Modula Nation ist eine Band aus Österreich, über die Tonzonen Records schreibt, dass sie in Graz gegründet wurde und für eine »[…] unverwechselbare Fusion aus experimentellem Psychedelic-Space-Rock, kombiniert mit schweren Industrial-Riffs, komplexen Rhythmen und tighten Grooves […]« steht.
»[…] Modula Nation hatte bereits die Ehre, mit legendären Künstlern wie Molotov, Toto & Tarantula, Mother’s Cake, KMFDM und Skinny Puppy auf der Bühne zu stehen. […]«
Vor der "The Rift"-Albumveröffentlichung kamen drei Singles auf den Markt.
"Silicon Carne" (27.03.2026), "The Rift" (01.05.2026) sowie "The Breakout" (12.06.2026).
Natürlich sind die drei Singles Teil der neun Titel umfassenden Tracklist des vorliegenden Albums enthalten.
Die Beschreibung von Tonzonen Records macht durchaus neugierig auf 41:51 Minuten Gesamtspielzeit.
Was es so alles beim Durchsuchen im "Modula Radio – Guerilla Nation" zuhören gibt, ist nicht mehr als ein TexMex-Blitzlicht und so etwas wie eine Ansage auf einem spanischen Bahnhof und anschließendem Klang-Wirrwarr.
Schwamm drüber. Jetzt kommt "The Rift".
Schon schraubt man an der Lautstärke. Also gegen den Uhrzeigesinn, denn die CD haut einem die Klang-Dynamik förmlich um die Ohren.
Aber der Titelsong verfügt auch über einen fast schon überirdischen Druck. Modula Nation spielt auf, als gäbe es kein Morgen. Die Markus Steinrück-E-Gitarre rifft retro-rockig, die Synthesizer-Sounds machen einerseits in Melodie und zirpen andererseits in modularen Strukturen. Zwischendrin lässt es Modula Nation etwas ruhiger angehen. Insgesamt eine Nummer, die nur so vor wohl temperierter Power trotzt. Passend zum bunten Treiben singt Heinz Wallner mit flexibler Stimme. Es darf auch gegrowlt werden.
4:19 Minuten "The Rift" sind zeitlich gesehen die eine Seite der vorliegenden Platte.
Allerdings befindet sich am Schluss der Tracklist die Nummer "Soul Fever" und die bringt es auf 10:28 Minuten.
Ups! Was ist denn jetzt los? Zu oft gehört, dieses davonfahrende Motorrad, Oft gehört auch die folgenden Gitarren-Riffs. Englischsprachige Lyrics wechseln sich mit spanischem Text ab. In relaxtem Umfeld hören wir ein Saxofon von Milos Milojevic und irgendwie wundert man sich, was die nun in Modula Nation gefahren ist. Gib es noch Überraschungen? Ah, mit Bass-Fantasien und Norbert Wallner-Handtrommeln weht nun ein anderer Wind. Einen Teil bewegt man sich auf Funk-Terrain und immer wieder findet die Combo zurück zum Thema des Tracks. Dann ist Jam angesagt. Die furios auftrumpfende E-Gitarre hat das Sagen. Bass und Drums übernehmen und da ist es wieder, das Saxofon. Es ist Improvisations-Zeit und die ist das Highlight dieser Nummer.
Modula Nation im Funk-Modus. So etwas kennen wir von Faith No More. Die Band ist ein bekennender Fan. Allerdings weiß das österreichische Quartett in "Silicon Carne" seine eigenen heftigen Funk-Noten an die Leute zu bringen. Die Bahnhof-Stimme, jetzt in englischer Sprache dient als Brücke zu nächsten Teilstück des Stücks. Wieder ist es Markus Steinrück, der nun fast schon eine wilde Fretboard-Fahrt hinlegt. Ein klasse Song.
Über einen weiteren Schmelztiegel an Funk (geslapptes Basssolo) mit dem Titel "The Breakout" gibt es abermals was aus dem Modula Nations Radio. "… Hyperphobia". Ein Reggae-Blitzlicht lässt aufhorchen. Ansonsten hätte man sich dieses Intermezzo sparen können.
"Shred" ist gewöhnungsbedürftig. Dieser Track bracht seine Zeit. Viel, zu viel Experimental. Modula Nation schießt hier über das Ziel hinaus. Es wird einfach eine zu große Menge an Ideen in diese Nummer gepackt. Der Songtitel trifft ins Schwarze. Weniger wäre mehr gewesen.
Da ist der Start von "I Won’t Let Them" wie eine musikalische Wellness-Oase. Aber für wie lange. Bestimmt geht es gleich wieder in die Vollen. Zunächst gibt es einen schönen a cappella-Part von Heinz Wallner. Juan Carlos versprüht mit seiner Ud fernöstliche Atmosphäre. "I Won’t Let Them", ein wohltuender Song.
"The Rift" von Modula Nation ist Power pur.
"The Rift" von Modula Nation ist teilweise richtig gut und teilweise gewöhnungsbedürftig.
"The Rift" von Modula Nation will erobert werden.
Line-up Modula Nation:
Heinz Wallner (vocals, synthesizers, percussion)
Markus Steinrück (guitar)
Ricardo Paz (bass, synthesizers)
Philipp Pluhar (drums)
With:
Norbert Wallner (percussion – #9)
Milos Milojevic (saxophone – #9)
Raphael Neikes (keyboards – #9)
Andreas Haslacher (keyboards – #9)
Juan Carlos (ud – #8)
Yanet Infazón (voice – #1)
Tracklist "The Rift":
- Modula Radio – Guerilla Nation
- The Rift
- Silicon Carne
- Headlights
- The Breakout
- Modula Radio – Hyperphobia
- Shred
- I Won’t Let Them
- Soul Fever
Gesamtspielzeit: 41:51, Erscheinungsjahr: 2026

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