Nukli ist ein Trio, bestehend aus Kev Hegan (Gitarre, Vocals), Mark Huxley (Bass) sowie Schlagzeuger Paul Maguire.
Nach Live At Tannerfest 2022 erschien 2023 ""Souvenir Of A Festival und Anfang August 2025 folgte dann das acht Songs enthaltend Album "Acid Funk".
Dazu heißt es auf der Bandcamp-Seite von Nukli unter anderem, dass man die Lieder auf "Acid Funk" aus anderen Zusammenhängen kennt, denn alle Nummern wurden bereits auf Konzerten oder Festivals gespielt.
So bringt ein Abgleich der "Live At Tannerfest 2022"-Tracklist zum Vorschein, dass dort bereits vier Stücke ("Tomorrow People", "The King’s Hat", "Afrika", "Acid Funk") auftauchen.
Es heißt, dass alle Bass- sowie Drum-Parts live im Studio »[…] accompanied by a guide guitar […]« eingespielt wurden.
»[…] Vocals and percussion were also added during the same session. […]«
"Acid Funk" widmet Nukli »[…] Pete, our fabulous drummer for 20 years. […]«
Befassen wir doch zunächst mit den Liedern, die sich nicht auf "Live At Tannerfest 2022" oder There Is Another Way befinden.
"Dancing In The Moment" ist ein eher prächtig groovendes Stück mit sehr schnell einsetzender Slide-Gitarre. Die Bottleneck-Sounds ziehen sich wie ein roter Faden durch den Track und wenn Kev Hegan singt, ist überraschenderweise Pop aus den Sechzigerjahren angesagt. Dann haut Kev Hegan ein emotionsgeladenes Wah Wah-Pedal-Solo raus und aus der anfänglichen rockenden Zurückhaltung steigt die Dynamik mit einer Psychedelic-Macht an. Herrlich, diese Melodie im Gesang. Ein weiteres Gitarren-Solo krönt diese Retro-Nummer.
Mit einigen Bass-Blitzlichtern ist "World Of Light" anders. Anziehend wirken die Twin-Sounds und abermals finden die Leute vor den Lautsprechern Gefallen an Kev Hegans Gesang. Immer wieder ploppen klasse Basslinien von Mark Huxley hoch.
Bei "Indiah" (10:15 min) kommen wir dann zum längsten Track auf "Acid Funk".
Dieses Stück geht in eine ganz andere musikalische Richtung als die bereits erwähnten Lieder. Alleine schon die Eröffnung lässt erahnen, was jetzt aufgerufen wir. Sphärisch-experimental im Kosmos schwebend geht es vergleichsweise improvisiert los. Dann tönt sich das Song-Blatt mit kräftigen Farben des Progressive Rock. Zu einem vertrackten Drumming schwebt die E-Gitarre und dann nimmt die Nummer wieder einen anderen Weg. Hin zu luftig-leichten Sounds der locker zu konsumierenden Psychedelic. Dieses Instrumental ist ein Muss für weitere Hördurchgänge. Zum Ende hin entschwindet die Musik einer Feder gleich.
Dieses Ende ist gleichzeitig der Beginn von "Good Times", in dem das Setting des vorherigen Tracks weiterentwickelt wird. Dazu gesellen sich jetzt Sitar-Klänge und abermals ist man in einer Art Improvisations-Modus. Erst spät gibt es Vocals von Kev Hegan. "Good Times" ist eine klasse Nummer, die mit dem Knisterklang bei einer LP, wenn die Nadel am Ende der Seite angekommen ist, schließt.
"Acid Funk" ist Funk der ausgefallen Art.
Mark Huxley auf seinem geslappten Bass ist der Funk-Master des Trios. Kev Hegans Gitarren-Fantasien befinden sich jenseits der Wolken und die durch Effekte angereicherten Spoken Words wirken als Funk-Verstärker. Ein super Song!
Die afrikanischen Chorgesänge in "Afrika" kommen wahrscheinlich aus der Konserve. Die wohl in einer afrikanischen Sprache gesungenen Vocals sorgen für Echtheit. Paul Maguires Trommelrhythmik bewegt sich auf Rock-Terrain und abermals ist es Kev Hegan, der seinen Fingern auf dem Fretboard freien Lauf lässt. Wah Wah-Pedal-Klänge versüßen die sechseinhalb Minuten.
"Acid Funk" von Nukli ist bezeichnend dafür, wir man alte/ältere Songs mit einem geschickten Händchen auffrischt.
"Acid Funk" von Nukli ist trotz Rückblick auf bereits bekannte Stücke eine echt lohnenswerte Sache.
Line-up Nukli:
Kev Hegan (guitar, vocals)
Mark Huxley (bass)
Paul Maguire (drums)
Tracklist "Acid Funk":
- Tomorrow People
- Dancing In The Moment
- World Of Light
- The King’s Hat
- Afrika
- Acid Funk
- Indiah
- Good Times
Gesamtspielzeit: 65:08, Erscheinungsjahr: 2025



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