Noisolution informiert über die Band Yeast Machine und ihrem Album "Bad Milk":
»[…] Gegründet wurde Yeast Machine 2021 von den Brüdern Fabian und Tobias Köninger gemeinsam mit Benni Frenzel. Kurz darauf stießen Jonas Bischof und Marcel Gundlach dazu und diese Bestzung hat Bestand. Nach unzähligen Shows, Festivalauftritten, einer EP und dem Debutalbum Sleaze gehen Yeast Machine nun den nächsten, konsequenten Schritt neues Label, neues Booking, ein neues Umfeld, fukussierter und selbstbewusster denn je und ein Ausnahme-Album im Gepäck. […] Musik ist hier kein Projekt, sondern Alltag, Gespräch, Gefühl, Freundschaft. All das hört man auf "Bad Milk". […] Tübingen scheint irgendwo zwischen Palm Springs und Seattle […]« zu liegen.
Mit "Globalized Condolence" (1:22 min) und "Foreshadowing" (0:39 min), zwei ziemlich kurzen Liedern, kommt die vorliegende Platte auf eine Gesamtspielzeit von 34:14 Minuten.
"Bad Milk" ist als CD oder LP erhältlich.
Auf "Bad Milk" paart Yeast Machine die Energie des Grunge mit der Power des Stoner Rock oder Punk.
Mit einem flexibel-rauen Gesang klingt die Yeast Machine-Musik wie in einem Schwung aufgenommen.
Es gab anscheinend kleine Nachbesserungen, vielleicht in Form von Overdubs.
Auf jeden Fall vermitteln die zehn Songs einen nicht von der Hand zu weisenden Live-Charakter.
Eine ruhige Phase mit lässigem Gesang eröffnet "Globalized Condolence", das dann mit der Wucht des Stoner Rock zuschlägt und schon werden wir gewahr, wie unterschiedlich sich die Gesangs-Emotionen präsentieren.
Für "Falling Rocks" hat sich das Quintett Sängerin Polly von The Red Flags mit ins Boot geholt.
Drum-Intro. Heftig auftrumpfender Groove. Klasse Gesang mit Polly im Schlepptau. Wow! Diese Nummer ist auch die Bühne von Schlagzeuger Jonas Bischof sowie Marcel Gundlach (Bass). Fußwippen-Groove. Nach einem Break-Blitzlicht flößt man dem Track noch mehr Dynamik/Heftigkeit ein. Highlight!
Dann folgt der Titeltrack des Albums "Bad Milk". Die Nummer begeistert durch fuzzige Gitarren-Sounds, einem abermals klasse Gesang, der so gut zum Song passt. Das begehrende Auf und Ab der Dynamik ist ein Markenzeichen dieses Liedes, das auch durch seine Backing Vocals zu gefallen weiß. Alarm in den vier heimischen Wänden. Hinhörer!
Hammer! Der Kontrast zwischen dem Song "Bad Milk" und dem folgenden "Foreshadowing" ist extrem, denn wir hören nur eine akustische Gitarre, die den Gesang begleitet.
Einmal durchatmen und dann "Dust On The Radio". Tempo ist angesagt und ein Gitarren-Solo sorgt bei den Leuten vor den Lautsprechern für Aufmerksamkeit. Bassist Marcel Gundlach macht sich bemerkbar und die zwischendrin abebbende Dynamik bringt zusätzliche Freude.
Mit 5:05 Minuten ist "The Golden Cage" der längste Track auf der Platte.
Im Vergleich zu den anderen Nummern der Platte darf man dieses Stück als die Yeast Machine-Alternative Music-Ballade bezeichnen. Zwischenzeitliches Aufbegehren mit von psychedelischen Gitarren-Effekten gekrönt ist ein klasse Winkelzug im Arrangement dieses weiteren Highlights.
In "Feeding Poison To The Spiders Was Never Really My Thing" riffen die Gitarren um die Wette und abermals sorgt Bassmann Marcel Gundlach für eine tolle Performance.
Da bedarf es nur der Drumsticks, wenn Jonas Bischof das dann super groovende "Honey & Sweat" einleitet. Auf hohem Niveau vermittelt Yeast Machine die Heftigkeit des Stoner Rock. Wohlgemerkt, es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass die Combo Meister der schwankenden Dynamik ist.
So ist "Wobbly Wizard" ein weiteres Highlight in Sachen Rock mit Groove.
Drei Tetra Paks zieren die Digipak-Rückseite. Auf den beiden großen Verpackungen befinden sich die Bilder, Namen und entsprechenden Instrumente der fünf Musiker. Interessant ist der jeweilige Text darunter, der hier durchaus Erwähnung finden soll:
ZITATANFANG »[…] If you can find and identify these persons, please attend their concerts. You help them more, if you bring your friends. You help them most, if you dance your ass off. […]«
"Bad Milk" von Yeast Machine ist voller Power, einer bestechenden Energie und einem klasse Gesang.
"Bad Milk" von Yeast Machine bietet eine Vielzahl an differenzierten Grooves und heavy Riffing mit psychedelischen Momenten.
Beide Daumen hoch für Yeast Machine, die mit "Bad Milk" gleich mehr als eine Stufe auf ihrer Karriereleiter genommen haben.
Line-up Yeast Machine:
Tobias Köninger (guitar)
Fabian Köninger (vocals, guitar)
Benjamin Frenzel (vocals, synthesizer)
Marcel Gundlach (bass, vocals)
Jonas Bischof (drums)
With:
Polly (additional vocals – #2)
Tracklist "Bad Milk":
- Globalized Condolence
- Falling Rocks
- Bad Milk
- Foreshadowing
- Dust On The Radio
- Feeding Poison To The Spiders Was Never Really My Thing
- Karthago
- Honey & Sweat
- Wobbly Wizard
- The Golden Cage
Gesamtspielzeit: 34:14, Erscheinungsjahr: 2026



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