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Martin Engeliens Go Music – Konzertbericht, 06.10.2025, Butze by Falko, Tönisvorst

Am 06. Oktober 2025 gastierte Martin Engeliens Go Music in der Butze by Falko, Tönisvorst.
Aus der Pressemitteilung geht unter anderem hervor:
»[…] Seit fast drei Jahrzehnten steht Go Music für Konzerte, die sich jedem Schema verweigern. Keine starren Setlisten, kein routiniertes Abspulen – hier passiert Musik im Moment. Ganz im Sinne jener Legenden wie Cream, Pink Floyd oder Chicago, deren Spielfreude und Mut zum Risiko Pate stehen. Die Bühne wird zum Labor, in dem Klassiker der Rock-, Soul- und Popgeschichte der letzten 70 Jahre mit Leidenschaft, Virtuosität und Spontanität neu erfunden werden. Doch Achtung: Go Music ist keine Coverband, auch keine Tribute-Show. Was Martin Engelien und seine Mitstreiter präsentieren, sind eigenständige Interpretationen – mit einer Wucht und Authentizität, die nur absolute Könner ihres Fachs erreichen können. […] Jeder Abend ein Unikat – unvorherhörbar, nie wiederholbar. Für den Neustart ins 30. Jahr seit Gründung hat Engelien eine Besetzung zusammengestellt, die schon auf dem Papier elektrisiert. Steven Mageney, charismatischer Frontmann der Schweizer Hard-Rock-Formation Crystal Ball, wird erstmals gemeinsam mit seinem Sohn, dem jungen Schlagzeuger Jason Steve Mageney, eine Tournee bestreiten. Eine Begegnung der Generationen – voller Energie, Spielfreude und gelebter Musiktradition. Ergänzt wird das Line-up von Dirk Edelhoff, einem Gitarristen, der längst als einer der feinsten Virtuosen seines Fachs gilt. Mit seiner stilistischen Bandbreite und seinem unverwechselbaren Ton schafft er jenen Sog, der jedes Konzert von Go Music zu einem Ereignis macht.  […]«

Martin Engeliens Go Music im Oktober 2025 in der Butze by Falko Tönisvorst

Martin Engeliens Go Music im Oktober 2025 in der Butze by Falko Tönisvorst

Diese Go Music war ein musikalisches Spektakel, ein Festival erster Güte.
Alle vier Musiker hatten – was die Soli betraf – die Spendierhosen an.
Für die nächsten Konzertreisen gab es einen neuen instrumentalen Eröffnungssong mit dem Titel "Footprint". Aus einer äußerst relaxten Anfangsphase ging es dann im Verlauf der ersten sechszehn Minuten ins rockige Gebirge. Dirk Edelhoff, Jason Steve Mageney sowie Go Music-Gründer Martin Engelien ließen ihre allerersten Soli vom Stapel und schon nach diesen Alleingängen war der Spannungsbogen der Erwartungen, auf das was noch folgen sollte, schon fast am Anschlag.
Bei der Auswahl der Songs stellten Hits der Hard Rock-Combo Deep Purple einen Schwerpunkt dar. Nicht nur "Hush", "Black Night" und "Smoke On The Water" waren die Grundlage für Expeditionen ins Land der farbenfrohen Fantasien, der Improvisationen.

Das Wah Wah-Pedal-Intro seitens Martin Engelien ließ erahnen, welches Go Music-Outfit "Hush" erhalten sollte. Die Ahnung bestätigte sich, als Dirk Edelhoff ins Geschehen einstieg. Den Deep Purple-Hit aus dem Jahr 1968 präsentierte das Quartett in einer feurigen Funk-Version mit einem tollen Jason Steve Mageney-Groove. 'The Beast', ein Spitzname, den Steven Mageney dem Zauberer auf den sechs Saiten gab, ließ die Finger über das Fretboard fliegen und Martin Engelien begeisterte durch ein furioses Wah Wah-Pedal-Solo. Mit seiner rauen Stimme glänzte Steven Mageney durch eine vokale Improvisation von »[…] Na na na na na na […]«.
Bei "Black Night" kam es zu einem Treffen des Bassisten und Jason Steve Mageney. Im Frage-Antwort-Modus legte Martin Engelien vor und der noch junge Schlagzeuger gab überzeugende Antworten auf die Tieftöner-Tonfolgen.
Als Zugabe präsentierte die Band "Smoke On The Water". Dabei war das Publikum schon zu Beginn der Nummer eingebunden. Es begann mit gemeinsamem Schnippen. Steven Mageney sang zu Beginn a cappella und es folgte ein Rhythmus-Klatschen, an dem alle in der Location mitmachten, sowie der Publikums-Chor. Ein abschließendes Highlight.
Auf ganz unterschiedliche Weise entpuppte sich jede Nummer als ein Highlight. So auch das Gary Moore-Stück "Walking By Myself". Ein verträumtes Intro stand am Anfang. Erst als Dirk Edelhoff die bekannten Riffs von Stapel ließ, war wohl allen im Zuschauerraum klar, um welches Stück Musikgeschichte es sich handelte. Die Combo tauchte den Blues in swingenden Jazz. Fantastisch! In seinem Alleingang verzauberte der Gitarrist das Publikum mit feinsten Blue Notes und das XXL-Intermezzo in Form einer megastarken musikalischen Jazz-Diskussion zwischen dem Gitarristen und Martin Engelien brachte das Stück auf sage und schreibe vierzehn Minuten. Diese Go Music hatte was zu sagen. Super!

