihrer Band von »[…] 'road-warrior' musicians […]« auf die "Into The Blue"-Tour, um auf Europas Bühnen, wie sie es in den letzten fünfzehn Jahren tat, aufzutreten.
Allerdings mit einem Unterschied. Jeden Abend teilte sie die Konzerte in zwei Hälften. Ein Set bestand aus Songs von ihrer »[…] in-depth discography (including albums produced by Henrik Freischlader, Jan Laacks and independently) […]«. Der zweite Set beinhaltete Coversongs von Künstlern, die sie während ihrer Karriere inspiriert haben.
Sie engagierte Martin Meinschäfer »[…] to record the audio from a very special night on tour on stage at Harmonie in Bonn, on March 27th […]« sowie ein Filmteam »[…] to record the concert in high quality 4K film […]«.
Das Album "Into The Blue – Live In Concert" erscheint als »[…] CD and Blu-ray in a double digipak […]«.
Die Rezension bezieht sich auf den digital zur Verfügung gestellten Stream der CD.
Wird die Gänsehaut verdammt oft erzeugt, dann handelt es sich bei Layla Zoe auch um die Stimme, die Kompositionen, die Songs und die Band.
Da dauert es gefühlt nur wenige Sekunden, bis sich die Härchen zum ersten Mal nach ober strecken.
Das Gospel-Traditional "Oh Lord I Want You To Help Me" singt die Protagonistin mit einer beeindruckenden Stimme a cappella. Da gehen glasklar schon die ersten Punkte auf das Habenkonto von Layla Zoe.
Weiter geht es im Verbund von insgesamt fünf Lieder, die die Künstlerin gemeinsam mit Jan Laacks beziehungsweise Henrik Freischlader komponierte.
Den Songtitel "This Into Gold" sollte, nein, muss man wörtlich nehmen, denn diese Slow Blues-Nummer ist einfach Gold wert. Bei dezenter Rhythmus-Begleitung von Bassist Josh Rigal und Schlagzeuger Felix Dehmel geht es richtig schön relaxt über die Blues-Allee. Krissy Matthews geht in seinem ersten Solo steil gen Himmel und in jeder Note verspürt man sein Feeling für den Zwölftakter. Szenenapplaus für seinen Alleingang in diesem sehr intensiven Stück.
Man wendet die Spielkarte und hat einen weiteren Trumpf in Form von exzellentem Blues Rock vor sich. Krissy Mathews zieht nicht nur hier so ziemlich alle Register, die einen hervorragenden Blues-Gitarristen ausmachen. Ein weitere Höhenflug der Extraklasse.
Zurück auf dem Terrain des verlangsamten Zwölftakters muss abermals die bereits erwähnte Gänsehaut her, denn in fast neuneinhalb Minuten zieht "Are You Still Alive Inside" seine Kreis in den eigenen vier Wänden oder wo immer man diesen Track hört. Als Blitzlichter überzeugt Layla Zoe auch in den hohen Tonlagen und ihre Emotionen schwingen bemerkenswert gut. Beide Daumen hoch, auch wenn das Lied mit einem kräftigen Wah Wah-Pedal-Einsatz seitens Krissy Matthews ordentlich Fahrt aufnimmt.
Das vom Riffing und klasse Groove bestimmte "Jasmine" ist eine flotte Überleitung zum anmutigen "Might Need To Fly". Auch hier ist Zurückhaltung die Trumpfkarte der Nummer. Krissy Matthews schwebt mit seinem energetischen Solo schon über den Wolken. Blues-Herz, was willst du mehr? Herrlich Eigengewächse säumen für die Leute vor den Lautsprechern den Weg zur Freude.
Nun zu den Coversongs.
Irgendwie klar, dass bei der Stimme von Layla Zoe ein Lied von Janis Joplin nicht fehlen darf. Man hat "Move Over", einen der Janis Joplin-Klassiker, ausgewählt. Felix Dehmel trommelt das Intro und dann geht die Post ab. Mit Respekt von dem Original füttert man diese Nummer mit viel Individualität und Funk-Blitzlichtern vom Gitarristen. Klasse und großer Beifall seitens des Publikums.
Bei aller Anerkennung vor den anderen Fremdkompositionen ist man doch echt gespannt auf eine gut über elf Minuten "War Pigs"-Version, im Original von Black Sabbath. Es ist die Spielwiese eines Krissy Matthews, der wieder extrem gut agiert.
Auch Little Feats "Willin'" glänzt mit Eigenständigkeit und Publikums-Chor. "Forever Young" von Bob Dylan sowie das abschließende "Freight Train" enden das Konzert in ruhiger Atmosphäre.
Layla Zoes "Into The Blue – Live In Concert" ist eine Perle der Live-Musik.
Bleibt gesund und nehmt euch zur Ablenkung Zeit für gute Musik.
Line-up Layla Zoe:
Layla Zoe (vocals)
Krissy Matthews (guitar)
Felix Dehmel (drums)
Josh Rigal (bass, backing vocals)
Tracklist "Into The Blue – Live In Concert":
- Oh Lord I Want You To Help Me (2:30)
- Turn This Into Gold (7:34)
- Automatic Gun (6:03)
- Are You Still Alive Inside (9:26)
- Jasmine (5:14)
- Might Need To Fly (8:14)
- War Pigs (11:38)
- Willin' (4:41)
- Move Over (5:37)
- Forever Young (9:53)
- Freight Train (3:05)
Gesamtspielzeit: 75:35, Erscheinungsjahr: 2024



Neueste Kommentare