Auf der Rückseite des Juwel-Case von "Elektronische Klänge" steht unter anderem: »[…] Level ∏ ist Uwe Cramer […]«
Nach Elektronische Philosophie aus dem Jahr 2021 ist "Elektronische Klänge" das Nachfolge-Album, erschienen Ende März 2025.
Am Ende der "Elektronische Philosophie"-Rezension heißt es: »[…] Da hatte der Rezensent bei "Elektronische Philosophie" den ersten Kontakt mit der Musik von Level ∏ und ist, ob der sehr überzeugenden Kombination aus sphärischen und rockigen Anteil, begeistert. […]«
Weitere von Level ∏ auf den Markt gebrachte Alben sind auch "From Old To New", das Songs von 2001-2018 enthält, "This Burning Part Of Me" (2015), "Dunkelstunde" (2012)", "Electronic Sheep" (2009) beziehungsweise "Entrance" (2006).
Uwe Cremers Zusammenarbeit erstreckt sich auf Künstler wie Andreas Baaden, dem schwedischen Komponisten Thomas Rydell oder Dave Pearson (aka The Computerchemist) als Audio Cologne Project.
Die von Eroc gemasterten Songs auf "Elektronische Klänge" stammen aus den Jahren 2022-2024.
Reduktion ist eines der Zauberwörter für die vorliegende Platte.
Uwe Cremer war beeindruckt, mit wie wenigem Equipment zum Beispiel Klaus Schulze oder Tangerine Dream in Frühzeiten auskamen. Auf der Bandcamp-Seite von Level ∏ wird auch Pink Floyd erwähnt.
Eine weitere Quelle der Inspiration war die Dokumentation "Sisters With Transistors", in der es um Frauen in der elektronischen Musik geht.
Dies gab Uwe Cremer die Idee »[…] of limiting myself to just a few instruments and tools, such as test generators, Farfisa organ, the Synthi A or Arp 2600 […]«
Folglich sind Gitarren-Klänge auf diesem Album außen vor.
Pink Floyd? Die grüßen höchstens aus weiter Ferne. Bei der kurzen Collage "Uhren" rückt die britische Band um einiges näher. Wer kennt nicht das Intro zum Lied "Time" von The Dark Side Of The Moon.
Level ∏ rückt die Zeitmaschinen auf eine andere Ebene. Ticken wird verbunden mit Klingeln von Weckern, Trillern von Kuckucksuhren oder Gongschlägen, die übrigens auch schon im ersten Stück "Einklang" zu hören sind. Auch "Time" sollte man sich nicht oberflächlich anhören, denn spätestens beim zweiten Durchgang offenbar sich ein, wenn auch rustikaler, Groove, erzeugt ohne Drums.
Zum folgenden "Abstrakt 1 & 2" gönnen wir uns richtig viel Zeit, denn dieses Stück verbucht mit seiner Spielzeit (22:13 min) den Löwenanteil von "Elektronische Klänge". Geht man von abstrakter Kunst aus, dürfte man sich wappnen, vielleicht auf etwas Ungewöhnliches zu stoßen. Diese Nummer erzeugt eine bemerkenswerte Spannung, eine Erwartungshaltung auf eine Entwicklung, die dann doch so nicht stattfindet. Das Stück mäandert, sich nicht viel verändernd, durch den Raum und wenn es in den zweiten Teil übergeht, kommen wir in den Genuss von schwebenden Fantasien. Ein Highlight der Reduktion.
Als Bonus Track erleben wir mit "Abstrakt 3" ein kurzes Aufleben (3:38 min) des Themas von "Abstrakt 1 & 2". Aus dem Rauschen und Zirpen sowie dem gesprochenen Hinweis »[…] you must listen carefully […]«, der später eine Wiederholung findet, entwickelt sich im weiteren Verlauf des Tracks eine zarte, einfach strukturierte Melodie, auf die man positiv reagiert. Im Fade-Out verschwinden dann die elektronischen Klänge von "Abstrakt 3".
In elf Minuten bietet "Ausklang" die Gelegenheit, sich an die elektronische Musik vergangener Zeiten zu erinnern. Ein Song, der durchaus zum Träumen motiviert und im weiteren Verlauf mit schönen rhythmischen Strukturen, die auch im Vordergrund stehen, aufwartet. Eine Nummer in vielen Variationen. Super!
"Maschinenraum" ist eine Mischung von Synthesizer-Sounds aus einer alten Industriehalle und rhythmischen Klängen einer Maschine. Auch hier ist es dieser Maschinen-Groove, der die Fußwippe motiviert. Fünfeinhalb intensive Minuten.
"Elektronische Klänge" von Level ∏ ist die andere elektronische Musik.
"Elektronische Klänge" von Level ∏ ist reduzierte elektronische Musik in einer besonderen Schönheit.
Line-up Level ∏:
Uwe Cremer (all instruments, samples)
Tracklist "Elektronische Klänge":
- Einklang
- Uhren
- Abstrakt 1 & 2
- Maschinenraum
- Ausklang
- Abstrakt 3 (Bonus Track)
Gesamtspielzeit: 62:52, Erscheinungsjahr: 2025



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