Um den Reigen der Frage-Antwort-Inszenierungen zu vervollständigen, hatten sich Dirk Edelhoff sowie Steven Mageney zusammen getan. Hervorragend, wie es bei dem Gitarristen und Sänger in Uriah Heeps "Easy Living" hin und her ging. Steven Mageneys gesangliche Performance war Extraklasse.
Die Luftgitarren-Einsätze des Sängers waren allesamt Hingucker.
Martin Engelien bezeichnete "You Really Got Me" von The Kinks als erstes Punk Rock-Lied. Entsprechend feurig war die Go Music-Edition.
Mit seinen Qualitäten als Shouter sorgte Steven Mageney des Öfteren für Begeisterung. So auch, als die Reise nach Australien ging. Schon bevor "Rock ’n' Roll Outlaw" von der Hard Rock-Band Rose Tattoo startete, gab es Beifall. Dirk Edelhoff aktivierte das Bottleneck und kreierte tolle Slide-Sounds. Martin Engelien konnte mitteilen, dass diese Nummer noch nie bei einer Go Music gespielt wurde. Premiere gelungen.
Zu Thin Lizzys "Whiskey In The Jar" servierte Dirk Edelhoff in seinem Solo ganz edle Tropfen und er begeisterte bei "Here I Go Again" von Whitesnake, als er sich mit einer riesigen Schöpfkelle aus seinem Ideenfass bediente. Auch hier war der Butze by Falko-Publikums-Chor mit dabei.
Funk und Jazz wurden in diesem Bericht bereits gelistet. "Mighty Quinn", ein Song, der von Bob Dylan geschrieben wurde, wurde für Manfred Mann zu einem Welthit. Das Go Music-Intro war eine prall gefüllte Wundertüte und wie alle anderen in der Band hervorragend aufgelegt, zog Dirk Edelhoff aus seiner Heimatstadt Schwerte musikalisch um nach Tennessee. Sein Country Rock-Nashville-Solo hatte ordentlichen Twang. Toll!

Von ausgesprochen hoher Qualität war auch das versierte Drumming eines Jason Steve Mageney. Quasi am Fließband sorgte er mit seinen Beats und Grooves für rhythmische Ausrufezeichen. Seine Soli waren virtuos und von Power aufgeladen.

Diese Go Music steckte voller Überraschungen.
Überraschungen, die vom ersten bis zum letzten Song von ganz unterschiedlichem Charakter waren.
Überraschungen, die vom Augenblick, von Fantasie, großem Können, einem enormen Einfühlungsvermögen und einem riesigen Terrain der Improvisation geprägt waren.
Hut ab, Dirk, Jason Steve, Martin und Steven!
Ein Dank geht an Ralf Irmen für die freundliche Bedienung.

Wir bedanken uns bei Martin Engelien für den Platz auf der Gästeliste.
Für die Go Music im November 2025 wurden von Martin Engelien die Sängerin Julia Hoffmann, der Gitarrist Zibby Krebs sowie Schlagzeuger Patrick Metzger angekündigt.
Hier die nächsten Konzerttermine in der Butze by Falko.

Bildnachweis für alle Bilder des Events: © 2025 | Joachim Brookes | RockTimes


Line-up Martin Engeliens Go Music Oktober 2025:

Steven Mageney (vocals)
Dirk Edelhoff (guitar)
Martin Engelien (bass, backing vocals)
Jason Steve Mageney (drums)

Über den Autor

Joachim 'Joe' Brookes

Genres: Blues, Blues Rock, Alternative Music, Space Rock, Psychedelic Music, Stoner Rock, Jazz ...
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