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Marina Rocks / S.O.S. Texas – CD-Review

Im Sommer 2022 brachte Marina Rocks das Album Austin To Houston auf den Markt.
Dazu heißt es unter anderem:
»[…] Marina Rocks' "Austin To Houston" ist ein hörenswertes Album, bei dem zu berücksichtigen ist, dass es nach fast dreiunddreißig Minuten vorbei ist.
Marina Rocks kann rocken, fasziniert ganz besonders in den balladesken Momenten. […]«

Ende Mai 2025 veröffentlichte sie den Longplayer "S.O.S. Texas".
Sie vereinigt Stile wie zum Beispiel »[…] Texas boogie, Americana, country rock, world-beat and bluegrass […]« unter einem Hut.
Die Protagonistin war zuständig für die Aufnahmen, sowie die Produktion.
Gemixt hat Pat Manske und das Mastering lag in den Händen von Nick Landis.

Ausnahmen bestätigen die Regel, denn in zwei Songs singt die aus Texas stammende Musikerin nicht.
Die instrumentalen Stücke sind "I Don’t Know" sowie "Starlight". Sie verfügen über eine klasse Ausstrahlungskraft und bei diesen beiden Tracks steht – neben der Kompaktheit  Marina Rocks' herrlichen Gitarren-Exkurse im Vordergrund. Die erstgenannte Nummer geht gut ab und bringt durch einen feinen Groove Bewegung in die Szenerie.
"Starlight" ist in seinem Ambiente ein ruhiger gehaltenes Stück, was durch eine wunderschöne Sinnlichkeit glänzt wie ein Stern am Nachthimmel. Diese zwei Kompositionen wird man durch ihre Strahlkraft immer wieder erkennen und gerne oft hören. Highlights!

Los geht es aber mit "It’s All Messed Up".
Marina Rocks rockt kompetent den Highway entlang und an dieser Stelle ist es an der Zeit, ihre bemerkenswerte Stimme zu loben. Die E-Gitarre wirbelt die letzten Staubkörner hinweg und dann hat man dem Track auch noch eine klasse Melodie verpasst. Am Ende des Liedes geht es steil bergauf und schließlich erklimmt die Stimmung eine Bergspitze. Schwungvoller Einstieg, der sozusagen mit einem roten Rock-Teppich zum Verblieb einlädt.
Mit eigenem Chorgesang eröffnet Marina Rocks "The Hollywood Sign" a cappella. In der Folge gibt es Phasen zwischen Spoken Words und Gesang, die sehr gut zum Ambiente des Tracks passen. Besondere Aufmerksamkeit erhaschen hier Alex Rodriguez mit den Klängen seines bundlosen Tieftöners sowie Gary Weldon durch sein sehnsüchtiges Solo auf der chromatischen Mundharmonika. Auch bei dieser Nummer passen alle Puzzleteile perfekt zusammen. Ein weiteres Highlight.

Dazu zählt auch "One More Song". Die Slide-Gitarre steht für Blues-Feeling und die Lloyd Maines-Mandoline sorgt für den Spirit von Country-Stimmung. Rhythmisch bietet die Nummer einen Luftzug von strahlendem Sonnenschein. Ganz zum Schluss der vorliegenden Platte wird das Stück in einer nicht minder interessanten Version und mit abermals einer leicht angerauten Stimme präsentiert. Die sehr dezent instrumentierte Ausgabe, Marina Rocks nur begleitet von der akustischen Gitarre, ist ein besonders emotionales Ende der Platte.

Marina Rocks' Vielseitigkeit die Musikstile betreffend bringt dann wohl "Mind’s Eye" zum Ausdruck. Es grüßt die Karibik mit einer herrlichen, zum Tanzen einladenden Reggae-Rhythmik.
Die Künstlerin reflektiert durch ihre Stimme eine Vielzahl von Emotionen, die in den Rock-Modus, den Country, Americana passen und manchmal auch geprägt ist durch Coolness beziehungsweise Koketterie.

"S.O.S. Texas" von Marina Rocks ist verknüpft mehre Genres auf überzeugende Weise.
"S.O.S. Texas" von Marina Rocks wird immer wieder gerne gehört.


Line-up Marina Rocks:

Marina Rocks (guitar, vocals, drums, keyboards, percussion, bass – #2,6)
Lloyd Maines (acoustic guitar, mandolin, acoustic slide guitar, bass – #5)
Alex Rodriguez (fretless bass – #3)
Aden Buebeck (bass – #1)
Pat Manske (percussion – #5,7)
Gary Weldon (chromatic harmonica – #3)

Tracklist "S.O.S. Texas":

  1. It’s All Messed Up (4:20)
  2. S.O.S. (4:22)
  3. The Hollywood Sign (5:18)
  4. I Don’t Know (4:31)
  5. One More Song (4:11)
  6. Mind’s Eye (4:52)
  7. Slap Happy (3:45)
  8. Starlight (3:45)
  9. One More Song [Re-Wind] (4:08)

Gesamtspielzeit: 39:06, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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