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Sängerin Angelika Mann am 21.01.2026 verstorben

Sängerin Angelika Mann am 21. Januar 2026 verstorben.

Auf Fotos, wie es beispielsweise auf ihrer Homepage zu sehen war, hatte Angelika Mann meistens freundlich gelächelt. Auf solche Anblicke müssen wir in Zukunft verzichten. Am 21. Januar 2026 verstarb die Sängerin im Alter von 76 Jahren. Das gab ihr Ehemann und Manager Ralf Rasch in den Medien bekannt. Danach starb die Künstlerin, die einem breiten Publikum auch als Schauspielerin vertraut war, an den Folgen einer Krebserkrankung.

Aufgrund ihrer Körpergröße von 1,49 Meter wurde die Berlinerin nur 'die Lütte' genannt. Angelika Mann stand ein halbes Jahrhundert auf der Bühne. Sie wirkte außerdem als Kabarettistin und Moderatorin, was ihre Vielseitigkeit unterstreicht. Man kannte die Frau, die bis zu ihrem Ausreiseantrag in der früheren DDR aufgewachsen war, stets als Frohnatur. In dieser Rolle nahm man die Künstlerin stets wohlwollend wahr, auch wenn der eigene Musikgeschmack vielleicht anders gelagert war. Es waren renommierte Musiker wie Uschi Brüning, Manfred Krug und Günther Fischer, die ihren Weg säumten. Ihr Entdecker war Klaus Lenz. Bei ihm wirkte sie in dessen Klaus-Lenz-Bigband mit. Angelika Mann und Band und ab 1980 die Gruppe Obelisk waren ihre eigenen Formationen.

Prägend war die Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Reinhard Lakomy. So ist ihre Stimme auf Lakomys äußerst erfolgreicher Geschichtenlieder-Produktion "Traumzauberbaum" zu hören. Zu hören ist sie ferner auf der Produktion "Ost-Rock Klassik – Die Gold Edition", die 2010 bei BuschFunk erschienen ist. Angelika Mann war eine Frau, die ohne Unterbrechung in ihrem Beruf präsent war. Daran änderte ihre damalige Ausreise nach Berlin West im Jahr 1985 nichts. Im Unterschied zu vielen anderen Künstlern aus der früheren DDR war sie nach ihrer Übersiedlung nach West-Berlin ebenso in ihrer neuen Umgebung erfolgreich. Diesen Erfolg verdankt sie gewiss ihrer Vielseitigkeit.
Die Auszeichnung zur 'Beliebtesten Schauspielerin der Spielzeit 2014/2015' durch den Freundeskreis des Essener Theaters im Rathaus mag zwar nur ein kleines Puzzleteil in ihr langen Karriere sein, doch genau diese Anerkennung zeigt deutlich, wie die populäre Angelika Mann überall angenommen wurde. Ihre Tochter Ulrike Weidemüller knüpfte als Schauspielerin und Sängerin an die berufliche Tätigkeit ihrer Mutter an. Ein guter Beleg dafür, wie ihre Arbeit in der eigenen Familie geschätzt wurde.

Wir werden Angelika Mann, ihr großartiges Wirken und ihren Frohsinn sehr vermissen.

R.I.P. im Gedenken an eine vielseitige Künstlerin und eine großartige Frau.

Über den Autor

Mario Keim

Musikstile: Heavy Rock, Rock, Deutschrock, Hard Rock
Marios Beiträge im RockTimes-Archiv

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