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Nachruf: Spät, Jaybee – aber manchmal spielt Zeit nicht die Hauptrolle

Gary, der letzte Walker ist am 1. März 2026 verstorben

J.B. steht für Jürgen B. Volkmar und er, den man auch 'Dr. Music' nannte, schrieb viele Jahre für unser Magazin Reviews, berichtete über Konzerte und war Ansprechpartner, wenn es tief in die musikalische Vergangenheit ging.

Jaybee, wie wir ihn nannten, war als 1953 Geborener unser ältester RockTimer und hörte auf bei uns über Musik zu schreiben, weil er sich um seine kranke Mutter kümmern wollte. So jedenfalls sagen mir das meine Erinnerungen und ich erinnere mich auch, dass ihm der Abschied vom Magazin nicht leicht gefallen ist. Und uns war das auch nicht Recht, denn Jaybee nahm immer Material ab, dass dem 'genormten Redakteur' nicht immer unbedingt Appetit gemacht hat.

Nun führt der Verfasser dieser traurigen Nachricht ein elektronisches Tagebuch, das ihn täglich an alles Mögliche erinnert. So auch an Geburtstage von Menschen, die Teil des eigenen Weges sind bzw. waren. Und für den 7. Mai steht da: Geburtstag Jürgen B. Volkmar.

Seit Jahren kommt dieser Reminder an jedem 6. Mai in meinen Fokus, aber dieses Mal kam uns der Gedanke, mal zu schauen, ob wir Jürgen vielleicht im Netz finden, sehen was er macht und ob er vielleicht Lust hat, wieder bei uns zu schreiben.

Und wir wurden fündig, fanden allerdings nichts Erfreuliches, denn wir entdeckten J.B.s Traueranzeige. Am 24. Januar 2019 wurde er Gast im finalen Konzertsaal, »unerwartet« und »mitten aus dem Leben gerissen« steht da zu lesen und das macht uns traurig und wir haben nun neben Günther Klößinger und Jürgen Bauerochse einen weiteren – nicht nur musikalischen – Freund zu betrauern.

Leider hat es fünf Jahre gedauert, dass wir nun wissen, dass Jürgen nicht mehr unter uns ist. Physisch ist er das nicht mehr, aber Jaybee wird in RockTimes immer seinen Platz haben.

Jaybee, es muss nicht bald sein, aber wir sehen uns wieder …

R.I.P.

Über den Autor

Ulli Heiser

Hauptgenres: Mittlerweile alles, was mich anspricht
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Mail: ulli(at)rocktimes.de

2 Kommentare

  1. Karin Maria

    Jogi kannte ich seit meiner frühen Jugend. Er ist mit meinem älteren Bruder in die gleiche Schulklasse gegangen und sie waren befreundet.

    Ich durfte mit den beiden dann im Mai 1975 mit nach London fliegen, es war auch Jogies erste Flugreise!

    Das Highlight war dann in London ein Konzert mit Judas Priest im Marquee Club, Jogi hat das organisiert und die Karten besorgt, hat mich damals als 17 jährige sehr beeindruckt.

    Dank Jogies Empfehlungen habe ich mir dann in London ein paar rockige Schallplatten gekauft! Wir verbrachten viel Zeit in den vielen Plattenläden und Klamottenläden dort, die es bei uns in Göppingen ja nicht so gab.

    Nun ist es schon 6 Jahre her, dass Jogi gestorben ist, er hat seine Mama nur 2Jahre überlebt, viel zu früh ist er von uns gegangen.
    Wenn ich auf dem Friedhof in Faurndau bin (ich Pflege das Grab meines Vaters) schaue ich auch ab und zu mal bei Jogies Grab vorbei und erinnere mich an frühere Zeiten.

    1. Manni

      Ein schöner Kommentar in Erinnerung an den Verstorbenen!

      Eine kleine Anmerkung zu deinen Erfahrungen mit den Plattenläden in London. Ich war 1973 das erste mal in der Stadt und der Laden am Rundbau des Piccadilly Circus war eine echte Hausnummer, der war sicher auch 1975 noch da. Dort hab ich damals einen 3 LP-Sampler gekauft, der mittlerweile zum Kultobjekt geworden ist: "Music from Free Creek". Und dann die "Klamottenläden" der Carneby Street in Soho… meine Eltern waren "not amused" über die flippige Leinenjacke, die ich dort kaufte…

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