«

»

Mélanie Pain / How And Why – CD-Review

Melanie Pain / How And Why – CD-Review

Eingeweihten dürfte Mélanie Pain als Sängerin der französischen Band Nouvelle Vague bekannt sein. Mittlerweile hat sie selbst drei Soloalben veröffentlicht. Und nun liegt das vierte vor, "How And Why". Die Musikerin ist dafür bekannt, dass sie Elemente der Popmusik und des Folks kombinierte.

Und so klingt es grundsätzlich zunächst auch auf dem aktuellen Album. Ganz zart startet es mit "Bluer Than Blue", inklusive ihrer sehr zarten mädchenhaften Stimme und einem Arrangement, das danach klingt, als hätte man Flötentöne einbezogen. Um auf die stimmliche Ausrichtung zurück zu kommen, es klingt recht kindlich und zerbrechlich, mehr hauchend als vorwärtstreibend.

Auf "Magnolia" kommt das recht stark zum Ausdruck, hier ist es Alexis Anérilles mit seinem Flügelhorn, der recht besondere Akzente setzt, und sich ein wenig erhebt über den grundsätzlich minimalistisch orientierten Arrangements. So wirkt manch ein Song recht melancholisch, und nach einigen Stücken stelle ich fest, dass die einst wohl folkig stärker ausgeprägten Momente gewichen sind und man "How And Why" wohl besser im Bereich Popmusik verorten sollte.

Bis auf ein Lied werden alle in englischer Sprache vorgetragen. Ausnahme ist "Senden Daha Güzel", das auf türkisch vorgetragen ist. Ferner gibt es ein Duett mit Brian Lopez von der Band Calexico, und hier fühle ich mich irgendwie ganz stark erinnert an "Where The Wild Roses Grow" von Nick Cave und Kylie Minogue.

Durch die zehn Songs weht ansonsten ein recht gleichmäßiger Soundcharakter, mit recht hübschen Melodien und dezent zurückgehaltenen Arrangements, irgendwie klingt die Stimmung durchweg recht friedlich, vielleicht könnte man es als 'Dream Pop' bezeichnen. An die Stimme muss man sich allerdings gewöhnen, gut, sie mag passen in das Gesamtbild, aber sicher könnte es auch Hörer*innen geben, denen das so gar nicht zusagt. Der für mich wichtigste Musiker ist der bereits erwähnte Flügelhornist Alexis Anérilles, der mit seinen emotional einfühlsamen Beiträgen das 'Tüpfelchen auf dem i' darstellt .


Line-up "How And Why":

Mélanie Pain (vocals, acoustic guitar, songwriter, and producer)
Jérôme Plasseraud (guitar, mellotron, and producer)
Raphaël Chassin (drums and hypnotic percussion)
Oliver Smith (bass)
Alexis Anérilles (piano)
Brian Lopez [Calexico] (special guest vocalist on "Cold Hands")
Alexis Anérilles (flugelhorn)

Tracklist "How And Why":

  1. Bluer Than Blue
  2. Magnolia
  3. Dreamloop
  4. How And Why
  5. Colours In The Dark
  6. Senden Daha Günzel
  7. The Bare Truth Of Me
  8. Cold Hands (feat. Brian Lopez)
  9. We Were Kids
  10. Same

 

Gesamtspielzeit: 34:05, Erscheinungsjahr: 2025

Über den Autor

Wolfgang Giese

Hauptgenres: Jazz, Blues, Country
Über mich: Althippie, vom Zahn der Zeit geprägt, offen für ALLE Musikstile
Meine Seite im Archiv

Mail: wolfgang(at)rocktimes.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>