Die belgische Band Lucky Came To Town veröffentlichte Ende Oktober 2025 ihr Debütalbum "The River Knows My Name".
Musikalisch verortet man die sechsköpfige Formation im Alternative Country, Americana, Folk und Blues.
Auch wenn "The River Knows My Name" der erste echte Longplayer der Combo ist, brachte Lucky Came To Town bereits einige Tonträger auf den Markt.
Dazu zählen "This Is Lucky Came To Town"(2021), eine Veröffentlichung mit drei Songs. 2022 brachte Lucky Comes To Town die EP "December Sessions" auf den Markt. 2024 und 2025 folgten "Come Dance In Durango" sowie "Goodbye Louise, I’m Leaving Today" (2025) mit je drei Live-Songs.
"Even Now" war bereits in der Tracklist von "This Is Lucky Came To Town" beziehungsweise in einer Live-Fassung auf "Goodbye Louise, I’m Leaving Today". "Come Dance" als Live-Version ist auf "Come Dance In Durango" enthalten.
Stimmt!
"Ain’t No Blues" ist kein Blues, dafür stellt diese erste Nummer unter anderem den bemerkenswert guten Gesang mit Lead Vocals sowie Chor der Combo in den Vordergrund. Schließlich sind vier der sechs Bandmitglieder daran beteiligt.
Der Album-Einsteiger ist ein gut rockend-kompaktes Stück Americana, bei dem einer richtig fröhlichen Stimmung auf uns zukommt. Ein schöner Beginn von "The River Knows My Name", der neugierig auf die folgenden Lieder macht.
Musikalische Wendung.
In "Come Dance" steckt dann jede Menge Zwölftakter.
Bart Steeno serviert den Leuten vor den Lautsprechern einen feinen Groove, den er – so wie es sich anhört – auch mit Jazzbesen kreiert. Dimitri Laes geleitet uns mit feinen Pianoläufen durch das Stück und sorgt mit seinem Alleingang darüber hinaus zusätzlich noch für ordentlichen Schwung im Track. Katrien Bos bringt sich mit Violinen-Begleitung ein und passend zum Blues macht Slide-Gitarrist Dirk Kekenne auf sich aufmerksam. Highlight!
Dirk Kekenne hören wir noch einmal. In "Soulfire" serviert er uns seinen zweiten Beitrag mit dem Bottleneck und wir genießen seine Soli. Am Ende haut Wouter Grauwels noch ein fetziges Gitarren-Solo raus. Auch diese Nummer ist vom abwechslungsreichen Americana-Rock erfüllt. Im "Coal Blues" winkt der Zwölftakter eher aus der Ferne. Dennoch ein tolles Stück Musik mit sinnlichen Teilen. Klasse!
Vom vorzüglichen Gesang war ja schon die Rede.
Um dieses Lucky Came To Town-Markenzeichen zu unterstreichen, beginnt und endet "Even Now" mit a cappella-Atmosphäre, die am Schluss nur durch dezente Piano-Begleitung untermalt wird. Das Sextett ist ein Beleg dafür, wie vielschichtig der Americana-Rock sein kann.
Auch "Hands On The Wheel" hat Auswirkungen auf die gute Laune.
Hier ist Dimitri Laes auf der Hammond zu hören. Wow! Wouter Grauwels schwingt sich bei seinem rockigen Alleingang auf den Schwingen eines Adlers in luftige Höhen. Hinhörer!
Akustische Kim Van Weyenbergh-Gitarre. Geige von Katrien Bos. Lucky Comes To Town markiert einen weiteren Nachweis für die abwechslungsreiche Unterhaltung.
Kim Van Weyenbergh eröffnet auch das abschließende "New York City Nights". Zunächst sparsam instrumentiert, legt das Stück dann ein letztes Mal richtig rockend los. Daumen hoch!
"The River Knows My Name" von Lucky Came To Town ist ein klasse Americana-Album mit gekonnten Ausflügen in den Blues, Alternative Country und ein wenig Folk.
"The River Knows My Name" von Lucky Came To Town ist nicht nur musikalisch ein Genuss, sondern setzt besondere Ausrufezeichen beim Gesang.
Line-up Lucky Came To Town:
Joost Buttiens (bass)
Wouter Grauwels (lead guitar, backing vocals)
Dimitri Laes (piano, Hammond organ, backing vocals)
Annemie Moons (backing vocals)
Bart Steeno (drums, percussion)
Kim Van Weyenbergh (vocals, acoustic rhythm guitar)
Additional Musicians:
Katrien Bos (fiddle – #2,5,6)
Dirk Kekenne (slide guitar – #2,7)
Tracklist "The River Knows My Name":
- Ain’t No Blues
- Come Dance
- Oh, Loretta
- Hands On The Wheel
- Lone Wolf
- Going Back
- Soulfire
- Even Now
- Coal Blues
- New York City Nights
Gesamtspielzeit: 39:20, Erscheinungsjahr: 2025



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